Branchenverbände fordern Nachbesserungen an der Chemikalien-Klimaschutzverordnung
Gemeinsame Stellungnahme begrüßt Entwurf zur Umsetzung der F-Gase-Verordnung, mahnt aber praxisgerechte Anpassungen an.
Mit dem Referentenentwurf zur Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV) setzt die Bundesregierung die EU-F-Gase-Verordnung in nationales Recht um. Ziel ist es, den Einsatz von fluorierten Treibhausgasen zu begrenzen und die Zertifizierungspflichten für Fachkräfte zu regeln. Für die Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche ist dies von zentraler Bedeutung, da sie unmittelbar von den neuen Vorgaben betroffen ist.
In einer gemeinsamen Stellungnahme begrüßen BIV, BTGA, BWP, Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik, FGK und VDKF den Entwurf grundsätzlich, sehen aber noch Anpassungs- und Optimierungsbedarf.
Die Verbände fordern u. a.:
- einen klaren Hinweis, dass Sachkundebescheinigungen nicht zum Handwerksrolleneintrag berechtigen,
- ein schnelles Inkrafttreten, um dringend benötigte Auffrischungskurse starten zu können,
- sowie eine staatliche Förderung der Schulungen, analog zum Aufbauprogramm Wärmepumpe (BAW).
Darüber hinaus plädieren die Verbände für praxisnahe Regelungen, etwa zur Rücknahme von Kältemitteln, differenzierte Sachkundebescheinigungen für bestimmte Berufsgruppen sowie klare Mindestanforderungen an Schulungen und Prüfungen.
Die Stellungnahme macht deutlich: Damit die Klimaziele im Gebäudesektor erreicht werden können, müssen die rechtlichen Vorgaben praxisgerecht, verständlich und förderpolitisch flankiert sein.