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Bundesverband Erneuerbare Energie zum Start der Kohlekommission

Start der Kohlekommission: Ausstieg aus der Kohle sowie Erneuerbare Energien strukturell und wirtschaftlich nutzen.

Berlin, 26. Juni 2018: ‚ÄěEs ist gut, dass die Kommission f√ľr Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung jetzt endlich ihre Arbeit beginnt‚Äú, kommentiert Dr. Simone Peter, Pr√§sidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) den heutigen Start. ‚ÄěDie Kommission muss nun einen planbaren, sozial vertr√§glichen Kohleausstieg skizzieren, der sich an den nationalen und internationalen Klimazielen orientiert. Nur so k√∂nnen die Klimaziele erreicht werden und Strukturbr√ľche vermieden sowie energiewirtschaftliche Planbarkeit und Investitionssicherheit in klimaschonende Technologien geschaffen werden.‚Äú

Gerade die Energieregionen seien aufgrund ihrer Netzinfrastruktur, ihrer Fl√§chenverf√ľgbarkeit und ihres Know-hows geeignet, Modellregionen f√ľr eine zukunftsf√§hige Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien, f√ľr die Kopplung der Sektoren Strom, W√§rme und Mobilit√§t und den Einsatz von Speichern zu werden. Mit Blick auf die breite gesellschaftliche Akzeptanz betont Peter die Notwendigkeit, einen geordneten Kohleausstieg zu organisieren und dabei auch die kulturellen Aspekte einer ausklingenden Traditionswirtschaft im Auge zu behalten. Zudem m√ľsse der Kohleausstiegsplan von einem Masterplan 100 Prozent Erneuerbare Energien begleitet werden, um den Erfordernissen eines modernen, klimavertr√§glichen und flexiblen Energiesystems Rechnung zu tragen. ‚ÄěPlanungssicherheit f√ľr die Industrie schafft erst die Basis f√ľr Investitionen. Ein schneller Einstieg in den Kohleausstieg ist unverzichtbar zur Erreichung der Klimaschutzziele sowie zur Senkung der Redispatchkosten, da inflexible Kraftwerke hohe Kosten f√ľr die kurzfristige √Ąnderung des Kraftwerkseinsatzes zur Vermeidung von Netzengp√§ssen erzeugen."

Daneben ist aus Sicht des BEE auch ein CO2-Preis ein unverzichtbares Element. Peter appelliert an die Bundesregierung, gemeinsam mit Frankreich und weiteren europ√§ischen Nachbarn vorwegzugehen und einen CO2-Mindestpreis einzuf√ľhren. ‚ÄěDie Bundesregierung sollte die Vereinbarungen der Meseberg-Erkl√§rung umsetzen, die den CO2-Preis als Schl√ľssel eines neuen Abgabe- und Steuersystems beschreibt und einen marktwirtschaftlichen Rahmen f√ľr den Ausstieg aus fossilen Energien und den Ausbau der Erneuerbaren Energien gibt.‚Äú Ein angemessener CO2-Preis w√ľrde die √∂konomischen Anreize setzen, um den Kohleausstieg marktwirtschaftlich zu organisieren.

Eine am gestrigen Montag vorgestellte Studie von Greenpeace Energy kommt zu dem Schluss, dass durch einen schnellen Kohleausstieg j√§hrlich 27,9 Milliarden Euro Kosten vermieden werden k√∂nnen. ‚ÄěDie Folgekosten der Kohleverstromung kosten jedes Jahr Milliarden Euro. Die Verfehlung der Klimaschutzziele wie auch der Erneuerbare-Energien-Ausbau-Verpflichtung kommen vermutlich noch on top‚Äú, so Peter. Der z√ľgige Ausstieg aus der Braunkohle sei deshalb sowohl aus Gr√ľnden des Klimaschutzes als auch aus √∂konomischer Sicht notwendig. ‚ÄěEs ist nun Aufgabe der Kommission, die Ma√ünahmen zum sozialvertr√§glichen Umbau zu definieren.‚Äú Gleichzeitig m√ľsse der Ausbau Erneuerbarer Energien mit Sonderausschreibungen und klaren Planungsschritten bis zum Jahr 2030 vorangetrieben werden, um schnell Erfolge zu erzielen.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland b√ľndelt der BEE die Interessen von 48 Verb√§nden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern z√§hlen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 338 500 Arbeitspl√§tze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, W√§rme und Verkehr.

Hier kommen Sie direkt zu der Pressemitteilung des BEE.

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