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Worin bestehen die Unterschiede zwischen Erdkollektoren und –sonden?

Simone Walker-Hertkorn

Erdkollektoren sind nicht überbaubare Wärmeübertrager, die in den oberen Bereichen des Untergrundes eingebaut werden. Dabei gibt es einen hohen Gestaltungsspielraum an Formen und auch an Verlegearten. Neben horizontal verlegten Rohrstränge, können auch Rohrregister, spiral oder schraubenförmige Rohrstränge oder Rohrregister umgesetzt werden. Es kann gebaggert, gefräst, geschlitzt und gebohrt (Schneckenbohrung) werden.

Wer kreativ ist und genügend Platz zur Verfügung hat, wird sich häufig aus Kostengründen für Erdkollektoren entscheiden. Die Verlegung und auch die horizontale Anbindung in Richtung Technikraum hat dabei frosttief zu erfolgen, das entspricht in etwa 1,20 Meter Tiefe. Eine landwirtschaftliche Nutzung, z.B. als Maisfeld oder als Grünfläche ist durchaus möglich. Die Wurzeltiefe von Bäumen ist dabei zu berücksichtigen.

Im System Erdkollektor ist der so genannte Phasenwechsel (Vereisung) bei Wärmeentzug eine Besonderheit. Das bedeutet, der Erdkollektor kann kurzfristig überfahren werden und erholt sich im Sommer dennoch. Dies ist bei einer Erdsonde nicht möglich. Das Temperaturniveau der Wärmequelle sinkt bei einer Erdsonde nicht so stark ab, und geht auch nicht in die Vereisung. Daher ist die Effizienz einer Erdsonden-Anlage höher. Auch bei kleineren Grundstücken kommt nur die Erdsonde in Frage. Die Bohrtiefe hängt vom Wärmebedarf und den geothermischen und geologischen Bedingungen ab und rangiert meistens zwischen 30 bis 130 Metern.

 


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