Petersberger Klimadialog: Bekenntnis zum Klima-Konjunkturprogramm müssen Taten folgen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in ihrer Rede auf dem Petersberger Klimadialog dafür ausgesprochen, Konjunkturprogramme so auszurichten, dass sie eine ökologische Lenkungswirkung entfalten.

 

BEE: „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in ihrer Rede auf dem Petersberger Klimadialog dafür ausgesprochen, Konjunkturprogramme so auszurichten, dass sie eine ökologische Lenkungswirkung entfalten. Damit sendet die Kanzlerin ein wichtiges Signal, denn anstatt alte Strukturen wiederaufzubauen, braucht es eine grundlegende ökologische Modernisierung der deutschen Industrie und Wirtschaftsstruktur. Ein wichtiger Eckpfeiler bildet dabei die moderne Energiewirtschaft, da von ihr Impulse in alle Wirtschaftsbereiche ausgehen. Kanzlerin Merkels Bekenntnis müssen jetzt rasch Taten folgen. In der Energiepolitik hat die Bundesregierung bislang die Chance verpasst, mit dem schnelleren Ausbau Erneuerbarer Energien eine wirtschaftliche Erholung zu unterstützen und dabei die Treibhausgasemissionen wirksam zu mindern.

 [...]

Wir begrüßen ausdrücklich, dass Kanzlerin Merkel in ihrer Rede an der Einführung eines nationalen Emissionshandels im Wärme- und Mobilitätssektor ab 2021 festhält. Bei der Wärme- und Mobilitätswende steht Deutschland noch ganz am Anfang, obwohl auch hier Erneuerbare Technologien zur Verfügung stehen und für schnelle Treibhausgasminderungen sorgen können. Positiv ist auch, dass sich die Kanzlerin dem Ziel der EU-Kommissionspräsidentin angeschlossen hat und das EU-Klimaziel für 2030 auf 50-55% Emissionsreduktion anheben möchte. Das ist das mindeste, denn manche fordern 65 Prozent. Die Bundesregierung muss die Energiepolitik endlich mutig und zukunftsgerichtet gestalten und die damit verbundenen ökologischen und ökonomischen Chancen nutzen. Dafür braucht es jetzt ein kohärentes Gesamtkonzept für den wirtschaftlichen Neustart.“

 

(Den Originaltext finden Sie hier)

Zum Seitenanfang