BEG Förderprogramm

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden ab 2021 die bisherigen Förderungen der KfW und des BAFA für die Energieeffizienz von Gebäuden neu strukturiert. Die Richtlinie zur Förderung von Einzelmaßnahmen, worunter auch der Heizungsaustausch zählt, ist bereits am 01.01.2021 in Kraft getreten. Zum 01.07. tritt der zweite Programmteil der BEG in Kraft, welcher den Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden als Effizienzhäuser sowie für die Komplettsanierung auf einen Effizienzhausstandard fördert. Dabei stehen Anträge für Einzelmaßnahmen unter der Verantwortlichkeit der BAFA, Anträge für Effizienzhäuser sind bei der KfW zu stellen. Ab 2023 wird dies neu sortiert, dann sollen alle Zuschussvarianten über die BAFA, alle Kreditvarianten über die KfW laufen.

Wichtigste Info mit Blick auf den Einsatz von Wärmepumpen im Neubau: Bereits seit Jahresbeginn 2021 gibt es keine direkte Förderung mehr für den Einbau einer Wärmepumpe im Neubau. Allerdings fällt der Fördersatz für das Errichten eines Effizienzhauses deutlich höher aus, wenn erneuerbare Energien eingesetzt werden. Wie hoch der Zuschuss ist, hängt davon ab, welche Effizienzhausstufe die neugebaute oder sanierte Immobilie erreicht und ob die Voraussetzungen für eine sog. EE-Klasse oder NH-Klasse erfüllt werden.


Die BEG-Förderungen im einzelnen

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird die energetische Gebäudeförderung des Bundes in Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 neu aufgesetzt. Das BEG ist dabei in drei Teilprogramme aufgeteilt: In die „Bundesförderung für effiziente Gebäude - Wohngebäude“ (BEG WG), die „Bundesförderung für effiziente Gebäude - Nichtwohngebäude“ (BEG NWG) und die „Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen“ (BEG EM). In den folgenden Abschnitten haben wir das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Antragstellung: Förderanträge sind vor Vorhabenbeginn zu stellen. Als Vorhabenbeginn gilt grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags; dies gilt auch bei Nachinvestitionen im Rahmen bestehender Contractingverträge, bei denen das Vorhaben der Nachinvestition erst mit Abschluss der weiteren Liefer- und Leistungsverträge des Contractors mit Dritten beginnt. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden und führen für sich genommen nicht zur Annahme eines Vorhabenbeginns. Bei Antragstellung zum förderfähigen Ersterwerb eines Gebäudes gilt der Abschluss des Kaufvertrags als Vorhabenbeginn. Für den Zeitpunkt der Antragstellung ist das Datum des Eingangs des Antrags beim BAFA bzw. bei der KfW maßgeblich. Für die Beantragung der BEG-WG und NWG Förderung und Begleitung des Vorhabens ist ein Energieeffizienz-Experte einzubinden.

BEG-WG und BEG-NWG: Förderung von Neubauten und Vollsanierung (Effizienzhäuser)

Mehr dazu

Die BEG für WG und NWG ist nun bei der KfW-Bank aufgehängt und dort der Nachfolger der bisherigen KfW-Effizienzhaus-Programme. Wie ihre Vorgänger bezieht sich die BEG-Förderung für WG/NWG auf die Errichtung bzw. Sanierung bezogen auf die gesamten Projektkosten. Der neue Programmteil der BEG ist durchaus auch für den Neubau attraktiv:

  • Sowohl der Prozentsatz als auch die förderfähigen Kosten sind beim Einsatz erneuerbarer Energien deutlich höher als beim Einbau eines Gaskessels. Dabei bestimmt sich die Förderhöhe nach dem erfüllten Effizienzhausstandard in einem bestimmten Prozentsatz. Zum Beispiel: Für ein neues Einfamilienhaus mit EFH-55-Standard und Wärmepumpe werden 17,5% von max. 150.000 Euro förderfähige Kosten pro Wohneinheit erstattet. Durch den Einsatz einer Wärmepumpe liegt die Förderung bei 26.250 Euro. Wird gleiche Haus mit einem konventionellen Heizsystems ausgestattet liegt die Förderung hingegen bei nur 18.000 Euro (15% von max. 120.000 Euro).
  • Die Vollsanierung eines Gebäudes im Rahmen der BEG WG/NWG kann mit den BEG Einzelmaßnahmen kumuliert werden: Die Wärmedämmung kann dabei über das eine, der Heizungstausch über das andere Programm gefördert werden.
  • Eine „Kombination“ der BEG EM mit der BEG WG ist möglich. Wichtig bei einer Kombination ist aber, dass die Kosten einer über die BEG EM geförderten Maßnahme (z. B. Heizungsaustausch) nicht erneut im Rahmen der BEG WG als förderfähig Kosten geltend gemacht werden.
  • Zudem können die Vorteile für eine Effizienzhaus EE-Klasse in der BEG WG (Erhöhung der förderfähigen Kosten und der Förderquote) nicht mehr geltend gemacht werden, wenn der Einbau einer EE-Heizung bereits über die BEG EM gefördert wird / gefördert wurde. In der Regel führt eine getrennte Förderung des Heizungsaustauschs über die BEG EM daher insgesamt nicht zu einer höheren Förderung.

Sie können folgende Fördervarianten wählen: einen nicht rückzahlbarer Investitionszuschuss (Zuschuss) oder einen Kredit mit Zinsverbilligung aus Bundesmitteln und Teilschuldenerlass (Tilgungszuschuss). Bis Ende 2022 wird die Kredit- und Zuschussvariante im Teilprogramm BEG WG und BEG NWG bei der KfW beantragt.

Zuschuss:

  • Die Dauer der Frist bei Zuschussförderung beträgt 24 Monate ab Zugang der Zusage/des Zuwendungsbescheids (Bewilligungszeitraum). Die Befristung kann auf begründeten Antrag um maximal 24 Monate verlängert werden.
  • Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach positivem Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises. Der Verwendungsnachweis einschließlich aller erforderlichen Unterlagen ist spätestens sechs Monate nach Ende des Bewilligungszeitraums mittels der dafür vorgesehenen Formulare einzureichen.
  • Wie hoch Ihr Zuschuss ist, hängt davon ab, wie energie­effizient Ihr Neubau ist und wie hoch Ihre förderfähigen Kosten sind. Erreichen Sie die Effizienz­haus-Stufen 40 oder 55, fördern wir Ihr Vorhaben bis zu einer Höhe von 120.000 Euro förder­fähigen Kosten je Wohneinheit. Die max. förder­fähigen Kosten für ein Effizienz­haus steigen auf 150.000 Euro je Wohn­einheit, wenn Ihre Immobilie 1) zusätzlich die Kriterien für eine Erneuerbare-Energien-Klasse oder Nachhaltigkeitsklasse erfüllt oder 2) die Stufe Effizienz­haus 40 Plus erreicht. Der max. Zuschussbetrag für ein Effizienz­haus liegt bei 37.500 Euro je Wohneinheit.

Kredit:

  • Abweichend gilt hier als Vorhabenbeginn der Beginn der Bauarbeiten vor Ort, wenn vor Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags ein dokumentiertes Beratungsgespräch stattfand. In diesem Sinne ist eine Antragstellung somit auch nach Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags möglich, wenn der Fördernehmer zum Zeitpunkt der Antragstellung den Nachweis über ein dokumentiertes Beratungsgespräch mit einem Finanzierungspartner der KfW (entspricht kreditdurchleitendem Finanzierungsinstitut) oder einem Finanzvermittler erbringt.
  • Für die Kreditgewährung ist die Einreichung eines Nachweises über die voraussichtlichen förderfähigen Kosten sowie über die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen erforderlich. Ein Kredit wird nur befristet zugesagt. Der Kredit muss innerhalb von zwölf Monaten nach Kreditzusage abgerufen werden (Abruffrist). Diese Frist wird für noch nicht ausgezahlte Kreditbeträge ohne gesonderten Antrag um bis zu 24 Monate verlängert. Die Abruffrist kann um weitere zwölf Monate verlängert werden, wenn der Abruf innerhalb der ursprünglichen Frist vom Antragsteller aus Gründen nicht erfolgen konnte, die der Antragsteller nicht zu vertreten hat.

Zur BEG Förderung/Antragstellung


BEG EM: Heizungsaustausch/Modernisierung

Mehr dazu

Gefördert wird die Errichtung sowie die Nachrüstung von effizienten Wärmepumpen, die die in der Anlage zu dieser Richtlinie festgelegten technischen Mindestanforderungen erfüllen und überwiegend (d. h. mit mehr als 50 % der erzeugten Wärme) mindestens einem der folgenden Zwecke dienen: Raumheizung, kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung, die Zuführung der Wärme in ein Gebäudenetz, sowie die Nachrüstung bivalenter Systeme mit Wärmepumpen.

Die BEG EMZuschussförderung wird beim BAFA beantragt, die BEG EMKreditförderung bei der KfW.

Für Anträge auf Förderung von neuen Wärmepumpenanlagen oder die Heizungsoptimierung, für die kein iSFP-Bonus beantragt wird, ist die Erklärung eines Fachunternehmers für Heizungstechnik  ausreichend („Fachunternehmererklärung“). Für Anträge, die auch andere Maßnahmen beinhalten, sowie für Anträge mit einem iSFP-Bonus, ist für die Beantragung der Förderung ein Experte der Energieeffizienz-Expertenliste der jeweils zutreffenden Gebäudekategorie (Wohngebäude bzw. Nichtwohngebäude) einzubinden.

Zuschuss:

  • Edie Frist der Zuschussförderung beträgt 24 Monate ab Zugang der Zusage des Zuwendungsbescheids (Bewilligungszeitraum). Die Befristung kann auf begründeten Antrag um maximal 24 Monate verlängert werden, wenn die Umsetzung der Maßnahme innerhalb der ursprünglichen Frist vom Antragsteller aus Gründen nicht umgesetzt werden konnte, die der Antragsteller nicht zu vertreten hat.
  • Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach positivem Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises. Der Verwendungsnachweis einschließlich aller erforderlichen Unterlagen ist spätestens sechs Monaten nach Ablauf des Bewilligungszeitraums mittels der dafür vorgesehenen Formulare einschließlich aller erforderlichen Unterlagen einzureichen.

Zur BEG EM Zuschuss-Förderung/Antragstellung

Kredit:

  • Für den Kredit ist die Einreichung eines Nachweises über die voraussichtlichen förderfähigen Kosten sowie über die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen erforderlich. Der Kredit muss innerhalb von 12 Monaten nach Kreditzusage abgerufen werden (Abruffrist). Diese Frist wird für noch nicht ausgezahlte Kreditbeträge ohne gesonderten Antrag um 24 Monate verlängert.
  •  Nach positivem Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises zum nächsten der in der Finanzierungszusage festgelegten Verrechnungszeitpunkte erfolgt die Verrechnung des Tilgungszuschusses. Der Verwendungsnachweis ist innerhalb von 18 Monaten nach Vollabruf des Kredits, spätestens innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Abrufzeitraums, bei der Kreditinstitut (Hausbank) einzureichen.

Zur BEG EM Kredit-Förderung/Antragstellung



Fragenkatalog zu den BEG EM

Allgemeines

  • 1. Wer darf Förderanträge stellen?

    Antragsberechtigt sind folgende Zielgruppen:

    a) Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften;
    b) freiberuflich Tätige;
    c) Kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände, sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, sofern diese zu Zwecken der Daseinsvorsorge handeln;
    d) Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände;
    e) gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen;
    f) Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen;
    g) sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften.


    Zu beachten sind die verschiedenen Antragsverfahren

  • 2. Welche Wärmepumpen werden gefördert?

    Grundsätzlich werden Wärmepumpen gefördert, die für die Raumwärme eingesetzt werden. Es ist aber auch möglich, für Kombigeräte, die Trinkwarmwasser und Raumwärme sorgen, zu fördern. Neben solarthermischen und Biomasseanlagen fördert das BAFA effiziente elektrische sowie gasbetriebene Wärmepumpen:
    •    Luft-Wasser Wärmepumpen
    •    Sole-Wasser Wärmepumpen
    •    Wasser-Wasser Wärmepumpen
    •    Gaswärmepumpen
    •    Luft-Luft Wärmepumpen
    •    Sonderformen (z. B. Abwärmenutzung; Direktverdampfung; solare oder solarunterstützte Wärmepumpensysteme)

    Zudem werden Wärmepumpen-Anlagen kombiniert mit Lüftungsgeräten inklusive Wärmerückgewinnung mitgefördert,
    •    sofern förderfähige Wärmepumpen mit Lüftungsgeräten inklusive Wärmerückgewinnung kombiniert und diese Komponenten regelungstechnisch gemeinsam betrieben werden
    •    inklusive erforderlicher Lüftungsleitungen und Lüftungszubehör.

    Darüber hinaus dürfen nur Wärmepumpen, die einen Mindest-COP-Wert aufweisen und diesen durch einen unabhängigen Prüfbericht nachweisen können, gefördert. Eine Liste förderfähiger Wärmepumpen finden Sie bei der BAFA. 

  • 3. Welche allgemeinen Fördervoraussetzungen gibt es?

    Gefördert werden Wärmepumpen, wenn sie:
    •    zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden,
    •    zur Raumheizung von Gebäuden (Warmwasserbereitung muss nicht mehr über eine Wärmepumpe oder andere erneuerbare Energien erfolgen) oder
    •    zur Bereitstellung von Wärme für ein Gebäudenetz (alle versorgten Gebäude gehören einem Eigentümer)
    eingesetzt werden. 

    Bei bivalenten Systemen wird nur der Erneuerbare Anteil gefördert. Dies gilt auch für Ölheizungen, die um eine Wärmepumpe ergänzt werden. Wärmepumpen, die nur zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden, können nur im Bestand als Umfeldmaßnahme gefördert werden, wenn zudem auch das Heizungssystem erneuert wird.

    Zusätzlich zum Einbau der zu fördernden Wärmepumpe ist verpflichtend:
    •    Der Einbau mindestens eines Wärmemengenzählers
    •    Der Einbau eines Stromzählers (Stromverbrauch und Wärmeerzeugung müssen messtechnisch erfasst werden.)
    •    Der Einbau eines Gaszählers (bei gasbetriebenen Wärmepumpen)
    •    Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage
    •    Eine Anpassung der Heizkurve an das entsprechende Gebäude
    •    Bei Wärmepumpen mit neuer Erdsondenbohrung muss eine verschuldensunabhängige Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden abgeschlossen werden und die Bohrfirma nach DVGW zertifiziert sein.

    Die Erfüllung der Anforderungen ist nachzuweisen. Beim Heizungstausch muss die auszutauschende Heizung mindestens zwei Jahre alt sein. Wenn eine ältere Wärmepumpe gegen eine neuere ausgetauscht wird und für die ältere Wärmepumpe auch Förderung in Anspruch genommen wurde, so muss die ältere Wärmepumpe mindestens sieben Jahre gelaufen sein. Sonst muss die Förderung für die ältere Wärmepumpe anteilig zurückgezahlt werden.

     

     

  • 4. Wie effizient muss die Wärmepumpe sein um gefördert zu werden?

    Um gefördert zu werden, muss die Wärmepumpe:

    -    Auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen der BAFA verzeichnet sein.
    -    Wärmepumpen, die nicht auf der Liste verzeichnet sind, sind förderfähig, wenn sie ebenfalls die technischen Mindestanforderungen der Richtlinie erfüllen:

    • Aufzählung der ETAs

    Wärmepumpen im Neubau benötigen nur die Marktzulassung gemäß Ökodesign-Vorschriften.

     

  • 5. Warum muss der hydraulische Abgleich vorgenommen werden?

    Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs ist Voraussetzung für die Förderung einer Wärmepumpenanlage. Ohne den hydraulischen Abgleich, bzw. ohne den entsprechenden Nachweis, kann das BAFA den Zuschuss nicht bewilligen und auszahlen. Auch wenn die Durchführung des hydraulischen Abgleichs zusätzlichen Aufwand und weitere Kosten verursacht und so die Investition in „erneuerbare“ Heizungstechnik zunächst verteuert, führen hydraulisch abgeglichene Systeme im Nachhinein zu einem geringeren Energieverbrauch.

  • 6. Welche besonderen Voraussetzungen gibt es für die Erdwärmenutzung?

    Soll eine Erdsonde neu installiert werden, müssen besondere Qualitätskriterien beachtet werden:
    •    Das Bohrunternehmen muss ein W120-2-Zertifikat vorweisen.
    •    Für die Bohrung muss eine verschuldensunabhängige Versicherung abgeschlossen werden.

    Entsprechende Nachweise sind bei der Antragstellung vorzulegen. Eine Versicherungslösung wird vom Bundesverband Wärmepumpe in Kooperation mit der Dr. Friedrich E. Hörtkorn GmbH angeboten. Für die Verlegung von Erdwärme-Kollektoren bestehen keine gesonderten Anforderungen.

     

  • 7. Werden auch Wärmepumpen mit Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen gefördert?

    Über das Förderprogramm des BAFA werden reine PV-Anlagen nicht gefördert. In vielen Fällen ist die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) dennoch sinnvoll. Auf diese Weise kann ein Teil des PV-Ertrags im eigenen Haus verbraucht und der Bezug teureren Netzstroms vermieden werden. Natürlich können auch Wärmepumpen, die von der BAFA gefördert werden, mit einer PV-Anlage betrieben werden. Trotz der besseren Energie- und Klimabilanz gelten dieselben Anforderungen. Es können jedoch ggf. Gelder über Programme der KfW Bank eingeworben werden.

    Förderfähig im Förderprogramm des BAFA sind:
    - Solathermie und der thermische Bestandteil von PVT-Anlagen (Photovoltaik-Solarthermie-Hybridanlagen) und
    - PVT-Anlagen (vollständig) sofern der erzeugte Strom zur überwiegenden Eigenversorgung genutzt und keine Vergütung nach dem EEG in Anspruch genommen wird.

    Bei EE-Hybridanlagen im Neubau müssen die jeweiligen Einzelanforderungen eingehalten werden. D.h. es besteht die Möglichkeit, sich z.B. nur die Wärmepumpe fördern zu lassen, und bei Bedarf eine kleinere Solarthermie auf eigene Kosten zuzubauen.

    Erneuerung von Solarthermieanlagen ohne Heizungstausch:
    Auch beim Einbau von Solarthermieanlagen, bei denen nicht gleichzeitig ein Heizungstausch vorgenommen wird, sind viele Umfeldmaßnahmen als Nebenkosten förderfähig, auch z.T. sehr kostenaufwändige wie der Einbau einer Fußbodenheizung. Wichtig ist, dass hierbei alle Maßnahmen der Erhöhung der Energieeffizienz dienen. Hieraus ergeben sich Unterschiede bei der Förderung von heizungsunterstützenden und Warmwasser-Solarthermieanlagen (WW-Solarthermieanlagen). Eine Fußbodenheizung ist bei einer WW-Solarthermieanlage nicht förderfähig, weil formal kein Bezug zur Heizungsanlage besteht, bei einer heizungsunterstützenden Solarthermieanlage als Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz der Heizungsanlage aber schon. Anlagenteile für die Warmwasserbereitung im Gebäudebestand sind demnach auch beim Einbau einer WW-Solarthermieanlagen förderfähig.

  • 8. Umwidmung eines Gebäudes ohne vorher bestehende Heizung

    Möchten Sie ein Gebäude (z.B. zuvor eine Werkstatt oder Lagerhaus) zu einem Wohn- oder Bürogebaude umwidmen, dann zählt das Gebäude nicht als Neubau, wenn die Bauanzeige des Gebäudes mindesten 5 Jahre zurückliegt. Ob eine Heizung zuvor verbaut oder betrieben wurde, ist nicht mehr förderentscheidend.

     


Fördersätze

  • 1. Wie hoch sind die Zuschüsse?

    Die Höhe der Zuschüsse ist in einer Förderrichtlinie festgelegt, die vom zuständigen Bundeswirtschaftsministerium erlassen wurde. Ab 2020 wurde auf eine Anteilsförderung umgestellt. Das bedeutet, dass ein bestimmter Prozentsatz der förderfähigen Investitionskosten erstattet wird.

    Folgende Zuschüsse werden gewährt:

    • Wärmepumpen Bestand: 35 % der förderfähigen Kosten.
    • Wärmepumpen, wenn hierdurch eine Ölheizung ersetzt wird: 45 % der förderfähigen Kosten.
    • Renewable Ready bis zu 20 %, Gasbrennwertkessel aufrüstbar.
    • Zusätzliche 5 Prozentpunkte wenn Einbau im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans erfolgt.

    Die Höhe der Förderung ist begrenzt durch eine Deckelung der anrechnungsfähigen, förderfähigen Kosten von maximal 60.000 EUR (brutto) pro Wohneinheit bei Wohngebäuden und von maximal 3,5 Mio EUR (brutto) bei Nichtwohngebäuden. Es können die Bruttokosten einschließlich der Mehrwertsteuer angesetzt werden, außer bei Zuwendungsempfängern die vorsteuerabzugsberechtigt sind, bei denen nur die Nettokosten berücksichtigt werden. Vorsteuerabzugsberechtigte können also maximal 42.016,81 Euro bewilligt werden.

  • 2. Welche Investitionskosten werden als förderfähige Kosten anerkannt?

    Förderfähige Kosten sind die Anschaffungskosten der geförderten Anlage sowie die Ausgaben für Installation und Inbetriebnahme, die Einbindung von Experten für die Fachplanung und Baubegleitung, sowie Ausgaben für notwendige Umfeldmaßnahmen. Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel die Deinstallation und Entsorgung von Altanlagen, Bohrungen für Erdwärmesonden, Optimierungen des Heizungsverteilsystems, der Austausch von Heizkörpern bzw. der Einbau von Flächenheizungen oder die Installation eines Speichers.

    Bei der Antragstellung müssen Kostenvoranschläge für die Leistungen, die gefördert werden sollen, eingereicht werden. Die Summe der im Antrag angegebenen Kosten ist Grundlage für die Zuwendungsentscheidung. Kosten, die über die bei Antragstellung angegebene Summe hinausgehen, können im Rahmen der Förderung nicht berücksichtigt werden. Wenn die Kosten geringer ausfallen als ursprünglich geplant, wird die Fördersumme gekürzt. Planen Sie daher solide auf der Grundlage eines Kostenvoranschlages mit angemessenem Puffer.

    Förderfähig sind nur Maßnahmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht beauftragt worden sind. Hierbei können die Bruttokosten einschließlich der Mehrwertsteuer angesetzt werden, außer bei Zuwendungsempfängern die vorsteuerabzugsberechtigt sind.

    Die Höhe der Förderung ist begrenzt durch eine Deckelung der anrechnungsfähigen, förderfähigen Kosten von maximal 60.000 EUR (brutto) pro Wohneinheit bei Wohngebäuden und von maximal 3,5 Mio EUR (brutto) bei Nichtwohngebäuden. 

    ACHTUNG: Welche Kosten im Einzelnen gefördert werden, ist dem Merkblatt des BAFA zu entnehmen.

  • 3. Wie genau setzt sich der förderfähige Punkt „Kosten für Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsleistungen zusammen?

    Nur Leistungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erneuerbaren Heizung stehen. Nicht gefördert werden (siehe Merkblatt zu den förderfähigen Kosten): Planungsleistungen zur Gebäudehülle, Statik, Förderberatung, übergreifende Bauleitung/ -überwachung.

  • 4. Werden auch Hybridheizungen mit Wärmepumpen gefördert?

    Gas-Hybridheizungen 30%

    Gefördert wird die Errichtung von Anlagen, die Gas-Brennwerttechnik mit einer oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (z. B. Solar-, Wärmepumpe-, Biomasseanlage) kombinieren, über eine gemeinsame Steuerung verfügen, sodass ein effizienter Anlagenbetrieb gewährleistet ist, und die in der Anlage zu dieser Richtlinie festgelegten technischen Mindestanforderungen erfüllen. Dabei muss die thermische Leistung des regenerativen Wärmerzeugers einer Hybrid-Anlage mindestens 25 Prozent der Heizlast des versorgten Gebäudes (Gebäudeheizlast) betragen. Die Anlagen müssen überwiegend (d. h. mit mehr als 50 Prozent der erzeugten Wärme) mindestens einem der folgenden Zwecke dienen:

    Warmwasserbereitung, Raumheizung, kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung, die Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz im Sinne der Richtlinie ( Nummer 5.3 Buchstabe i).


    Erneuerbare Energien-Hybridheizungen (EE-Hybride) 35%

    Gefördert wird die Errichtung von Kombinationen von Heizungssystemen, die jeweils auf der Nutzung von er­neuerbaren Energien basieren (EE-Hybride), also von Kombinationen von Heizungssystemen nach Nummer 5.3 Buchstabe d, e, f oder Buchstabe g. Voraussetzung dafür ist, dass die einzelnen Heizungssysteme aus denen der EE-Hybrid kombiniert wird die jeweils einschlägigen technischen Vorgaben nach Nummer 5.3 Buchstabe d, e, f oder Buchstabe g erfüllen.

    (Erläuterung der Buchstaben siehe Richtilinie BEG EM)

     

     

  • 5. Ist eine gleichzeitige Förderung mit BEG EM und BEG WG/NWG oder andere möglich?

    Eine Kumulierung der BEG Einzelmaßnahmen mit den KfW-Programmen zur Gebäudesanierung ist grundsätzlich möglich. Das betrifft insbesondere das Programm 151/52 „Effizient Sanieren“. Durch die Kumulierbarkeit kann z.B. der Einbau der Wärmepumpe als BEG Einzelmaßnahmen mit einer Sanierung von Fenster und Decken über die KfW kombiniert werden. Doppelförderungen sind ausgeschlossen.

    Außerdem ist die BEG-Förderung mit Förderprogrammen der Bundesländer kombinierbar, z.B. Progres NRW.

     

  • 6. Können die förderfähigen Investitionskosten bei einem Mehrfamilienhaus (MFH) je Wohnung angesetzt werden, obwohl nur eine Wärmepumpe installiert wird?

    Beispiel: Bei einem Haus mit 5 Wohneinheiten wären die maximal anzusetzenden förderfähigen Investitionskosten dann 5 x 60.000 Euro:

    Ja, 60.000 Euro gelten je Wohneinheit und auch bei nur einer Anlage in einem MFH steht diese Bewertung. Sofern der Investor der Wärmepumpe auch Eigentümer aller Wohneinheiten ist.

  • 7. Welche Bedingungen gelten für die Förderung beim Austausch einer Öl-Heizung?

    • Bei der Nachrüstung auf ein hybrides System, wenn die Ölheizung drinnen bleibt, erhalte ich  35 Prozent weil der Ölkessel nicht betrachtet wird.
    • Bei der Nachrüstung einer WP auf eine bestehende Ölheizung (Nachrüstung bivalentes System) spielt es keine Rolle, ob das System parallel bivalent oder alternativ bivalent laufen wird.                      
    • Beispiel: Für ein Dreifamilienhaus, welches mit einer Ölheizung beheizt wird, soll nur für eine der Wohnungen eine WP installiert werden. Hier bekommt der Betreiber 35 Prozent Förderung, wenn die Ölheizung für die anderen 2 Wohnungen drin bleibt.

     

  • 8. Ist eine steuerliche Abschreibung von Wärmepumpen möglich?

    Ja. Man kann 20 Prozent für Erneuerbares Heizungssysteme in Bestandsgebäuden steuerlich absetzen:
    • Über 3 Jahre von der Steuerschuld abziehbar (im 1. und 2. Jahr je 7 Prozent, im 3. Jahr 6 Prozent)
    • Nur für selbstgenutzte Wohngebäude
    • Steuerförderung nur bei Verzicht auf BEG Förderung (BAFA und KfW)
    • Nach Installation zu beantragen!
    • Max. 200.000 Euro anrechenbar (auch für neue Fenster, Dämmung), max. Förderbetrag 40.000 Euro

    Alle Einzelheiten dazu finden Sie hier auf der Seite des BMWi.


Antragsverfahren

  • 1. Wann ist ein Förderantrag zu stellen?

    Die Förderanträge müssen generell vor dem Vorhabenbeginn gestellt werden. Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden ist. Dies gilt auch für die Bohrungen für Erdwärmeanlagen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrags beim BAFA oder der KfW. Die Beauftragung sollte frühestens nach Erhalt der Eingangsbestätigung durch das BAFA oder die KfW unterschrieben werden. Die Eingangsbestätigung wird automatisiert versandt, sobald der elektronische Antrag abgeschickt wurde, sodass unnötige Wartezeiten vermieden werden.

    Folgende vorbereitende Maßnahmen dürfen vor dem oben definierten Vorhabenbeginn durchgeführt werden, ohne die Förderfähigkeit der Gesamtmaßnahme zu beeinträchtigen:

    •  Erstellung eines Gasanschlusses
    •  Erschließungen der Wärmequelle einer Wärmepumpenanlage (bei Erdsondenbohrungen einschließlich Abschluss verschuldensunabhängige Versicherung)

    Hinweis: Die Kosten für diese vorbereitenden Maßnahmen sind in diesem Fall nicht förderfähig.

    Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrags. Die Beauftragung sollte frühestens nach Erhalt der Eingangsbestätigung unterschrieben werden. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Sie die Förderung tatsächlich erhalten, warten Sie mit der Beauftragung bis zum Eingang des Zuwendungsbescheides (das kann einige Wochen dauern).

     

  • 2. Wo und wie kann ein Förderantrag gestellt werden?

    Der Förderantrag für eine BEG Einzelmaßnahme kann nur elektronisch auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die notwendigen Angaben müssen alle auf der BAFA-Website eingetragen und anschließend abgeschickt werden. Auf dem Postweg muss nur noch eine unterschriebene Erklärung darüber, dass die gemachten Angaben wahrheitsgemäß sind, eingereicht werden. Welche Unterlagen zusätzlich, z.B. als Nachweis über die Erreichung der Fördervoraussetzung einzureichen sind, wird in der Eingabemaske erläutert.

    Errichten Sie ein KfW-Effizienzhaus oder planen eine Vollsanierung zu einem KfW-Effizienzhaus können Sie die BEG Wohngebäude oder Nichtwohngebäude in Anspruch nehmen. Dann stellen Sie den Antrag online bei der KfW.

  • 3. Muss ich persönlich den Antrag stellen oder kann das ein anderer übernehmen?

    Sie dürfen jemanden, z.B. Handwerker, Anwalt, Verwandter, Nachbar, Energieeffizienzexperten, für das Verfahren bevollmächtigen. Das BAFA kommuniziert dann ausschließlich mit dem von Ihnen Bevollmächtigten.

    Zur Erteilung einer Vollmacht nutzen Sie bitte das entsprechende BAFA-Formular. Dieses muss ausgefüllt und von Ihnen unterschrieben werden. Ihr Bevollmächtigter muss das Formular bei der Antragstellung im elektronischen Antragsformular hochladen.

  • 4. Was ist beim Einbau von Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzählern zu beachten?

    Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzähler sind so einzubauen, dass die Jahresarbeitszahl im praktischen Betrieb ermittelt werden kann. Das bedeutet:

    • Alle in den Heizungskreislauf und an die Warmwasserbereitung abgegebenen Wärmemengen müssen erfasst werden. Dies kann gegebenenfalls den Einbau mehrerer separater Zähler erforderlich machen.
       
    • Der Stromzähler muss so installiert sein, dass die eingesetzte Strommenge einschließlich der Strommenge für den Betrieb der peripheren Verbraucher, insbesondere der Grundwasserpumpe, der Soleumwälzpumpe, des Notheizstabes und der Regelung ermittelt werden kann. Es wird jedoch auch akzeptiert, wenn der Stromverbrauch für die Regelung nicht von dem Stromzähler der Wärmepumpe erfasst wird. Dies gilt ebenso für Gaswärmepumpen, bei denen die Ermittlung der Jahresarbeitszahl eigentlich auch unter Berücksichtigung des Stromverbrauchs für die Regelung erfolgen soll.

     

  • 5. Wie geht es nach der Antragsstellung weiter?

    Nach Ihrer Antragstellung erhalten Sie eine automatische Eingangsbestätigung - nun können Sie mit der Maßnahme beginnen. Das BAFA bzw. die KfW prüft nun die Antragsvoraussetzungen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie anschließend den Zuwendungsbescheid. Wenn Sie sichergehen wollen, für Ihre Maßnahme auch eine Förderung zu erhalten, sollten Sie auf den Zuwendungsbescheid warten.

    Auf Grund der erhöhten Nachfrage kann die vollständige Bearbeitungszeit Ihres Antrags zwischen ein paar Wochen bis Monate in Anspruch nehmen.

    Spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes ist der Verwendungsnachweis inklusive der Anlagen und Nachweise über das elektronische Formular auf der BAFA- oder der KfW-Homepage einzureichen. Kann die Maßnahme nicht innerhalb des Bewilligungszeitraums umgesetzt werden, ist VOR Fristablauf ein formloser Antrag auf Fristverlängerung zu stellen.

    Für bis zum 31.12.2019 beantragte Maßnahmen gelten die Bestimmungen der Förderrichtlinien vom 11.03.2015. Hier betrug der Bewilligungszeitraum nur 9 Monate.

  • 6. Wie detailliert müssen die Angebote sein auf deren Grundlage die Fördersumme berechnet wird?

    Die Angebote dienen zunächst dazu die förderfähigen Kosten für Einbau und Installation der Wärmepumpe zu ermitteln und müssen während des Antragsverfahrens nicht mehr hochgeladen werden. Daher spielt es eine untergeordnete Rolle wie detailliert die Angebote ausgearbeitet wurden. Wichtig ist in erster Linie, dass sie zu einer adäquaten Einschätzung der anfallenden Kosten führen, damit das Projekt nach der Fertigstellung nicht teurer war als die bewilligte Fördersumme. Demnach dürfen sich Teilleistungen aus den Angeboten noch ändern.

  • 7. Kann bei möglicher Nicht-Einhaltung des Bauplans eine Fristverlängerung für die Förderung beantrag werden?

    Kann die Maßnahme nicht innerhalb des Bewilligungszeitraums umgesetzt werden, ist vor Fristablauf ein formloser Antrag bei der BAFA auf Fristverlängerung (max. 24 Monate) zu stellen.

  • 8. Was müssen Unternehmen bei Antragstellung beachten?

    Die gesamte BEG, also die Förderrichtlinien für Einzelmaßnahmen (BEG EM), für Wohngebäude (BEG WG) sowie für Nichtwohngebäude (NWG), wurde von der Europäischen Kommission gegenüber dem BMWi als beihilfefrei eingestuft. Diese Bewertung erfolgte im Rahmen einer Konsultation, nicht in einem förmlichen Notifizierungsverfahren. Voraussetzung für die Qualifizierung als beihilfefrei ist insbesondere, dass durch die Förderung keine Unternehmen oder Branchen diskriminiert bzw. besser gestellt werden. Nähere Informationen hierzu finden Sie im "State aid guiding template" zur Energieeffizienz, welche die GD Wettbewerb als Orientierung für entsprechende Maßnahmen der Mitgliedstaaten im Kontext der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität Ende 2020 veröffentlicht hat.

    Für Antragsteller und Durchführer bedeutet dies konkret, dass Sie in Ihren Förderanträgen keine für Beihilfen im Sinne des EU-Beihilferechts sonst notwendigen Angaben mehr tätigen müssen (u.a. ist auch bei Nichtwohngebäude keine De-Minimis-Erklärung mehr nötig, die Aufschlüsselung der Kosten im Hinblick auf Investitionsmehrkosten entfällt, ebenso eine evtl. Kürzung der Förderung aus beihilferechtlichen Gründen).

    (Siehe hierzu das Merkblatt des BAFA)

  • 9. Sind Änderungen nach bereits erfolgter Antragsstellung möglich?

    Die Änderung eines Wärmepumpenmodells ist im Antragsverlauf jederzeit problemlos möglich. Wichtig ist nur, dass die technischen Mindestanforderungen erfüllt werden (Modell steht auf der BAFA-Liste der förderfähigen Geräte.)

    Anlagenkosten aufgrund veränderter Anlagenkonzepte können in der ersten Antragsstufe angepasst werden. Hier genügt eine kurze Mitteilung, die über den Upload-Bereich hochgeladen werden kann. Liegt bereits ein Zuwendungsbescheid vor, können Anlagenkosten nur noch innerhalb der Widerspruchsfrist von einem Monat korrigiert werden. Dazu muss jedoch Widerspruch gegen den Zuwendungsbescheid eingelegt werden.

    Ändert sich im Antragsverlauf das Fördersegment (z.B. statt Gas-Hybridheizung soll nun eine monovalente Wärmepumpe eingebaut werden), muss ein neuer Antrag gestellt werden. Das Eingangsdatum des zweiten Antrags wird auf das ursprüngliche Antragsdatum zurückgesetzt. Bereits beauftragte Leistungen sind daher unproblematisch.

     


Wo finde ich den online Antrag zur BEG EM Förderung?


Förderprogramm bis zum 31.12.2020


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Der Förderratgeber gibt einen Überblick über die vielfältigen Fördermaßnahmen für effiziente und klimafreundliche Wärmepumpen seitens des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der KfW-Bank.

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Merkblatt zur Antragstellung BEG EM


Merkblatt zu den förderfähigen Kosten BEG EM

Sie möchten einen Förderantrag für Ihre Wärmepumpe stellen? Im Merkblatt des BAFA sind die förderfähigen Maßnahmen gemäß den aktuellen Förderrichtlinien aufgestellt. (Stand 01.01.2021)

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Liste der Wärmepumpen mit Prüfnachweis BEG EM

Welche Wärmepumpenmodelle förderfähig sind, sehen Sie in der Liste der Wärmepumpen mit Prüfnachweis.

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Technische Mindesanforderungen BEG EM




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