Wissenschaftler_innen überzeugt: Wärmepumpen sind Schlüsseltechnologie

In einer Ad-hoc-Stellungnahme „Energiewende 2030: Europas Weg zur Klimaneutralität“ legen renomierte deutsche Wissenschaftsstandorte dem aktuellen deutschen EU-Ratsvorsitz Wärmepumpen ans Herz. Und auch ein Forschungskonsortium aus vier Universitäten unter Leitung Uni Lüttich sieht Wärmepumpen als Schlüsseltechnologie.

TGA: Die Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften Acatech und Union der dt. Akademien der Wissenschaften nahmen Stellung zum European Green Deal mit einer Handreichung namens "Energiewende 2030: Europas Weg zur Klimaneutralität". Dort sprechen sich die Autoren für einen CO2-Preis und so genannte "No-Regret"- Maßnahmen aus. Darunter zählen u.a. der Ausbau von PV und Windkraft als Energielieferanten. Auch Wärmepumpen seien für das rasche Umsetzen der Klimaziele eine benötigte Schlüsseltechnologie. Wärmepumpen seien eine "offenkundig technologische Notwendigkeit", die man "nicht bedauern werde".

(Die vollständige Mitteilung finden Sie hier.)

Universität der Großregion: Das Projekt PtH4GR²ID (Power to Heat for the Greater Region’s Renewables Integration and Development) begann 2016 seine Arbeit. Seitdem untersucht das Forschungskonsortium aus vier Partneruniversitäten der UniGR und weiteren Partnern der Großregion unter der Leitung der Universität Lüttich, wie eine breite Markteinführung von geregelten Wärmepumpen gelingen kann. Gefördert wird das Projekt von der EU im Rahmen eines INTERREG-Programms.

Die Forscher_innen möchten herausbekommen, wie eine höhere Einbindung von erneuerbaren Energien (EE) erzeugt werden kann, durch die Abstimmung der Nachfrage mit geregelten Wärmepumpen. Ausgangspunkt ist der fluktuierende Markt der Erneuerbaren Energien. Getestet wurden die Anlagen vor allem in Einfamilienhäusern, die auf dem Campus in Arlon stehen. Aktuell wird auch die Anwendbarkeit der gesteuerten Wärmepumpe in Mehrfamilienhäusern getestet. Es zeigte sich: Durch eine Optimierung des Wärmepumpeneinsatzes ließen sich die Stromkosten für Eigentümer_innen senken, so die Wissenschaftler_innen. Dies funktioniert dadurch, dass ein theoretisches flexibles Preissignal erstellt wird, das sich am Börsenstrompreis orientiert und aus Prognosen über die erwarteten Energieerzeugungskapazitäten und den erwarteten allgemeinen Strombedarf resultiert. Fazit: Wärmepumpen können ihren Betrieb durch die Verwendung dieses Preissignals sehr günstig planen. Ende des Projekts ist August 2020, doch es ist bereits eine Verlängerung bis 2021 geplant.

(Die volle Meldung finden sie hier.)

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