EEG-Novelle immer noch nicht zufriedenstellend

Keine fairen Marktbedingungen, unterschätzter künftiger Stromverbrauch und ein nicht durchdachtes Ausschreibungssystem sind einige der Kritikpunkte, die Dr. Simone Peter am EEG-Entwurf ausführt.

Die EEG-Novelle ist wieder einmal und immer noch Streitthema. Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energien, spricht im Handelsblatt problematische Aspekte an, die noch geändert werden sollten. Der beschlossene Ausstieg aus der Kohleverstromung und der Atomausstieg zeigen zwar schon erste Erfolge. Deutschland konnte dieses Jahr allerdings auch bedingt durch die Corona-Pandemie einen Rückgang der CO2-Emissionen verzeichnen. Aber der Ausbau der erneuerbaren Energien stockt weiterhin. "Im Stromsektor haben sie sich als tragende Säule etabliert, und der Bedarf wird angesichts der zunehmenden Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie wachsen – für Elektromobilität, Wärmepumpen und grünen Wasserstoff. Daher droht ohne Kurskorrektur schon bald eine Ökostromlücke, denn der massive Einbruch bei der Windenergie und unzureichender Photovoltaikausbau treffen kommendes Jahr auf das großflächige Ausscheiden von Anlagen nach 20-jähriger Vergütung. Und auch die flexibel zuschaltbaren Quellen Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie brauchen mehr Schub.", so Peter.

Um die Ziele für Klimaschutz  zu erreichen, müssten bis 2030 jährlich knapp fünf Gigawatt (GW) Windenergie an Land (onshore), zwei GW Windenergie auf See (offshore), zehn GW Photovoltaik (PV), 0,6 GW Bioenergie und je 50 Megawatt Geothermie und Wasserkraft zusätzlich geschaffen werden. Damit das Realität werden kann, müssen, so Peter, einige Barrieren im EEG-Entwurf beseitigt werden.

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