BWP-Fördermonitor: Wärmepumpen-Zusagen steigen im Juni deutlich
Die aktuellen Zahlen zur BEG-Heizungsförderung zeigen: Wärmepumpen bleiben auch im ersten Halbjahr 2026 mit Abstand die wichtigste Technologie im Fördergeschehen. Bis Ende Juni wurden mehr als 184.000 Wärmepumpen-Zusagen erteilt.
Wärmepumpe bleibt klar führend
Die BEG-Heizungsförderung zeigt auch im ersten Halbjahr 2026 eine starke Nachfrage nach Wärmepumpen. Von Januar bis Juni wurden insgesamt 203.481 Zusagen ohne Zusatzanträge erteilt. Davon entfielen 184.581 Zusagen auf Wärmepumpen. Damit machen Wärmepumpen weiterhin rund 91 Prozent der geförderten Wärmeerzeuger aus.
Besonders deutlich fällt der Anstieg im Juni aus: Nach 33.531 Wärmepumpen-Zusagen im Mai wurden im Juni 39.298 Zusagen erteilt. Auch die Gesamtzahl der Zusagen ohne Zusatzanträge stieg im Juni auf 42.770 und erreichte damit den bisherigen Monatshöchstwert des Jahres.
Andere Technologien mit deutlichem Abstand
Andere geförderte Technologien liegen weiterhin deutlich hinter der Wärmepumpe. Im ersten Halbjahr wurden 12.695 Zusagen für Biomasse, 5.773 Anschlüsse an Wärmenetze und 1.485 solarthermische Anlagen gezählt. Wasserstofffähige Heizungen kamen auf 78 Zusagen, Brennstoffzellenheizungen auf sechs und innovative Heizungstechnik auf eine Zusage.
Auch bei der Betrachtung der Förderboni zeigt sich eine hohe Inanspruchnahme. Insgesamt wurden bis Ende Juni 243.252 Zusagen mit Zusatzanträgen erfasst. Dabei wurden 164.577 Effizienzboni, 134.187 Klimageschwindigkeitsboni und 48.011 Einkommensboni gezählt. Aufgrund der Kombinationsmöglichkeiten kann die Zahl der Boni die Zahl der Zusagen übersteigen.
Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg vorne
Bei den Wohngebäuden wurden die meisten Zusagen mit Zusatzanträgen in Nordrhein-Westfalen erteilt. Dort wurden bis Ende Juni 51.839 Zusagen gezählt. Es folgen Bayern mit 38.391 und Baden-Württemberg mit 38.038 Zusagen. Niedersachsen liegt mit 28.809 Zusagen ebenfalls deutlich vor den weiteren Bundesländern.
Bei Nichtwohngebäuden zeigt sich ein ähnliches Bild: Nordrhein-Westfalen liegt mit 844 Zusagen vorn, gefolgt von Baden-Württemberg mit 794 und Bayern mit 766 Zusagen. Insgesamt wurden für Nichtwohngebäude 4.058 Zusagen mit Zusatzanträgen erfasst.
Förderung bleibt zentraler Marktfaktor
Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung der BEG-Heizungsförderung für den Wärmepumpenmarkt. Die Förderung stabilisiert Investitionsentscheidungen von Gebäudeeigentümern und schafft Nachfrage im Fachhandwerk, in Planung und Industrie. Zugleich zeigen die hohen Monatswerte im Juni, dass verlässliche Förderbedingungen für den weiteren Markthochlauf entscheidend bleiben.
Der BWP wird die Entwicklung der Antrags- und Zusagezahlen weiter beobachten und regelmäßig im Fördermonitor einordnen.
