Kühlen mit der Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe kann mehr als heizen: Geeignete Anlagen übernehmen auch die Warmwasserbereitung und sorgen im Sommer für angenehm temperierte Räume. Bei der aktiven Kühlung läuft der Verdichter; bei der passiven Kühlung mit Erdreich oder Grundwasser benötigen vor allem Pumpen und Regelung Strom. Welche Lösung zum Gebäude passt, hängt von Wärmequelle, Verteilung und Regelung ab.

Aktiv oder passiv?

Grundsätzlich müssen zwei unterschiedliche Formen der Kühlung mit Wärmepumpe unterschieden werden: die aktive Kühlung, bei welcher der Verdichter der WP in Betrieb ist und die passive Kühlung, bei der überschüssige Wärme aus dem Gebäude lediglich durch Betrieb einer Umwälzpumpe in den kühleren Untergrund abgeführt wird. Bei der passiven Kühlung können daher nur erd- und grundwassergekoppelte Systeme genutzt werden. Bestenfalls kann ein Teil der sommerlichen Wärme im Untergrund gespeichert und im folgenden Winter zum Heizen des Gebäudes genutzt werden. Im Falle der aktiven Kühlung ist es erforderlich, dass der Kältekreis der Wärmepumpe umkehrbar ist. Dies ist bei sämtlichen Wärmequellen, also auch bei Luftwärmepumpen möglich.

Die besonders effiziente passive Kühlung erfolgt dabei meist über die Fußboden- oder Wandheizung: Die überschüssige Raumwärme wird also über das Rohrsystem der Flächenheizung aufgenommen und über einen Wärmetauscher in den Untergrund abgeführt. Die Kühlleistung eines passiven Systems ist begrenzt, da die Temperaturen im Estrich nicht beliebig abgesenkt werden können, um die Kondensation der die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit auszuschließen.

Um eine Wärmepumpe mit Kühloption installieren zu können sollte folgendes beachtet werden:

  • Möglichst genaue Kühllastrechnung (z.B. nach VDI 2078) durchführen
  • Auslegung der Heizflächen für Kühlung anpassen
  • Bei der gemeinsamen Nutzung zur Heizung und Kühlung auf die bei der Kühlung größeren erforderlichen Volumenströme achten
  • Kondensatvermeidung /-abfuhr berücksichtigen
  • Ggf. Taupunktregelung beachten