"Ehrgeizig, aber machbar" - EU-Kommission schlägt neues Klimaziel vor

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in ihrer Rede zur Lage der Union vorgeschlagen, dass Emissionseinsparziel für 2030 auf 55% anzuheben.

Die Europäische Kommission schlägt laut von der Leyen konkret vor, "die Zielvorgabe für das Einsparen der Emissionen bis 2030 auf mindestens 55% anzuheben." Von der Leyen sieht das Ziel als machbar: "Ich weiß, dass diese Erhöhung unseres Einsparziels von 40% auf 55 % für manche zu viel ist, und für andere zu gering. Aber  unsere  Folgenabschätzung  hat  eindeutig  ergeben,  dass  unsere  Wirtschaft  und  Industrie  dies  bewältigen können".

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund politischer Krisen seie die Erhöhung des Einspatziels ein positives Zeichen: "Wenn wir dieses neue Ziel erreichen, werden wir weniger von Energieimporten abhängig sein, Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze schaffen und die Luftverschmutzung mehr als halbieren." Von der Leyen kündigte zudem umfangreiche Anpassungen des Rechts- und Verwaltungsrahmens an: "Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir heute anfangen.Bis nächsten Sommer werden wir sämtliche EU-Klima- und Energievorschriften überarbeiten – nach dem Motto „fit für 55”."

Zudem fordert von der Leyen eine "Europäische Renovierungswelle": "40% unserer Emissionen werden von unseren Gebäuden erzeugt. Sie dürfen nicht so viel Energie verschwenden, sie dürfen nicht so teuer sein, sie müssen nachhaltiger werden."

Wärmepumpen können bereits für sich genommen einen erheblichen Anteil dazu beitragen, zu den Einsparzielen im Gebäudesektor beizutragen, indem sie einen größen Anteil der Wärme aus Umgebungswärme gewinnen. In Verbindung mit passenden Heizkörpern und Optimierungen der Gebäudehülle können sie noch effizienter arbeiten. Hier wird es in den nächsten Jahren darauf ankommen, rasch die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

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