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Welche Gründe gibt es für unterschiedlich große Kältemittelmengen in Wärmepumpen?

Peter Kuhl

Bosch Thermotechnik GmbH Buderus Deutschland

Gruppenleiter im nationalen Produktmanagement für Elektro- und Gaswärmepumpen

Bei gleicher Leistung bezogen auf einen Bezugswert z.B. A2/W35 (bedeutet Lufttemperatur 2°C und Anlagenvorlauftemperatur 35°C) ist ein Hauptunterschied in der Bauweise zu sehen. Bei kompakten Luft/Wasser-Wärmepumpen mit Außenaufstellung befindet sich der komplette Kältekreis im Außengerät. Die Verbindung zur im Gebäude installierten Inneneinheit erfolgt durch wasserführende Leitungen. Daneben gibt es die sogenannten Splitgeräte. Diese Bezeichnung bedeutet, dass der Kältekreis getrennt ist. Ein Teil befindet sich in der Außeneinheit und ein Teil in der Inneneinheit. Demzufolge  ist die Verbindungsleitung beider Teile eine Kältemittel führende Leitung. Im Regelfall sind die Außenteile mit entsprechend genügend Kältemittel für die maximale Entfernung (bis zu 30m) vorgefüllt. Dies erklärt den Unterschied in der Kältemittelmenge.

Vergleicht man baugleiche Wärmepumpen (Split oder kompakt, sowie Leistung bei gleichem Bezugspunkt) und nimmt die gleiche Entfernung Innenteil zu Außenteil bei Splitgeräten, so sind jedoch die Kältemengen bei den verschiedenen Herstellern vergleichbar.

Vorteil bei kompakten Luft/Wasser-Wärmepumpen für Ein- und Zweifamilienhäuser, deren Kältekreis hermetisch geschlossen ist, ist, dass diese keiner jährlichen Prüfung des Kältekreises unterzogen werden müssen. Bei Split-Geräten mit einer Füllmenge > 3 kg Kältemittel ist dies nicht so. Hier bedarf es einer jährlichen Prüfung.

Marcel Förster

Mitsubishi Electric Europe B.V.

Produktmanager

Die Kältemittelmenge in Wärmepumpen ist von mehreren Faktoren abhängig und daher schwer zu beantworten. Grundsätzlich spielen dabei folgende Faktoren / Bauteile eine wichtige Rolle:

  • Bauart Kompressor, Verdampfer, Verflüssiger
  • Aufbau Kältekreis, min. / max. Einsatzgrenzen & Temperaturen
  • max. Entfernung Kältemittelleitung (Split-Wärmepumpen)

Tendenzielle lässt sich sagen, dass mehr Kältemittel benötigt wird je komplexer, anspruchsvoller und effizienter der Kältekreis, je größer der Einsatzbereich (Außentemperatur, Vorlauftemperatur) und je größer die abgegebene Leistung ist.

Die Menge des Kältemittels einer Wärmepumpe steht immer im Zusammenhang mit dem Aufbau des Kältemoduls. Ein kompakt gebautes Kältemodul benötigt für die gleiche Heizleistung weniger Kältemittel als ein vergleichsweise großzügig gebautes Kältemodul (lange Rohrstrecken, großer Verdampfer/Kondensator).

Wenn die Menge des Kältemittels im Kältekreis über 2,5 kg beträgt muss die Wärmepumpe 1x jährlich durch einen Kältetechniker überprüft werden. Diese Überprüfung ist kostenpflichtig und muss vom Anlagenbesitzer bezahlt werden.


Weiterführende Links

 

BAFA Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet Bauherren und Sanieren wertvolle Fördermöglichkeiten beim Einbau einer effizienten Wärmepumpe.


KfW Die KfW Bankengruppe bietet Bauherren und Sanieren Tilgungszuschüsse bei energieeffizienten Bau- und Sanierungsvorhaben.


co2online co2online ist eine gemeinnützige Beratungsgesellschaft und Informationsplattform für Endkunden, die sich über Energiesparthemen und energieeffzientes Bauen und Sanieren informieren wollen. Teil der Plattform sind ein Modernisierungs- und Fördermittelcheck. Unterstützt wird das Projekt von der EU und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.


enbausa Umfassendes Portal zum energetischen Bauen und Sanieren: Infos zu Dämmung, Fassade, Heizung, Lüftung, Solar und Geothermie.


Energieförderung Die Förderdatenbank des Bine Informationsdienstes ist ein Wegweiser durch die Vielzahl der Förderprogramme in Deutschland. Bine realisiert das Projekt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur (dena)


foerderdata Auf foerderdata.de finden Sie eine umfassende Förderdatenbank, die auch regionale Förderprogramme berücksichtigt.


Die Hauswende Informationen und Beratung zu energieeffizientem Sanieren und Fördermöglichkeiten. Die Hauswende ist eine Kampagne der Deutsche Energie-Agentur (dena) und wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


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