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Agora Energiewende veröffentlicht Jahresrückblick

2018 war ein Ausnahmejahr der Energiewende – aber eines mit gemischter Bilanz.

Agora Energiewende legt einen Jahresrückblick „Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018“ vor. Das Jahr 2018 konnte einige Rekordertäge im Namen der Erneuerbaren Energien verzeichnen, denn zum ersten mal stammte genauso viel Strom aus Erneuerbaren wie aus Kohle. Der Anteil an Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch betrug ganze 38,2 Prozent. Dies war dank des sonnenreichen Jahres und dem wieder angekurbelten Photovoltaik-Ausbau möglich. Der Windstrom hinkte allerdings aufgrund eines mäßigen Windjahres und dem drastischen Einbruch des Windkraftzubaus (rund 50 Prozent) hinterher.

Die CO2-Emissionen in Deutschland haben sich reduziert: Sie sanken um mehr als 50 Millionen Tonnen – ein Rückgang von 5,7 Prozent nach einer Stagnation im Vorjahr. Die Treibhausgasemissionen Deutschlands liegen damit um 31,7 Prozent unter dem Niveau des Jahres 1990. Parallel dazu sank der Primärenergieverbrauch Deutschlands um fünf Prozent. Er erreicht damit den niedrigsten Stand seit Anfang der 1970er-Jahre. Dieser Trend ist jedoch nicht nachhaltig. Größtenteils wird die Reduzierung auf die milde Witterung im Winter zurückgeführt welche mit einem niedrigeren Heizenergiebedarf einherging. „Der Emissionsrückgang rückt auf den ersten Blick zwar das Klimaschutzziel 2020 in greifbare Nähe, doch schon der nächste durchschnittlich kalte Winter und kleinere konjunkturelle Veränderungen werden die positive Entwicklung wieder zunichtemachen“, warnt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. 

Der Zuwachs bei der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien war mit 12,4 Terawattstunden unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Ein Wachstum auf diesem Niveau reicht nicht aus, um das von der Regierung vereinbarte Ziel, 65 Prozent des Stroms bis zum Jahr 2030 aus Wind, Sonne und Co. zu gewinnen, zu erreichen. „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss daher beschleunigt werden“, sagt Graichen. 

Die Analyse „Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018“ können Sie hier lesen. 

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