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DWD: Hitzesommer wie 2018 werden häufiger

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine vorläufige Bilanz für die Monate April-Juli gezogen. Diese waren im Schnitt deutlich zu heiß und zu trocken. Der Klimawandel verdoppele die Chance für das Auftreten solcher Hitzesommer.

„Meteorologische Extremereignisse, einschließlich Temperaturrekorde und Hitzewellen, Dürren und intensive Starkniederschläge haben die erste Hälfte des Sommers an außergewöhnlich vielen Orten der nördlichen Hemisphäre geprägt.“ Zu dieser Erkenntnis kommt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Bilanz für die letzten Monate. Auch in Deutschland sind diese Auswirkungen zu spüren: Im Vergleichszeitraum April-Juli liegt die durchschnittliche Temperaturabweichung ca. dreieinhalb Kelvin über dem langjährigen Mittel. Besonders auffällig ist, dass seit den Neunziger-Jahren zwar ausnahmslos alle Jahre über dem langjährigen Mittel liegen – im Jahr 2018 jedoch nochmals deutlicher als in den Vorjahren.

Mit Bezug auf eine von der Universität Oxford und dem niederländischen Wetterdienst veröffentlichte Studie verweist der DWD zudem darauf, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Hitzewelle wie in diesem Jahr im Vergleich zu einer Welt vor dem anthropogenen Klimawandel verdoppelt hat.

Dies unterstreicht den akuten Handlungsbedarf in allen Energiesektoren – Strom, Wärme und Verkehr. Die Emissionen müssen hier rasch reduziert werden. BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel hebt dafür die Bedeutung eines raschen Kohleausstiegs und der Einführung einer CO2-Abgabe auch im Wärmesektor hervor: „Die Stromsteuer verhindert die Sektorkopplung. Sie sollte gestrichen und durch eine CO2-Abgabe gegenfinanziert werden.“, so Sabel im Interview mit dem Energienachrichtendienst energate. Nur entschiedenes Handeln helfe dabei, künftige Klimaextreme bestmöglich zu mindern.

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