Ad-Hoc Statement BWP zum Eckpunktepapier Heizungsregeln
Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. kommentiert das von den Fraktionsvorsitzenden der Koalition vorgelegte Eckpunktepapier.
Die Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und SPD im Deutschen Bundestag haben am Abend des 24. Februar Eckpunkte für die Überarbeitung der Heizungsregeln in Deutschland vorgestellt. Der BWP erkennt grundsätzlich an, dass es sich beim Reformvorhaben um einen schweren Weg der Kompromissfindung zwischen unterschiedlichen Positionen handelt.
BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel kommentiert zentrale Punkte wie folgt:
Klimawirksamkeit der Vorschläge
"Die Koalition kündigt die Abschaffung der 65-Prozent-Regel aus dem Gebäudeenergiegesetz an. Laut verschiedener Rechtsgutachten muss das Gebäudemodernisierungsgesetz eine hinsichtlich Klimaschutz und Erneuerbarer-Wärme-Ausbau genauso hohe Wirksamkeit entfalten wie sein Vorgänger."
Drohende Rechtsunsicherheit für die Verbraucher
"Die Ankündigung einer ab 2028 bei maximal 1 Prozent angesetzten Grüngasquote und einer begleitenden Grüngastreppe für neue Geräte erscheint für sich genommen nicht geeignet, den Klimaschutz in einem ausreichenden Maße zu erreichen. Dies führt im Umkehrschluss zu einer immanenten Rechtsunsicherheit, ob die angekündigten gesetzlichen Regelungen nachhaltig Bestand haben werden. Die Politik sollte eine dritte Auseinandersetzung um das Gebäudeenergiegesetz jedenfalls vermeiden, in dem es klare Regeln formuliert, die langfristig Investitionssicherheit für Gebäudeeigentümer bieten."
Bedeutung der Fortführung der Heizungsförderung
“Umso wichtiger ist die Ankündigung, die Heizungsförderung bis mindestens 2029 auskömmlich finanziert weiterzuführen. Dabei muss allerdings auch schnell klargestellt werden, dass die bewährte Fördersystematik und das Förderniveau erhalten bleiben. Denn die Verbraucherinnen und Verbraucher haben zwar oft bereits verstanden, welche wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken mit dem Betrieb fossiler Heizungen verbunden sind. Allerdings muss der Wille zur erneuerbaren Wärmeversorgung weiter durch eine verlässliche Heizungsförderung unterstützt werden, um die positive Marktdynamik fortzuführen."
Eine umfassende Einordnung nimmt der BWP in einem Online-Pressegespräch am 26.02.2026 um 9:00 Uhr vor. Pressevertreterinnen und Vertreter können sich bei Interesse mit einer E-Mail an das Pressebüro (presse@waermepumpe.de) anmelden. Bekannte Pressekontakte melden wir automatisch an - in unklaren Fällen behält sich der BWP eine Prüfung der Pressezugehörigkeit vor.
