<h2>Heizvergleich-Studie: Wärmepumpe punktet mit Ökobilanz</h2> | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.Details | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

Heizvergleich-Studie: Wärmepumpe punktet mit Ökobilanz

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Thermondo und toptarif beschäftigt sich mit der Heizungstechnik und dem Heizverhalten in Deutschland. Die Wärmepumpe punktet zwar mit ihrer Umweltfreundlichkeit, weniger als 1,5 Prozent der Befragten heizen jedoch bereits mit einer. Öl- und Gasheizungen machen bei den Befragten mit 72 Prozent den weitaus größten Teil aus.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Deutschen zwar energie- und kostensparend heizen möchten, dies aber aufgrund von Anschaffungs- und Betriebskosten sowie einemInformationsdefizit, was die staatliche Förderung betrifft, nur in geringem Maße auch tun. 

Die Befragten äußerten sich positiv, was Maßnahmen wie den regelmäßigen Anbieterwechsel und Energiespartipps wie richtiges Wohnraumlüften angeht. Die Umweltbilanz des Heizsystems ist laut Umfrage aber nur bedingt ausschlaggebend für die Wahl des Heizsystems. Die Teilnehmer der Umfrage stufen die Wärmepumpe zu 73 Prozent als umweltfreundlich ein, übertroffen nur von Solarenergie mit 94 Prozent. Auf die Frage hin, aus welchen Gründen man mit seiner Heizung unzufrieden sei, wurden an erster Stelle hohe Brennstoffpreise (32 %) genannt, gefolgt von der Brennstoffart (28 %), dem niedrigen Wirkungsgrad (27 %) und erst an vierter Stelle der schlechten Umweltbilanz (24 %, Mehrfachnennungen möglich).

Wichtigste Qualitätskriterien für ein Heizsystem sind eine lange Lebensdauer (75 %), hohe Zuverlässigkeit (75 %) und niedrige Betriebskosten (74 %, Mehrfachnennungen möglich). Immerhin knapp die Hälfte aller Befragten stufte eine gute Ökobilanz des Heizsystems als wichtig ein (46 %). Dennoch denken auch immer mehr Hausbesitzer darüber nach, ihr Heizsystem auf erneuerbare Energien umzurüsten. Im Falle der freien Wahl würden sich rund 27 Prozent der Befragten für Solarthermie, 23 Prozent für Erdgas, 18 Prozent für Erdwärme, 10 Prozent für Holzpellets und 8 Prozent für Fernwärme entscheiden. Erst danach kommt mit rund 7 Prozent die Ölheizung. Die Wärmepumpe liegt bei unter 1,5 Prozent.

Die Umfrage ergibt weiterhin, dass knapp 46 Prozent der Meinung sind, durch bauliche Maßnahmen wie Dämmung, Heizungswechsel oder Sanierung Energiekosten einzusparen zu können. Rund 42 Prozent gehen davon aus, dass man durch einen Heizungswechsel den Energieverbrauch um etwa 20 Prozent senken kann. Allerdings weiß nur ein Drittel der Befragten mit Bestimmtheit darüber Bescheid, welche Fördermöglichkeiten für Sanierungsmaßnahmen es gibt. Über ein Drittel kennt diese gar nicht. Dabei werden Maßnahmen zur energetischen Sanierung und zum Heizungstausch von der KfW-Bank mit günstigen Krediten oder vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem Zuschuss von bis zu 9.300 € gefördert.

Übrigens fühlen sich rund 64 Prozent der Befragten bei 20 bis 22,5 Grad Wohnraumtemperatur am wohlsten.

Zum Seitenanfang