Das einstufige Antragsverfahren im MAP wird abgeschafft.

Das Antragsverfahren für staatliche Förderung beim Heizungstausch wird ab 2018 geändert - Übergangsregelung beachten!

19. October 2017

Ab 2018 wird das sogenannte einstufige Antragsverfahren in der Basisförderung abgeschafft. Für den Einbau einer Wärmepumpe in Bestandsgebäuden bedeutet das, die Beantragung der staatlichen Förderung muss VOR der Auftragsvergabe an den Handwerker erfolgen. Für Anlagen, die in diesem Jahr schon beauftragt wurden, gilt eine Übergangsregelung.

Das einstufige Antragsverfahren bei der BAFA-Förderung wird Ende 2017 abgeschafft. Künftig gibt es damit nur noch ein einziges Antragsverfahren bei der BAFA-Förderung – für alle Antragsteller, Technologien und Gebäude. Es gibt jedoch eine Übergangsregelung.

Der BWP bietet eine Reihe von Informationsangeboten rund um die Förderung. Dazu gehören insbesondere unser Förderratgeber sowie der Förderrechner.

Folgendes müssen Sie beachten:

  • Für alle  Anlagen, die bis zum 31.12.2017 in Betrieb genommen werden, darf noch nach dem alten Verfahren eine Förderung beantragt werden – also im Anschluss an die Inbetriebnahme. Die Neunmonatsfrist ist weiterhin einzuhalten.
  • Für Anlagen, die bis zum 31.12.2017 in Betrieb genommen werden, ist die nachträgliche Antragstellung innerhalb von 9 Monaten weiterhin erlaubt.
  • Für Anlagen, die ab dem 01.01.2018 in Betrieb gehen, aber noch 2017 beauftragt wurden, kann der Antrag ebenfalls nach Inbetriebnahme gestellt werden – allerdings nur bis zum 30.09.2018 und es muss ein zusätzliches Formular für die Inanspruchnahme der Übergangsregelung ausgefüllt werden.
  • Für Anlagen, die ab dem 01.01.2018 beauftragt werden, gilt ausnahmslos das zweistufige Verfahren.


Keine Änderungen gibt es bei....

•    Höhe der Fördersätze

•    Art der förderfähigen Anlagen

•    Technischen Anforderungen


So funktioniert das zweistufige Verfahren

Der Antrag muss VOR dem sog. Vorhabensbeginn gestellt werden.
Als Vorhabensbeginn gilt die Unterzeichnung eines Lieferungs- oder Leistungsvertrages, der der zu fördernden Anlage zuzurechnen ist.
Wird diese Frist nicht eingehalten, wird der Antrag aus formalen Gründen abgelehnt.
Das Vorhaben darf mit Erhalt der Eingangsbestätigung begonnen werden. Zugesagt wird die Förderung jedoch erst mit dem Zuwendungsbescheid.
Das zweistufige Verfahren ist in der Innovationsförderung sowie bei gewerblichen Antragstellern bereits Standard.

Der BWP bietet eine Reihe von Informationsangeboten rund um die Förderung. Dazu gehören insbesondere unser Förderratgeber sowie der Förderrechner.

Zum Thema zweistufiges Verfahren und Übergangsregelung beachten Sie bitte auch unsere

Infopostkarten

 

Mitglieder können diese ab sofort bestellen.

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Den Link zu dem BAFA-Formular für die Übergangsregelung finden Sie hier.

 

Ab wann darf ein Auftrag im zweistufigen Verfahren erteilt werden?

Ab dem Erhalt der Eingangsbestätigung darf der Auftrag ohne Risiko für die Förderung erteilt werden. Der Zuwendungsbescheid muss nicht abgewartet werden. Bei Auftragsvergabe vor Erhalt des Zuwendungsbescheides besteht jedoch prinzipiell das Risiko einer Ablehnung (z.B. aus technischen Gründen). Dies sollte in jedem Fall vorab kommuniziert werden. Kunden, die die Entscheidung für eine Wärmepumpen-Anlage daher vom Erhalt der Förderung abhängig machen, sollten möglichst bis zum Erhalt des Zuwendungsbescheides mit der Auftragsvergabe warten.


Was ist mit Erdwärme-Bohrungen?

Der Zeitpunkt der Beauftragung, Durchführung oder Fertigstellung einer Erdwärme-Bohrung bleibt unerheblich – wie es bereits in der Innovationsförderung gängige Praxis ist. Wichtig ist, dass zum Zeitpunkt der Bohrung die Qualitätsanforderungen (Zertifizierung, Versicherung) erfüllt sind und dieses nachgewiesen werden kann.

Welche Formulare muss man künftig verwenden?

Das BAFA muss die Neuregelung noch umsetzen. Die neuen Formulare für die Basisförderung werden voraussichtlich ab Mitte Dezember zur Verfügung stehen.

 

Warum wird das Verfahren geändert?

Hintergrund dieser Änderung ist, dass das Ministerium im Rahmen einer Förderstrategie plant, die gesamte Förderlandschaft zu verbessern und zu vereinfachen. Dies beinhaltet u.a. auch eine Vereinheitlichung der Antragsverfahren. Zudem verspricht sich das Ministerium eine höhere Sicherheit für Antragsteller. Diese können nun immer den Einbau einer Wärmepumpe mit der Gewissheit über den Erhalt einer Förderung beauftragen, wohingegen sie im einstufigen Verfahren das Risiko trugen, eine einkalkulierte Fördersumme möglicherweise nicht zu bekommen.

Gibt es Informationsmaterialien?

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Wir möchten Sie bitten, Ihre Kollegen und Fachpartner frühzeitig über diese Änderungen zu informieren. Erfahrungsgemäß dauert es eine gewisse Zeit, bis sich Änderungen bei den Förderbedingungen im Markt verbreiten.

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