Europäischer Wärmepumpenmarkt: 2,62 Millionen Geräte in 2025
Nach Zahlen der European Heat Pump Association wurden 2025 in 16 europäischen Meldeländern 2,62 Millionen Wärmepumpen für Wohngebäude abgesetzt. Der Markt bleibt damit ein zentral für die europäischen Wärmewende.
Wärmepumpen bleiben europäische Schlüsseltechnologie
Im Jahr 2025 wurden in den 16 europäischen Ländern, die ihre jährlichen Absatzzahlen an die European Heat Pump Association (EHPA) melden, 2,62 Millionen Wärmepumpen für Wohngebäude verkauft. Insgesamt sind damit inzwischen rund 28 Millionen Wärmepumpen in Europa installiert und im Einsatz.
Für die Beheizung von Wohngebäuden dominieren weiterhin Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sie bilden in vielen europäischen Märkten das zentrale Segment für den Umstieg auf erneuerbare Wärme.
Mehrheit der Luft-Wasser-Wärmepumpen aus europäischer Fertigung
Die EHPA hat zudem erhoben, wo die in Europa abgesetzten Wärmepumpen gefertigt wurden. Die Ergebnisse decken rund 70 Prozent des erfassten Marktvolumens ab. Demnach wurde die Mehrheit der in Europa installierten Luft-Wasser-Wärmepumpen auch in Europa produziert. Der Anteil chinesischer Fertigung lag bei rund zehn Prozent.
Besonders hoch ist der europäische Fertigungsanteil im Monoblock-Segment: Hier wurden laut EHPA rund 80 bis 90 Prozent der Geräte in Europa hergestellt. Auch bei Außeneinheiten liegt der Anteil europäischer Produktion sehr hoch.
Industriepolitische Bedeutung wächst
Die Zahlen unterstreichen die industriepolitische Bedeutung der Wärmepumpenbranche. Mit dem „Industrial Accelerator Act“ will die EU die Produktion von Clean-Tech-Produkten in Europa stärken. Wärmepumpen zählen dabei zu den Technologien, die für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und industrielle Wertschöpfung gleichermaßen relevant sind.
EHPA-Direktor Paul Kenny verweist zugleich auf ungenutzte Kapazitäten: „Die Wärmepumpenbranche liefert bereits. Doch ihre 300 Fabriken könnten mehr als dreimal so viele Wärmepumpen produzieren, wenn die Nachfrage da wäre.“ Entscheidend seien dafür unter anderem verlässliche politische Rahmenbedingungen, klare Fördermaßnahmen und ein Strompreis, der den Umstieg auf effiziente elektrische Heizsysteme unterstützt.
Weitere Hintergründe und Grafiken finden sich im ausführlichen Beitrag im BWP-Blog.
