Geothermie im Münsterland

Die Landesregierung in NRW will das große Potenzial der Geothermie im Münsterland erkunden und nutzen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in NRW: "Erneuerbare Energie, die rund um die Uhr, ganzjährig und unabhängig vom Wetter zur Verfügung steht: das ist die Geothermie. Um mit ihrer Hilfe die Wärmeversorgung klimafreundlicher zu gestalten, erkundet der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen (GD NRW) im Auftrag des Landes den tiefen und mitteltiefen Untergrund des zentralen Münsterlandes. Ziel ist es, Gesteinsstrukturen zu finden, die sich für eine geothermische Nutzung eignen.

Für die Erkundung der geothermischen Potenziale ist das zentrale Münsterland als Pilotregion ausgewählt worden. Ausschlaggebend dafür sind einerseits frühere geologische Untersuchungen. Andererseits steht in der Region dem potenziellen Wärmeangebot auch ein entsprechender Wärmebedarf gegenüber, der bislang hauptsächlich fossil gedeckt wird.
 
Was den Untergrund im Münsterland so interessant macht, sind die Schichten von Kalkgesteinen, die dort vermutet werden. Durch die Tiefbohrung „Münsterland 1“ in Billerbeck-Aulendorf mit fast 6 000 Metern Tiefe gewannen Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler schon in den 1960er Jahren Erkenntnisse zum geologischen Aufbau des tiefen Untergrundes. Unter anderem zeigten sich Kalksteinschichten in 5 500 bis 6 000 Meter Tiefe. In solchen Tiefen herrschen Temperaturen von bis zu 180 Grad Celsius, die für eine geothermische Nutzung sehr interessant sind."

(Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.)


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