BWP Energiepreis-Monitor 2026
Der Konflikt im Nahen Osten wirbelt die Energielandschaft auf. Erstmals seit mehreren Jahren liegt der Faktor von Strom- zu Gaspreisen auf einem Niveau von etwa 2 zu 1 - seither hat der Strompreis allerdings nachgezogen. Unser Energiepreis-Monitor mit den passenden Grafiken bis September 2026!
Aktuelle Entwicklung:
Am 6. Oktober lag der Haushaltsstrompreis für Neukunden laut dem Vergleichsportal Verivox bei 30,9 Cent je Kilowattstunde, der Gaspreis bei 12,47 Cent. Das entspricht einem Verhältnis von 2,48 zu 1. Seit dem 15. September entspricht dies einem Anstieg um 23,6 Prozent beim Strom und 2,6 Prozent beim Gas. Damit zieht der Strompreis gegenüber dem Gaspreis nach, der zuvor einen starken Anstieg zu verzeichnen hatte.
Die Entwicklung steht im Umfeld anhaltender Unsicherheit auf den internationalen Energiemärkten. Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur vom 5. Oktober wirken sich die Entwicklungen im Nahen Osten auch auf die europäischen Gasgroßhandelspreise aus. Die Gasversorgung in Deutschland ist nach Angaben der Bundesnetzagentur zugleich stabil und die Versorgungssicherheit gewährleistet. Wie stark Großhandelspreise in Haushaltstarifen ankommen, hänge unter anderem von den Beschaffungsstrategien und Vertragsbedingungen der Anbieter ab.
So funktioniert der Monitor:
Im Energiepreis-Monitor geben wir regelmäßig einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen von Strom- und Gaspreisen. Durch die komplexe Preislandschaft kann nicht von dem einen Energiepreis gesprochen werden. Im folgenden konzentrieren wir uns auf die Neukundenpreise: Gezeigt wird der Verlauf und das Verhältnis der Strompreise für Neukunden. Diese Werte setzen sich aus dem Arbeitspreis und dem Grundpreis zusammen und basieren auf dem deutschlandweit gewichteten Mittel des günstigsten Tarifs je Postleitzahl. Nur Neukundentarife mit einer Preisgarantie von 12 Monaten inklusive Boni werden berücksichtigt. Diese Tarife können stark von laufenden Verträgen abweichen, insbesondere durch volatile Beschaffungskosten und kurzfristige Tarifangebote.
Darüber hinaus gibt es gesonderte Preischarts für Bestandskunden - da die Eurostat-Statistiken nachlaufende Statistiken sind, können wir hier nur das Bild auf Basis des aktuellsten Berichts für das Jahr 2024 wiedergeben.
