Wärmepumpe prägt Neubau
Die Wärmepumpe festigt ihre führende Rolle im Wohnungsneubau. Eine Auswertung des BDEW zeigt: Auch bei neuen Mehrfamilienhäusern wird inzwischen mehr als jedes zweite Gebäude hauptsächlich mit einer Wärmepumpe beheizt.
Bei den im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäuden in Deutschland erreichte die Wärmepumpe einen Anteil von 73,6 Prozent – nach 69,4 Prozent im Vorjahr. Damit ist sie mit deutlichem Abstand die meistgenutzte Heiztechnik im Neubau. Das zeigt das „Trendbarometer Neubau“ des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), das Daten der Statistischen Landesämter zur hauptsächlichen Heizenergie auswertet.
Besonders etabliert ist die Technologie in Ein- und Zweifamilienhäusern: Hier wurden 2025 bereits 78 Prozent der neuen Gebäude mit Wärmepumpen ausgestattet. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 74,1 Prozent.
Mehrheit im Mehrfamilienhaus
Auch im mehrgeschossigen Wohnungsbau gewinnt die Wärmepumpe weiter an Bedeutung. Bei neu errichteten Mehrfamilienhäusern stieg ihr Anteil von 45,9 Prozent im Jahr 2024 auf 52,7 Prozent im Jahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von 6,8 Prozentpunkten innerhalb eines Jahres. Gegenüber 2014 hat sich der Anteil mehr als verdreifacht.
Die Entwicklung zeigt: Wärmepumpen sind längst nicht nur eine Lösung für das Eigenheim. Auch beim Neubau von Mehrfamilienhäusern haben sie sich als zentrale Heiztechnik etabliert. Bereits seit 2022 liegen sie in diesem Gebäudesegment vor Gasheizungen; mittlerweile versorgen sie die Mehrheit der neu errichteten Gebäude.
Bestand bleibt entscheidend
Der Erfolg im Neubau ersetzt jedoch nicht die Modernisierung bestehender Heizungen. Die Zahl neu errichteter Wohngebäude ging 2025 laut BDEW um rund 23 Prozent auf etwa 58.900 zurück. Gleichzeitig prägen Gas- und Ölheizungen weiterhin die Wärmeversorgung im Wohnungsbestand. Allein durch neue Gebäude verändert sich dessen Beheizungsstruktur deshalb nur langsam.
Für den weiteren Wärmepumpenhochlauf setzt sich der BWP daher für verlässliche Investitionsbedingungen, eine stabile Heizungsförderung und wettbewerbsfähige Strompreise ein. Eigentümer benötigen eine belastbare Grundlage für ihre Heizungsentscheidung – ebenso wie Fachhandwerk und Hersteller für ihre Investitionen und Kapazitätsplanung.
