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Bundesländer sind wesentliche Treiber der Energiewende

Aktuelle Zahlen, Infografiken, Interviews und Texte zum aktuellen Status der Energiewende auf Länderebene sind in der neuen AEE-Publikation „Statusreport Föderal Erneuerbar 2018“ zu finden.

Im Statusreport werden die bisherigen Entwicklungen und die Perspektiven der Energiewende in Deutschland analysiert. Die Grundlage für das deutsche Voranschreiten, bildet die Entwicklung in den Bundesländern.  Dafür werden die verschiedenen Technologien und Sektoren genauer unter die Lupe genommen und darauf eingegangen, welche Rolle und Kompetenzen die Länder überhaupt im Energiewende-Prozess haben und wie man die Unterschiede zwischen Föderalstaaten einordnen kann. Unter anderem, ließ sich angesichts der unterschiedlichen Energiewende-Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern beobachten, wie stark die Landesregierungen über eigene Regelungen, Raumordnungen, Forschungs- und Förderprogramme Einfluss nehmen können.

So individuell jedes Bundesland ist, so individuell gestaltet sich auch dessen Energiewende. „Mit unserer neuen Publikation bringen wir mehr Transparenz in den Fortschritt der Energiewende auf Länderebene. Die gesammelten Informationen geben einen fundierten Überblick über die energiepolitischen Schwerpunkte und Entwicklungen der einzelnen Länder“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. „Der Report zeigt, dass sich die Vielfalt der Bundesländer auch in unterschiedlichen, individuellen Energiewende-Ansätzen widerspiegelt. Das ist gut so, denn die Energiewende braucht vielfältige, dezentrale und passgenaue Lösungen.“

„Ganz gleich ob es um den Umbau des Kraftwerksparks, die Ansiedelung und Förderung zukunftsgerichteter Energie-Unternehmen oder die Erhaltung der Akzeptanz für die Energiewende geht: Die Länder […] können eine Menge voneinander lernen. So können sie das Tempo der Energiewende als Ganzes vorantreiben – was angesichts des deutlichen Verfehlens der Klimaziele 2020 auch nötig ist“, fasst Vohrer zusammen. 

Der Report geht mit Länderportraits, Kennziffern, Grafiken, Interviews und Best-Practice-Beispielen tief in die Details der deutschen Energielandschaft. Dabei kommen viele erstaunliche Leistungen der Länder zutage, die in den anderen Bundesländern kaum bekannt sind. Hier ein paar Highlights: Baden-Württemberg wird immer als Solarland wahrgenommen, tatsächlich ist das Bundesland aber nicht nur der zweitgrößte Anwender von Photovoltaik und Solarthermie nach Bayern, sondern auch Deutschlands Vorreiter bei "Power-to-Gas"-Anlagen, die Ökostrom in Methan verwandeln, beispielsweise für den umweltfreundlichen Straßenverkehr. Auch kaum bekannt: Niedersachsen kennt man als Eldorado für Windkraft, das Land ist aber auch der größte Produzent von Strom aus Biomasse in Deutschland. Am meisten Windkraft pro Quadratmeter Landesfläche wird erstaunlicherweise nicht in Niedersachsen, sondern in der Hansestadt Bremen erzeugt. Auch interessant: Bayern ist das Land mit den meisten Bürgerenergiegesellschaften in Deutschland. Mecklenburg-Vorpommern hat die Solar-Batteriespeicher mit der durchschnittlich höchsten Kapazität. Und im Saarland ist der Anteil an elektrifizierten Schienenstrecken unter den Flächenländern am größten (Quelle: BMWi).

Zur Pressemitteilung der AEE geht es hier.

Die einzelnen Teilkapitel des Statusreportes, der im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projektes Föderal Erneuerbar erstellt wurde, können hier in der Mediathek des AEE-Bundesländerportals kostenlos heruntergeladen werden.

Die Druckausgabe kann bei Bestellung von Einzelexemplaren hier kostenfrei über den Shop der AEE bezogen werden.

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