BAFA-Förderung Wärmepumpe | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

Förderung von Großwärmepumpen und Quartierskonzepten

Auch die Errichtung von Großwärmepumpen und Wärmenetzsystemen wird von staatlicher Seite gefördert. Gesamtkonzepte für die erneuerbare Wärmeversorgung auf Stadtteil- und Quartiersebene, sowie innovative Modellvorhaben können durch Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen gefördert werden.

 

Ansprechpartner Förderung

Michael Koch
Leiter Politik & Stellv. Geschäftsführer


Modellvorhaben Wärmenetze 4.0

Mit der Förderung von „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“ werden seit dem 1. Juli 2017 die Planung und der Bau von hocheffizienten und weitgehend erneuerbaren Wärmenetzsystemen ganzheitlich gefördert.

  • 1. Wer ist antragsberechtigt?

    1. Wer ist antragsberechtigt?

    Antragsberechtigt sind:

    • Unternehmen
    • kommunale Betriebe
    • kommunale Zweckverbände
    • eingetragene Vereine
    • eingetragene Genossenschaften mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
    • Konsortien und Contractoren, die Vorhaben im Rahmen eines Contracting-Vertrags durchführen
  • 2. Was wird gefördert?

    2. Was wird gefördert?

    Gegenstand der Förderung ist die Planung und Vorbereitung (Modul I), sowie die Entwucklung und Realisierung (Modul II) von „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“. Ein Wärmenetzsystem 4.0 im Sinne des Förderprogrammes umfasst die Wärmequellen, Wärmenetzleitungen, Wärmespeicher, Anpassung der Wärmesenken und die erforderliche Mess-, Regelungs- und Steuerungstechnik, sowie optional auch Sektorkopplungs-Anlagen (Power-to-X).

    Die Realisierung kann durch Neubau oder Transformation eines räumlich abgegrenzten Teilbereichs eines bereits bestehenden Wärmenetzes zu erfolgen.

  • 3. Was beinhaltet eine Machbarkeitsstudie und wie hoch ist die Förderung?

    3. Was beinhaltet eine Machbarkeitsstudie und wie hoch ist die Förderung?

    Ja, Machbarkeitsstudien, mit denen die Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Konzepts für einen konkreten Einzelfall mit bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten (max. 600.000 EUR) gefördert. Die Ergebnisse sind in einer schriftlichen Studie zusammenzufassen.

  • 4. Ist für die Förderung eines Wärmenetzes 4.0 zwingend eine Machbarkeitsstudie notwendig?

    4. Ist für die Förderung eines Wärmenetzes 4.0 zwingend eine Machbarkeitsstudie notwendig?

    Ja, für die Förderung der Realisierung eines Wärmenetzsystems 4.0 ist die vorherige Durchführung einer Machbarkeitsstudie Voraussetzung.

  • 5. Welchen Kriterien muss ein Wärmenetzsystem 4.0 mindestens entsprechen?

    5. Welchen Kriterien muss ein Wärmenetzsystem 4.0 mindestens entsprechen?

    Klimaschonender, innovativer Energieträger

    • mindestens 50 Prozent Anteil erneuerbarer Energien (z.B. Erd- und Umweltwärme) oder Abwärme an der jährlichen Wärmeeinspeisung, maximal die Hälfte des Anteils darf durch Biomasse bereitgestellt werden
    • Höchstanteil von 10 Prozent für fossile Energie an der jährlichen Wärmeeinspeisung, die nicht durch KWK-Anlagen eingespeist wird

    Temperaturniveau:

    • Niedrig temperierte Wärme- oder Kältenetzverbindungen mit 20 °C bis maximal 95 °C im Vorlauf

    Kosteneffizienz

    • Wärme ist zu vergleichbaren oder geringeren Kosten zu liefern als konventionelle Wärmenetze auf Basis fossiler Wärmeerzeuger (zum Zeitpunkt der Antragstellung). Die Bewilligungsstelle wird dazu Referenzwerte festlegen.

    Mindestgröße und -laufzeit

    • Mindestens 100 Abnahmestellen (Netzanschlüsse) oder Mindestabnahme von 3 GWh pro Jahr (Ausnahmen sind u.a. bei Nachbarschafts- oder Quartierskonzepten möglich)
    • Die Anlage muss mindestens 10 Jahre betrieben werden, gemessen ab dem Zeitpunkt der Auszahlung der Zuwendung

    Wärmespeicher:

    • Saisonale Großwärmespeicher, soweit wirtschaftlich darstellbar
    • beim Einsatz von KWK-Anlagen für Flexibilisierung ausreichend dimensionierte Wärmespeicher

    Sektorkopplung und Strommarktdienlichkeit:

    • Die angeschlossenen Stromverbraucher und -erzeuger weisen mindestens eine Schnittstelle für einen markt- oder netzdienlichen Betrieb ohne manuelle Eingriffe des Betreibers auf und sind auf eine Einbindung in ein intelligentes Stromnetz vorbereitet
  • 6. Um welche Förderungsart handelt es sich?

    6. Um welche Förderungsart handelt es sich?

    Die Förderung erfolgt als Projektförderung in Form eines Zuschusses.

  • 7. Wie hoch sind die Zuschüsse?

    7. Wie hoch sind die Zuschüsse?

    Die Grundförderung beträgt bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten, falls ein KMU Antragsteller oder Teil eines antragstellenden Konsortiums ist, bis zu 30 Prozent.

    Die maximale Fördersumme ist begrenzt auf max. 15 Millionen EUR pro Vorhaben.

  • 8. Gibt es neben der Grundförderung weitere Prämien oder Sonderförderungen?

    8. Gibt es neben der Grundförderung weitere Prämien oder Sonderförderungen?

    Ja, es gibt eine Nachhaltigkeitsprämie für hohe Anteile erneuerbarer Energien und Abwärme, eine Kosteneffizienzprämie für besonders niedrige Wärmelieferungspreise und eine Sonderförderung für Einzelkomponenten der industriellen Forschung

    • Nachhaltigkeitsprämie

    Übersteigt innerhalb der ersten zehn Jahre der Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme an der jährlichen Wärmeeinspeisung einen Anteil von 50Prozent, wird eine Erhöhung der Förderquote um bis zu 10 Prozentpunkte gewährt.

    Dabei wird für jeden vollen Prozentpunkt, den der Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme die Mindestanforderung von 50Prozent übersteigt, die Förderquote um 0,2 Prozentpunkte erhöht.
    (z.B. bei 65 Prozent EE-Anteil: (65 – 50) x 0,2 = 3,0 Prozentpunkte Prämie)

    • Kosteneffizienzprämie

    Unterschreitet innerhalb der ersten fünf Jahre angebotene Wärmelieferpreis einen Wert von 10 Cent pro kWh Wärme, wird eine Erhöhung der Förderquote um bis zu 10 Prozentpunkte gewährt.

    Dabei wird für jeweils 0,1 Cent pro kWh Wärme, die der berechnete Preis einen Wert von 10 Cent pro kWh Wärme unterschreitet, die Förderquote um jeweils 0,2 Prozentpunkte erhöht.. (z.B. bei 7,5 Cent Wärmepreis: ((10 – 7,5) / 0,1) x 0,2 = 5,0 Prozentpunkte Prämie)

     

    • Sonderförderung für industrielle Forschung

    Soweit im Vorhaben Einzelkomponenten enthalten sind, die als Prototypen der industriellen Forschung einzuordnen sind und die darauf abzielen, die Marktdurchsetzung, Nutzerakzeptanz, Systemdienlichkeit oder Wirtschaftlichkeit von Wärmenetzsystemen 4.0 weiter zu erhöhen, werden bis zu 75 Prozent der hierfür entstandenen förderfähigen Kosten erstattet. Anders als bei Kosteneffizienz- oder Nachhaltigkeitsprämie, bleibt die Förderquote für die restlichen Systemkomponenten konstant.

    Inklusive dieser Prämien und Sonderförderungen darf die Gesamtförderquote nicht mehr als 50 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.

  • 9. Gibt es weitere förderfähige Maßnahmen?

    9. Gibt es weitere förderfähige Maßnahmen?

    Ja, neben den genannten Förderungen werden Informationsmaßnahmen sowie wissenschaftliche Kooperationen gesondert gefördert.

    Ausgaben zur Verbesserung derProjektvermarktung, Information und Kundenakquise, die der Erzielung der erforderlichen Anschlussquote und Wirtschaftlichkeit dienen, werden in einer Höhe von 80 Prozent der Kosten, max. bis 200 000 EUR, über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert.

    Hochschulen und Universitäten können Modellvorhaben in einer wissenschaftlichen Kooperation begleiten. In diesem Zusammenhang anfallende Projektkosten können bis zu 100 Prozent geltend gemacht werden. Die Kosten hierfür dürfen jedoch nicht mehr als 10Prozent der Gesamtfördersumme ausmachen und maximal 1 Mio. EUR betragen.

  • 10. Wann ist ein Förderantrag zu stellen?

    10. Wann ist ein Förderantrag zu stellen?

    Der Antrag auf Förderung ist vor dem Beginn der Maßnahme zu stellen. Hierbei sind Beratungs- oder Planungsleistungen jedoch nicht berücksichtigt, diese können bereits vor oder während der Antragsstellung stattfinden.

  • 11. Woraus besteht ein Förderantrag?

    11. Woraus besteht ein Förderantrag?

    Anträge müssen mindestens folgende Unterlagen enthalten und rechtsverbindlich unterschrieben sein:

    • vollständig ausgefülltes Antragsformular
    • Projektbeschreibung
    • Machbarkeitsstudie
    • Kalkulation auf Kostenbasis
    • Zeit- und Ressourcenplan
  • 12. Wo kann das Antragsformular bezogen werden?

    12. Wo kann das Antragsformular bezogen werden?

    Die Antragsformulare können von der Webseite des BAFA heruntergeladen werden oder bei der Bewilligungsstelle angefordert werden.

  • 13. An wen muss der Antrag adressiert werden?

    13. An wen muss der Antrag adressiert werden?

    Die Bewilligungsbehörde ist das BAFA.

    Hausanschrift:

    Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

    Frankfurter Straße 29 – 35

    65760 Eschborn

    oder

    Postfach  51 60

    65726 Eschborn

  • 14. Wie läuft das Antragsverfahren ab?

    14. Wie läuft das Antragsverfahren ab?

    Das Antragsverfahren läuft in zwei Stufen ab. Der Förderantrag muss in vollständig ausgefüllter Form rechtsverbindlich unterzeichnet bei der Bewilligungsstelle vorgelegt werden. Alle geforderten Nachweise müssen vor Ablauf der Vorlagefrist, welche vom BAFA benannt wird, vorgelegt werden.

    Während des Bewilligungsverfahrens werden alle Verwendungsnachweise überprüft, die spätestens bei Inbetriebnahme der Anlage vorzulegen sind.

Übersicht Wärmenetze 4.0


Marktanreizprogramm: KfW 271 „Erneuerbare Energien Premium“

Wer die Anforderungen für ein Wärmenetz 4.0 nicht erfüllen kann, für den ist auch eine Kombination verschiedener Fördertatbestände aus dem Marktanreizprogramm denkbar.

Systeme mit Wärmenetz und zentraler Groß-Wärmepumpe können über das KfW-Programm 271 gefördert werden. Kalte Nahwärmenetze mit dezentralen Wärmnetzen können derart gefördert werden, dass die Netzerrichtung aus KfW 271 und die Errichtung iner dezentralen Wärmepumpe aus dem BAFA-Teil des MAP gefördert wird.

Förderung von Großwärmepumpen (> 100 kW) im Alt- und Neubau mit Kredit und Tilgungszuschuss (Programm Nr. 271 Premium) und Errichtung von Wärmenetzen.

  • 1. Wer ist antragsberechtigt?

    1. Wer ist antragsberechtigt?

    KMU, aber auch Privatpersonen

  • 2. Welche Fördervoraussetzungen gibt es?

    2. Welche Fördervoraussetzungen gibt es?

    • Groß-Wärmepumpen mit einer installierten Nennwärmeleistung von mehr als 100 kW (keine Luft/Wasser oder Luft/Luft-Wärmepumpen)
    • Mindest-JAZ: 3,8 (hier gibt es derzeit noch kein normiertes Verfahren)
    • deswegen folgenden Maßnahmen:
    • automatische Fernauslese und Speicherung der für die Ermittlung der Jahresarbeitszahl erforderlichen Messwerte
    • kontinuierliche Überwachung der Arbeitszahl während des Betriebs für ein zeitnahes Erkennen von Optimierungsbedarf durch den Betreiber
    • Nachweis der Installation durch Rechnungen und Fachunternehmererklärung
  • 3. Wie hoch ist die Förderung?

    3. Wie hoch ist die Förderung?

    • Darlehen zu besonders günstigen Konditionen
    • Tilgungszuschuss: 80 EUR/kW Wärmeleistung im Auslegungspunkt, mindestens jedoch 10.000 EUR und höchstens 50.000 EUR je Einzelanlage

     

    NEU seit dem 01.01.2016:  Der Förderbetrag wird um 20 Prozent aufgestockt, wenn die geförderte Wärmepumpe einen ineffizienten fossilen Wärmeerzeuger (Öl/Gas; nicht Brennwert, Brennstoffzelle oder KWK) ersetzt.

  • 4. Wann muss der Antrag gestellt werden?

    4. Wann muss der Antrag gestellt werden?

    Stellen Sie den Antrag bei Ihrer Haus- oder Geschäftsbank BEVOR Sie investieren.

  • 5. Wo gibt es weitere Informationen?

    5. Wo gibt es weitere Informationen?

Förderratgeber Wärmepumpe

Der Förderratgeber gibt einen Überblick über die vielfältigen Fördermaßnahmen für effiziente und klimafreundliche Wärmepumpen seitens des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der KfW-Bank.

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Das ab September 2015 vorgeschriebene EU-Energielabel zeigt den Effizienzvorsprung der Wärmepumpe.

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EnEV

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