Energiewende

Ganzheitliche Energiewende

Deutschland hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2050 sollen 80 bis 95 Prozent weniger CO2 gegenüber 1990 ausgestoßen werden. Um dies zu erreichen will die Bundesregierung die Energieeffizienz steigern und den Primärenergieverbrauch um 50 Prozent senken sowie die erneuerbaren Energien auf 60 Prozent ausbauen (Bruttoenergieverbrauch).

Bisher konzentriert sich die Politik fast ausschließlich auf den Stromsektor. Dabei entfallen knapp 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland auf die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser. Die Potenziale in diesem Bereich sind enorm:

  • der Anteil erneuerbarer Wärme liegt bei lediglich 9 Prozent
  • 80 Prozent aller Heizungen in Deutschland sind veraltet
  • der Großteil des deutschen Gebäudebestandes ist unsaniert

Damit wird deutlich, dass für eine erfolgreiche Energiewende die Politik den Wärmesektor nicht weiter vernachlässigen darf.

Quelle: AG Energiebilanzen 2014 / Deutsche Energie-Agentur (dena) 2011

Integration von Strom und Wärme

Mit Strom zu heizen galt früher als ökologisch unsinnig. Das Argument: Wegen der Wirkungsgradverluste im Kraftwerk verursacht eine Stromheizung mehr CO2 als ein Heizkessel. Mit der Energiewende haben sich die Vorzeichen geändert:

  • der Ausbau von Ökostromanlagen macht den Strom immer sauberer,
  • heutige Wärmepumpen sind hocheffizient,
  • durch die schwankende Stromerzeugung von Wind- und Photovoltaik-Anlagen kommt es zu Überschüssen von Ökostrom, die sinnvoll verwendet werden müssen.

Die Wärmepumpe ist daher die perfekte Technologie für die Energiewende im Wärmesektor, denn:

  • Wärmepumpen stoßen immer weniger CO2 aus. Bei hohem Ökostromanteil und hoher Effizienz sind sie klimafreundlicher als alle verbrennungsbasierten Heiztechnologien,
  • Überschüssigen Öko-Strom können Wärmepumpen in Wärme umwandeln und zwischenspeichern,
  • Wärmepumpen sind die einzige Technologie, die ganzjährig und in großen Stückzahlen nachhaltig eine erneuerbare Wärmeversorgung garantieren können.

Die Notwendigkeit einer starken Integration von Strom- und Wärmemarkt mithilfe der Wärmepumpe wird von renommierten Energieforschern bestätigt, u.a. in mehreren Fraunhofer-Studien (ISE, IWES) sowie von der Internationalen Energieagentur IEA.

Aus diesem Grund muss die Politik Maßnahmen ergreifen, um den Verbrauchern Anreize für die notwendigen Investitionen zu liefern.