BEE: Mit Erneuerbaren Energie Kohlestrom ersetzen

BEE: Mit Erneuerbarer Energie Kohlestrom ersetzen - Energiemarkt stärken statt schwächen

07. November 2017

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass ein schrittweiser Kohleausstieg und der Ausbau der Erneuerbaren Energien unmittelbar miteinander verknüpft sind.

"Das in den vergangenen Tagen von Politikern häufig geäußerte Problem, es sei nichts gewonnen, wenn Deutschland Kohlekraftwerke abschalte und anschließend Kohlestrom aus Polen oder Kernenergie aus Frankreich importiert werde, lässt sich mit einem höheren Ausbau Erneuerbarer Energien praktikabel lösen“, sagt Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer Bundesverband Erneuerbare Energie. Deutschland müsse sofort die Ausbaudeckelung für Erneuerbare Energie streichen, nur so könnten die wegfallenden Kohlestrommengen sicher ersetzt werden. Mehr Erneuerbare Energie heißt dann zugleich auch mehr Klimaschutz. Ein schrittweiser Kohleausstieg und mehr Erneuerbare Energie seien direkt miteinander verbunden, da nur so die EU-Verpflichtungen zum Ausbau Erneuerbare Energie eingehalten werden können.

Der BEE setzt sich seit Jahren nachdrücklich für Marktlösungen ein. Er unterstützt die Flexibilisierung des Strommarktes und plädiert dafür, dass sich CO2-Kosten deutlich stärker in den Energiepreisen widerspiegeln müssen. Nur dann sei ein fairer Wettbewerb möglich, so Röttgen und resümiert: „Wie ernst es den Parteien mit marktwirtschaftlichen Instrumenten für den Klimaschutz ist, zeigt sich insbesondere an ihrer Haltung zur CO2-Bepreisung.“ 

Den seitens des BDEW in den Sondierungsgesprächen befürworteten sog. technologieoffenen Leistungsmarkt für in- und ausländische Kohle-, Kernkraft- und Gaskraftwerke lehnt der BEE scharf ab. „Hierbei handelt es sich lediglich um einen Subventionsmechanismus für konventionelle Kraftwerkstechnologien, von dem sogar Kohle- und Kernkraftwerke in den Nachbarländern profitieren würden. Mit einem Marktansatz hat das nichts zu tun – der Markt würde sogar eingeschränkt“, kritisiert Röttgen.

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