Neuer BWP-Fördermonitor: Antragszahlen zeigen stabile Nachfrage nach Wärmepumpen
Mit dem neuen Fördermonitor ergänzen wir den Newsletter um ein Monitoring-Angebot zur kontinuierlichen Auswertung der BEG-Antragszahlen. Aktuell bleiben Wärmepumpen das dominierende Fördersegment in der Heizungsförderung – bei zugleich hoher Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen.
Ziel ist es, die Entwicklung der Antragszahlen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) transparent zu begleiten und insbesondere die Nachfrage nach Wärmepumpensystemen kontinuierlich einzuordnen.
Analog zum etablierten Energiepreismonitor soll der Fördermonitor künftig in regelmäßigen Abständen zentrale Marktdaten aufbereiten und damit eine datenbasierte Einschätzung der Marktentwicklung ermöglichen.
Wärmepumpen dominieren die Förderlandschaft
Ein Blick auf das Jahr 2025 zeigt die zentrale Rolle der Wärmepumpe im Fördergeschehen: Von insgesamt rund 330.000 Förderzusagen entfielen etwa 288.000 auf Wärmepumpen – das entspricht einem Anteil von deutlich über 80 Prozent .
Auch die monatlichen Zahlen belegen eine durchgehend hohe Nachfrage mit einem deutlichen Anstieg zum Jahresende: Allein im Dezember 2025 wurden über 41.000 Wärmepumpen gefördert .
Diese Entwicklung setzt sich im Jahr 2026 fort. In den ersten beiden Monaten wurden bereits rund 47.000 Wärmepumpen im Rahmen der BEG bezuschusst . Damit stellen Wärmepumpen weiterhin mit großem Abstand den wichtigsten Einzelposten innerhalb der Heizungsförderung dar.
Stetige Nachfrage zu Jahresbeginn 2026
Die vorliegenden Zahlen für Januar und Februar 2026 zeigen eine stabile Nachfrage auf hohem Niveau. Nach rund 21.000 geförderten Wärmepumpen im Januar stieg die Zahl im Februar auf über 26.000 Anlagen .
Auch im Verhältnis zu anderen Technologien bleibt die Dominanz der Wärmepumpe deutlich: Biomasseanlagen, Solarthermie oder andere Technologien erreichen nur einen Bruchteil der Antragszahlen.
Eine vollständige Bewertung der aktuellen Marktdynamik wird mit Vorliegen der weiteren Monatszahlen möglich sein. Der Fördermonitor wird diese Entwicklung fortlaufend begleiten.
Förderung bleibt zentraler Stabilitätsfaktor
Die bisherigen Daten unterstreichen die hohe Relevanz der staatlichen Förderung für den Wärmepumpenmarkt. Dies deckt sich auch mit den Ergebnissen der aktuellen Branchenstudie des BWP: Die Förderung wird dort als ein zentrales Instrument für Investitionsentscheidungen im Gebäudesektor hervorgehoben.
Gleichzeitig wird vor kurzfristigen oder abrupten Änderungen gewarnt. Ein deutlicher Einschnitt in die Förderkulisse oder ein grundlegender Systemwechsel könnte laut Einschätzung der Studienautorinnen und -autoren zu einem spürbaren Markteinbruch führen – mit Rückgängen von bis zu rund 40 Prozent.
Vor diesem Hintergrund kommt der Verlässlichkeit der Förderbedingungen eine entscheidende Bedeutung für die weitere Entwicklung des Wärmepumpenmarktes zu.
