Stromsteuer für alle senken: BWP und weitere Verbände fordern schnelle Umsetzung

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Gemeinsam mit zwölf weiteren Verbänden fordert der Bundesverband Wärmepumpe (BWP), die Stromsteuer für alle privaten Haushalte und Unternehmen schnellstmöglich und dauerhaft auf das europäische Mindestmaß zu senken. Das Bündnis sieht darin einen wichtigen Schritt für bezahlbare Energie und bessere Investitionsbedingungen – auch für Wärmepumpen.

In einem gemeinsamen Appell vom 29. Oktober 2026 an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil begrüßen die Unterzeichner die jüngsten Initiativen des Bundeskanzlers und der Ministerpräsidentenkonferenz zur Stromsteuersenkung. Die Bundesregierung müsse dem politischen Signal nun konkrete Schritte folgen lassen und das entsprechende Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen.

Entlastung ohne weiteren Aufschub

„Stromrechnungen müssen heute bezahlt werden“, heißt es in dem Appell. Die Senkung der Stromsteuer dürfe deshalb nicht von finanziellen Spielräumen abhängig gemacht werden, die erst künftig entstehen könnten.

Die Verbände verweisen auf die Belastungen durch anhaltend hohe und schwankende Energiekosten. Niedrigere Stromkosten könnten die Kaufkraft privater Haushalte stärken, die Liquidität von Unternehmen verbessern und Investitionen erleichtern. Eine breite Entlastung könne damit selbst zusätzliche wirtschaftliche Impulse auslösen.

Bessere Bedingungen für Wärmepumpen und elektrisches Heizen

Für die Wärmewende sind bezahlbare Strompreise ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Eine geringere Stromsteuer kann die Betriebskosten von Wärmepumpen senken und den Umstieg auf elektrisches Heizen attraktiver machen. Mit seiner Unterstützung des Appells setzt sich der BWP dafür ein, diese Entlastung verlässlich und dauerhaft zu verankern.

Das gemeinsame Schreiben nennt Wärmepumpen und Großwärmepumpen ausdrücklich als Technologien, die Investitionen vor Ort fördern und die Abhängigkeit von Kostenrisiken bei Energieimporten verringern können. Wettbewerbsfähige Strompreise sollen nach Auffassung der Unterzeichner die Elektrifizierung von Gebäuden, Verkehr und Industrie voranbringen und zugleich das Vertrauen in die Verlässlichkeit politischer Zusagen stärken.

Neben dem BWP unterstützen unter anderem der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, der Verbraucherzentrale Bundesverband, der Handelsverband Deutschland sowie die Elektroverbände ZVEH und ZVEI den Appell.

Mehrere Logos deutscher Verbände, darunter der Bundesverband Kooperierender Mittelstand, Verbraucherzentrale und bdew. Die Logos stehen in einer Anordnung auf einem hellen Hintergrund, mit einem Hand- und Stecker-Symbol im unteren Bereich.