<h2>Die Ökostromlücke, ihre Strommarkteffekte und wie sie gestopft werden kann</h2> | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.Details | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

Die Ökostromlücke, ihre Strommarkteffekte und wie sie gestopft werden kann

Die folgende Kurzstudie befasst sich mit der Frage, welche Effekte es hätte, wenn die Windkraftkrise anhält. Und sie untersucht zweitens, mit welchem Mix aus Onshore-Windkraft, Offshore-Windkraft und Photovoltaik die befürchtete Ökostromlücke noch geschlossen werden kann.

 

Agora: Die Bundesregierung droht ihr Erneuerbaren-Energien-Ziel für das Jahr 2030 deutlich zu verfehlen, wenn der Zubau von Windkraftanlagen an Land weiterhin stockt. Ohne entschlossene Gegenmaßnahmen erreicht Deutschland bis 2030 lediglich einen Anteil von 55 Prozent Erneuerbaren Energien am Strommix und nicht die im Koalitionsvertrag vereinbarten 65 Prozent. Um diese Ökostromlücke zu schließen, muss das Ziel für die Windenergie in Nord- und Ostsee gegenüber den bisherigen Planungen von 20 auf mindestens 25 Gigawatt Leistung angehoben und entweder der jährliche Solarzubau auf 10 Gigawatt mehr als verdoppelt werden oder aber der Ausbau der Windenergie an Land wieder auf sein langjähriges Niveau von 4 Gigawatt ansteigen. Falls all dies misslingt, ist mit höheren Strompreisen im Großhandel zu rechnen, Deutschland wäre vermehrt auf Strom aus dem Ausland angewiesen und die CO2-Emissionen im Stromsektor würden um 5 bis 20 Millionen Tonne im Jahr steigen. Das zeigt eine Studie im Auftrag von Agora Energiewende.

„Die Krise der Windkraft geht jetzt ins dritte Jahr. Das macht es bereits jetzt zu einer echten Herausforderung, die Erneuerbare-Energien-Ziele für 2030 zu erreichen. Damit stehen auch die Strompreise und die Klimaschutzziele unter Druck“, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. „Um das zu ändern, müssen Bundesregierung und Bundesländer jetzt rasche und entschlossene Maßnahmen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ergreifen. Das heißt, wir brauchen ausreichend Flächen für den Bau von Windrädern, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, eine Solaroffensive und eine ambitionierte Planung für den Ausbau der Offshore-Windenergie. Je länger die Politik bei der Energiewende zaudert, desto größer wird die Ökostromlücke und desto fataler werden die Folgen.“

Die Autoren der Studie haben insgesamt fünf Szenarien nebeneinandergestellt, in denen der Zubau von Photovoltaik, von Windkraftanlagen auf See und jenen an Land variiert. Um die CO?-Emissionen und Börsenstrompreise abschätzen zu können, liegen den Berechnungen zwei unterschiedliche Wetterjahre zugrunde.

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Die Studie „Die Ökostromlücke, ihre Effekte und wie sie gestopft werden kann“ mit vielen Grafiken und Tabellen sowie detaillierten Erklärungen zur Methodik und den Annahmen steht unter www.agora-energiewende.de zum kostenfreien Download zur Verfügung. Die Modellierungsarbeiten stammen von dem Beratungsunternehmen Wattsight GmbH.

Link zur Studie

(Die Originalpressemitteilung finden Sie hier)

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