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Wärmepumpe im Smart Grid – was heißt das und warum sollte ich das machen? Worauf sollte ich achten, wenn ich meine Wärmepumpen für das Smart Grid vorbereiten will?

Arno Pöhlmann

ehemals Lechwerke AG

Früher wurde die Stromerzeugung in den konventionellen Kraftwerken an den Stromverbrauch angepasst. In Zukunft nimmt die Stromerzeugung aus den fluktuierenden, erneuerbaren Energiequellen Sonne und Wind immer weiter zu. Bereits jetzt kommt es teilweise zu einer Überproduktion, so dass Erneuerbare Stromerzeuger abgeschaltet werden müssen, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Daher sucht man derzeit händeringend nach Möglichkeiten, den Stromverbrauch an die Einspeisung anzupassen (Demand Side Management/ Lastmanagement) und Strom zu speichern.

Wärmepumpen eignen sich hervorragend zur Integration in ein Smart Grid, weil sie bei einer Knappheit von Strom im Netz abgeschaltet und bei einem Überschuss von Strom im Netz in gewissen Grenzen auch zugeschaltet werden können. Um in Zukunft noch größere Flexibilität zu bieten, sollte man jetzt bereits darauf achten, dass Wärmepumpen über eine Steuerung verfügen, durch die sie flexibel zu- oder abgeschaltet werden können. Dies ist z.B. über das „SG Ready-Label“ gewährleistet. Außerdem ist – je nach Länge der gewünschten Speicherdauer und Wärmebedarf – ein ausreichend großer Pufferspeicher erforderlich.

Auf die Speicherung von Strom optimierte Wärmepumpen helfen, ansonsten überflüssigen Erneuerbaren Strom zu integrieren und effizient zu verwenden und leisten damit einen noch größeren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Besonders flexible Verbraucher sollen außerdem in Zukunft von entsprechend günstigeren Stromtarifen profitieren können. Bereits jetzt können „SG-ready“-Wärmepumpen helfen, den lukrativen Eigenverbrauch aus der eigenen Photovoltaikanlage zu steigern. Um diese Vorteile nutzen zu können, ist es empfehlenswert, beim Kauf einer Wärmepumpe auf das „SG Ready“-Zeichen zu achten.

 


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