<h2>BMU: 4,5 Prozent weniger Treibhausgasemissionen in 2018</h2> | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.Details | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

BMU: 4,5 Prozent weniger Treibhausgasemissionen in 2018

In Deutschland wurden 2018 insgesamt 865,6 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt - rund 41 Millionen Tonnen oder 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Das zeigt eine Prognoseberechnung des Umweltbundesamtes (UBA).

Von den insgesamt 41 Millionen Tonnen Minderung entfielen rund 14 Millionen Tonnen CO2 auf die Energiewirtschaft (4,5 Prozent Senkung). Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nahm 2018 zu, die aus s√§mtlichen fossilen Energietr√§gern ging zur√ľck ‚Äď unter anderem aufgrund der Stilllegung von Kraftwerken. Den deutlichsten Emissionsr√ľckgang verzeichnete die Steinkohle. Ein Faktor ist hier der infolge der Reform des EU-Emissionshandels gestiegene CO2-Preis. Im Laufe des Jahres wurden Steinkohle-Kraftwerke mit rund 1,5 Gigawatt Leistung stillgelegt beziehungsweise gingen in die Netzreserve. Ein weiterer Effekt war der D√ľrresommer 2018: Niedrige Wasserst√§nde an den Fl√ľssen f√ľhrten zu geringeren Transportkapazit√§ten und damit zu h√∂heren Steinkohlepreisen. Die Emissionen aus der Braunkohlenutzung sanken um etwa 3,6 Millionen Tonnen. Die Emissionen aus der Erdgasverbrennung gingen ebenfalls leicht zur√ľck.

Ein mit rund 15 Millionen Tonne CO2 (beziehungsweise 10,9 Prozent) deutlicher Emissionsr√ľckgang im Vergleich zum Vorjahr ist im Bereich der Haushalte und Kleinverbraucher zu verzeichnen. Besonders beim Heiz√∂l ist der Absatz 2018 deutlich gesunken. Eine Erkl√§rung daf√ľr ist die milde Witterung und der damit verbundene geringere Brennstoffbedarf. Eine andere Ursache sind wiederum die infolge des D√ľrresommers niedrigen Wasserst√§nde vieler Fl√ľsse: In vielen F√§llen konnten die Frachter die Fl√ľsse nicht befahren, was zu Heiz√∂l-Knappheit und h√∂heren Preisen f√ľhrte.

Im Verkehrsbereich sanken die Emissionen um rund 5 Millionen Tonnen bzw. 2,9 Prozent. Dieser R√ľckgang betrifft nicht nur Ottokraftstoffe, sondern erstmals seit vielen Jahren auch Dieselkraftstoff. Eine Erkl√§rung k√∂nnten die h√∂heren Preise f√ľr Benzin (+ 7 Prozent gegen√ľber Vorjahr) und Diesel (+12 Prozent gegen√ľber Vorjahr) sein.

In der Industrie sanken die Emissionen 2018 um rund 4 Millionen Tonnen (2,8 Prozent).

In der Landwirtschaft sanken die Treibhausgas-Emissionen um 4,1 Prozent. Die treibenden Gr√∂√üen sind abnehmende Tierzahlen (Rinder -2,9 Prozent, Schweine -4,1 Prozent). Der Minerald√ľngereinsatz (-9,8 Prozent) ging in Folge der Anwendung der neuen gesetzlichen Regelungen und klimatisch bedingt zur√ľck. Auch die witterungsbedingten Ernteausf√§lle wirkten emissionsmindernd.

Auch im Abfallsektor sanken die Emissionen um 5,3 Prozent gegen√ľber dem Vorjahr. Dieser anhaltende R√ľckgang geht ma√ügeblich auf die Entwicklung im Bereich der Abfalldeponierung zur√ľck. Seit 2005 d√ľrfen in Deutschland keine biologisch abbaubaren Abf√§lle mehr deponiert werden, was sich neben Abfalltrennung und Recycling bei den Emissionen positiv bemerkbar macht.

Die Ergebnisse sind erste Detailsch√§tzungen. Die vollst√§ndigen offiziellen Inventardaten zu den Treibhausgasemissionen in Deutschland f√ľr das Jahr 2018 ver√∂ffentlicht das Umweltbundesamt zum 15. Januar 2020 mit der √úbermittlung an die Europ√§ische Kommission.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.

Die Grafiken und Daten zu den Ergebnissen finden Sie hier.

 

 

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