Umweltschutz

Umweltschutz durch Wärmepumpen

Mehr als die Hälfte der in Deutschland verbrauchten Energie  entfällt auf den Wärmesektor. Raumheizung und Warmwasserbereitung sind zudem für 40 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich. Gleichzeitig sind nur 13 Prozent aller Heizungen auf dem Stand der Technik.

Die meisten Heizungen verfeuern nach wie vor fossile Rohstoffe wie Öl, Gas und Kohle. Diese Ressourcen sind jedoch endlich und setzen bei ihrer Verbrennung das Treibhausgas CO2 frei, das hauptverantwortlich ist für den globalen Klimawandel. Die Potenziale für Klima- und Umweltschutz, die in deutschen Heizungskellern schlummern, sind also enorm.

Wärmepumpen sparen Energie...

Bereits mit dem derzeitigen Strommix spart eine Wärmepumpe im Vergleich zu einem alten Ölkessel ab einer JAZ von 2,0 Primärenergie ein. Ab einer JAZ von 3,8 benötigt sie sogar weniger als die Hälfte der Energie. Ohne jegliches Zutun der Wärmepumpen-Betreiber wird dieser Vergleich in Zukunft noch günstiger ausfallen. Die Gründe hierfür sind energiesparende Stromerzeugung durch effizientere Kraftwerke sowie ein deutlich höherer Anteil der Nutzung Erneuerbarer Energiequellen. Dies belegt eine Studie der TU München (TUM) aus dem Jahr 2009 zum Thema „Energiewirtschaftliche Bewertung der Wärmepumpe in der Gebäudeheizung“. Im Vergleich zu hocheffizienten fossilen Heizsystemen sparten Wärmepumpen bereits 2010 3,6 TWh Primärenergie ein. Bis 2020 steigt dieser Wert in Abhängigkeit vom Absatz auf 15,0 bis 19,2 TWh.

… und CO2!

Auch bezüglich der Reduktion von CO2-Emissionen zeigen sich Wärmepumpen umweltfreundlicher als konventionelle Heizsysteme: Laut der TUM-Studie spart eine Wärmepumpe ab einer JAZ von 2,0 nicht nur Primärenergie, sondern senkt auch die CO2-Emissionen. Bei einer JAZ von 4,0 sinken sie auf die Hälfte im Vergleich zu einem Gas-Brennwert-Heizsystem. Dass diese Werte bereits heute erreichbar sind, zeigt der 2006 gestartete Fraunhofer-Feldtest: Die dort getesteten Wärmepumpen erreichten im Durchschnitten Jahresarbeitszahlen zwischen 3,0 (Luft-WP) und 3,8 (erdgekoppelte Anlagen), viele Geräte erreichten sogar Werte von mehr als 4,0. Beide Studien beweisen, dass die Technologie ökologisch zukunftsweisend ist. Im Durchschnitt spart jede einzelne Wärmepumpe 2 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr ein. Je nach dem, wie sich der Absatz entwickelt können Wärmepumpen bis 2030 zwischen 46,5 und 62,9 Millionen Tonnen des Treibhausgases einsparen.

Sauberer Strom, saubere Wärme.

Die Wärmepumpe ist das einzige Heizsystem, dessen Klimafreundlichkeit im Laufe der Lebensdauer weiter zunehmen wird. Denn es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, den Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix bis 2020 auf 35 Prozent zu erhöhen – 2030 sollen es bereits 50 Prozent sein. Der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung geht mit riesigen Schritten voran. Und je umweltfreundlicher der Strom erzeugt wird, desto umweltfreundlicher laufen auch die Wärmepumpen. Wärmepumpen bringen damit nicht nur Emissionsfreiheit vor Ort, sondern leisten auch einen immer größeren Beitrag zum globalen Klimaschutz.

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