BWP-Pressefahrt 2026 führt ins „Heat Pump Valley“ Oberfranken

  • News  Pressemitteilungen  Newsletter
  • Wärmepumpenmarkt  Wärmewende  Kommunale Wärmeplanung  Heizungsmodernisierung  Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG)

Wie vielfältig Wärmepumpen heute bereits eingesetzt werden, zeigte die BWP-Pressefahrt 2026 nach Oberfranken am 6. und 7. Mai. Während in Berlin um den Referentenentwurf des neuen GModG gerungen wird, laufen in Deutschland bereits mehr als 2 Millionen Wärmepumpen nicht nur in kleinen Wohnhäusern, sondern genauso in Mehrfamilienhäusern, Quartieren und gewerblichen Objekten. Die diesjährige Frühjahrs-Pressereise des BWPs gab Einblick in ein breites Spektrum an Anwendungen in Nordbayern, die die Wärmewende in der Praxis sichtbar machen.

Den Auftakt bildete eine Werksbesichtigung bei Glen Dimplex in Kulmbach. Am oberfränkischen 
Standort entwickelt und fertigt das Unternehmen Wärmepumpen „Made in Bavaria“. Knapp 700 
Beschäftigte arbeiten dort.  Jährlich verlassen rund 50.000 Wärmepumpen die Produktionshallen. Das Spektrum reicht von Wärmepumpen mit Leistungen bis 180 kW bis zu Kühlaggregaten mit 
Kälteleistungen bis 226 kW. Die Pressegruppe erhielt Einblicke in Produktion, Prozesse und lokale 
Wertschöpfung am Standort. 

Im Anschluss ging es zum Landratsamt Kulmbach. Das Verwaltungsgebäude aus den 1960er Jahren 
wurde über die Jahre umfassend saniert, unter anderem mit energetischer Fassadensanierung, neuen Fenstern und einer Photovoltaikanlage. Die frühere Wärmeversorgung über Erdgas wurde inzwischen durch drei Luft-Wasser-Wärmepumpen ersetzt, die direkt vor dem Bürogebäude installiert sind und durch Solarstrom vom Dach unterstützt werden. Landrat Jonas Gleich (CSU), seit dem 1. Mai im Amt, begrüßte die Teilnehmer vor Ort und erläuterte gemeinsam mit den Technikteam die technologische Umstellung. 

Die dritte Station führte zur Emons Logistikhalle in Thurnau. Auf einem rund 3,5 Hektar großen 
Grundstück werden dort 16.000 Quadratmeter Logistikfläche sowie ein 700 Quadratmeter großer 
Bürotrakt beheizt und gekühlt. Zum Einsatz kommt eine Kaskade aus vier Luft-Wasser-
Wärmepumpen. Die Anlage zeigt, dass Wärmepumpen auch in großen Gewerbe- und 
Logistikimmobilien zuverlässig beide Aufgaben übernehmen können: Wärmeversorgung im Winter 
und Kühlung im Sommer. Passend zum Thema lagern in der Halle zudem zahlreiche Wärmepumpen 
des Herstellers ait Deutschland (alpha innotec). Andreas Wimmer von ait erläuterte die Technik hinter der Halle gemeinsam mit Matthias Barth vom Fachhandwerksbetrieb Schwender. Das Unternehmen mit Tradition seit 1701, übernahm die Installation der Wärmepumpen für die Speditionshalle. Herr Schwender begrüßte die Journalisten und gab spannende Einblicke in sein Unternehmen. 

Zum Abschluss des ersten Tages besichtigte die Gruppe das Quartiersprojekt „Joseph“ in Bayreuth. 
Auf dem Areal entsteht derzeit ein modernes Wohnquartier mit rund 500 Wohneinheiten. Die 
Wärmeversorgung setzt auf ein nachhaltiges Energiekonzept mit 170 Erdsonden, die jeweils bis zu 
100 Meter tief reichen. Über die Nutzung von Erdwärme soll das Quartier künftig effizient beheizt 
und gekühlt werden. Auf der Baustelle konnten die Journalisten mit den beteiligten Unternehmen 
Weishaupt, BaugrundSüd und Getec über Planung, Umsetzung und technische Anforderungen 
sprechen. 

Am zweiten Tag stand Bamberg im Mittelpunkt. Erste Station war das Gründerzentrum Lagarde 1. 
Dort wurde ein innovatives Energiesystem zum Heizen und Kühlen realisiert. Herzstück ist ein 
unterirdischer Eisenergiespeicher mit vier Metern Höhe, 13 Metern Breite und einem Volumen von 
440.000 Litern. Mit einer Heizlast von 205 kW und einer Kühllast von 150 kW deckt das System die energetischen Anforderungen des Gebäudes ab. Regeneriert wird der Speicher über 67 Solar-
Luftkollektoren auf dem Flachdach, die Umweltwärme in den Eisspeicher eintragen. Die Pressegruppe konnte neben der Technikzentrale auch den Solar-Luft-Kollektoren auf dem Dach sowie den Eisspeicher besichtigen. 

Den Abschluss der Pressefahrt bildete der Lagarde Campus Bamberg mit dem Cluster-Treff Wärme 
4.0 von Bayern Innovativ. Im Fokus standen innovative Wärmenetzlösungen, Nahwärmenetze und 
zukunftsfähige Quartierskonzepte. Besonders deutlich wurde dies bei der Besichtigung des 
Zukunftsquartiers 4.0 auf dem Lagarde Campus. Hier gab es Einblicke in Themen wie oberflächennahe Geothermie, Abwasserwärme, saisonale Speicherung und ein kaltes Netz, welche hier zu einem integrierten Versorgungskonzept verbunden werden.  
Die besuchten Projekte zeigen, wie die Wärmewende in der Praxis funktioniert – regional verankert, 
technologisch vielfältig und skalierbar: vor allem das breite Spektrum an möglichen Wärmequellen 
und deren Verknüpfung für den Einsatz in großen gewerblichen Objekten und gemischten Quartieren. 

Weitere Infos unterhttps://www.waermepumpe.de/presse/pressemitteilungen/ 
https://www.waermepumpe.de/presse/pressefahrten/uebersicht/

Für alle, die nicht dabei sein konnten, steht auf Anfrage weiteres Pressematerial zur Verfügung. 
Über den Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. 
Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V. ist ein Branchenverband mit Sitz in Berlin, der die 
gesamte Wertschöpfungskette rund um Wärmepumpen umfasst. Im BWP sind über 1.350 
Unternehmen der Heizungsindustrie, Handwerksunternehmen, Planungs- und Architekturbüros, 
Bohrfirmen sowie Energieversorger organisiert, die sich für den verstärkten Einsatz effizienter 
Wärmepumpen engagieren. 

Die deutsche Wärmepumpen-Branche beschäftigt rund 100.000 Personen und erwirtschaftet einen 
Jahresumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro. Derzeit werden in Deutschland knapp zwei Millionen 
Wärmepumpen genutzt. Die hier verbauten Anlagen werden zu rund 95 Prozent von BWP-
Mitgliedsunternehmen hergestellt.  

Pressekontakt: 
Katja Weinhold / Peter Kuscher 
Hauptstraße 3 
10827 Berlin 
Telefon: 030 208 799 716 
E-Mail: presse@waermepumpe.de 

Eine Gruppe von Personen in blauen Westen steht in einer Fabrikhalle. Ein Mann in schwarzer Kleidung spricht zu ihnen, während einige der Anwesenden Notizen machen oder Fotos mit ihren Handys aufnehmen. Im Hintergrund sind industrielle Maschinen und Ausrüstungen zu sehen.