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Smart Grid & Digitalisierung

Kernziel

Die Digitalisierung des Energiesystems ist eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Wärmewende. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien wird Strom zunehmend dann erzeugt, wenn Wind und Sonne verfügbar sind. Um dieses Angebot effizient zu nutzen, braucht es flexible Verbraucher – wie Wärmepumpen – die ihren Stromverbrauch an das Energiesystem anpassen können. Dafür sind digitale Infrastrukturen unerlässlich.

  • Eine Schlüsselrolle spielt dabei der flächendeckende Rollout intelligenter Messsysteme (Smart Meter). Sie schaffen die Grundlage, um Verbrauch transparent zu machen, Flexibilität zu erschließen und Wärmepumpen netzdienlich zu betreiben. Gleichzeitig ermöglichen sie neue Geschäftsmodelle, wie dynamische Tarife oder flexible Netzentgelte, von denen Verbraucher unmittelbar profitieren können.
  • Der zügige und flächendeckende Einbau von Smart Metern ist daher entscheidend, um die Potenziale der Wärmepumpe im digitalen Energiesystem zu heben. Nur so können Effizienzgewinne realisiert, Netze entlastet und die Integration erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben werden.
  • Dafür muss der flächendeckende Smart-Meter-Rollout deutlich beschleunigt werden, zum Beispiel durch die Sicherstellung eines funktionierenden Wettbewerbs bei Messstellenbetreibern sowie die Vereinfachung und Standardisierung von Netzanschlussverfahren. Ziel ist es, digitale Prozesse effizienter zu gestalten, Hürden für Verbraucher und Unternehmen abzubauen und die Wärmepumpe als integralen Bestandteil eines intelligenten Energiesystems zu etablieren. So profitieren nicht nur Verbraucher, sondern auch das Stromnetz.

Kurzstudie: Flexible Wärmepumpen im Verteilnetz

Die Kurzstudie des Fraunhofer IEE im Auftrag des Bundesverbands Wärmepumpe untersucht, wie sich der wachsende Einsatz von Wärmepumpen auf die Verteilnetze auswirkt und welches Potenzial in ihrem flexiblen Betrieb steckt. Anhand eines modellierten Niederspannungsnetzes zeigt sie, dass bereits einfache, freiwillige Regelungsmechanismen Netzengpässe deutlich reduzieren und den erforderlichen Netzausbau im untersuchten Beispiel um bis zu 23 Prozent verringern können.

Consentec: Wärmepumpen im Verteilnetz

Die kompakte Erläuterung von Consentec im Auftrag des Bundesverbands Wärmepumpe zeigt, wie sich der wachsende Einsatz von Wärmepumpen auf Stromverbrauch und Verteilnetze auswirkt. Sie ordnet Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Netzbelastung ein und erläutert, wie Wärmepumpen durch einen flexiblen Betrieb Verbraucher entlasten und zugleich das Stromsystem unterstützen können.

Ansprechpartner Politik

Dr. Björn Schreinermacher
Stv. Geschäftsführer BWP e.V.
Leiter Politik
 

Johanna Otting
Referentin Politik und Energiewirtschaft