


Wärmepumpen senken die Emissionen der Wärmeversorgung
Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme und benötigt dafür Strom. Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 werden aus einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme. Im Gebäude wird kein Brennstoff verbrannt; deshalb entstehen dort im Heizbetrieb keine verbrennungsbedingten CO2-Abgase.
Auch im Gebäudebestand zeigen Feldmessungen deutliche Klimavorteile. Im vierjährigen Forschungsprojekt des Fraunhofer ISE verursachten die untersuchten Wärmepumpen im Jahr 2024 bei dynamischer Betrachtung des Strommixes durchschnittlich 64 Prozent weniger betriebsbedingte CO?-Emissionen als ein vergleichbarer Gasheizbetrieb. Das Ergebnis gilt für die untersuchten Anlagen und die dort verwendete Berechnung.
Je effizienter die Anlage arbeitet und je höher der Anteil erneuerbarer Energien am Strom ist, desto günstiger fällt ihre betriebliche Klimabilanz aus. Zu einer vollständigen Lebenszyklusbilanz gehören zusätzlich Herstellung, Kältemittel und Entsorgung. Durch den Einsatz sogenannter natürlicher Kältemittel, die mittlerweile in mehr als der Hälfte der geförderten Wärmepumpen eingesetzt werden, verbessert sich die Klimabilanz zusätzlich.
Wie schaffen wir das?
Wärmepumpen werden elektrisch angetrieben und benötigen hierfür Strom. Bei Bezug von 100 Prozent Ökostrom laufen Wärmepumpen im Betrieb nahezu treibhausgasneutral. Strom aus erneuerbaren Energien wird durch Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie erzeugt. Je höher der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix in Deutschland ist, umso weniger Treibhausgase werden emittiert – und somit wird das Klima geschont.
Mit 1 Kilowattstunde Strom können – je nach Effizienz der Wärmepumpe – 3 bis 5 Kilowattstunden Wärme produziert werden. Der Umstieg von einer fossil betriebenen Heizung auf eine Wärmepumpe ist meist mit einer spürbaren CO2-Einsparung verbunden.
Einer Studie des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE zufolge, sind die CO2-Einsparungen einer Wärmepumpe erheblich gegenüber einem konventionellen Gaskessel. Wärmepumpen sind das nachhaltige Heizsystem der Zukunft. Und deshalb werden sie aktuell sehr stark gefördert.
Wir unterstützen Sie bei der Recherche und beraten zu technischen Fragen und rund um die Förderung.
Jetzt sind Sie am Zug!
Quelle: [1] https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgasminderungsziele-deutschlands (06.02.2024)
Weiterführende Literatur zu diesem Thema:
Website Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgasminderungsziele-deutschlands
Frank-Michael Baumann: „Ratgeber Wärmepumpe. Klimaschonend, effizient, unabhängig“
Aktuelle Studien zur Effizienz von Wärmepumpen: https://www.ise.fraunhofer.de/de/geschaeftsfelder/klimaneutrale-waerme-und-gebaeude/waermepumpen.html
Den Klimavorteil für das eigene Gebäude berechnen
Klimaschutz in Zahlen
Wie viel CO2 eine Wärmepumpe gegenüber der bisherigen Heizung einspart, lässt sich mit wenigen zentralen Größen bestimmen: Wärmebedarf, Effizienz beider Systeme und die jeweiligen Emissionsfaktoren. So entsteht eine nachvollziehbare Aussage, die zum Gebäude passt.
Für Aussagen über mehrere Jahre werden zusätzlich Annahmen zur Lebensdauer und zur künftigen Stromerzeugung ausgewiesen.
Laut dem Wissenschaftsjournal Science* führt jede Tonne CO2 zu einem Verlust von etwa 3 m² arktischem Eis.
*Notz, Stroeve (2016): Observed Arctic sea-ice loss directly follows anthropogenic CO2 emission, Science

