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Gibt es ein Problem wenn eine PN 16 Sonde in ein 190 m Loch eingebaut wird?

Martin Sabel

Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V.

Geschäftsführer

Bei der Installation von Erdwärmesonden gilt es verschiedene Details zu beachten, wie zum Beispiel den Ausgleich der entstehenden Druckverhältnisse.

Tatsächlich ist die Erdwärmesonde PN 16 für einen Betriebsüberdruck von 16 bar ausgelegt, welches dem Betriebsüberdruck der gängigen PE 100 RC Sonden mit SDR 11 entspricht. Um den Einbau zu erleichtern und Auftrieb im Bohrloch zu verhindern, werden Sonden in der Regel mit Wasser gefüllt bevor sie eingebaut werden.

Bei dem beschriebenen Fall könnte es zu einer Überschreitung des zulässigen Drucks kommen, wenn die wassergefüllte Sonde in das trockene Bohrloch eingeführt wird, da 1m Wassersäule 0,1 bar Druck entsprechen. Allerdings handelt es sich bei der Druckangabe, um den Betriebsdruck. Eine geringfügige Überschreitung dieses Drucks für kurze Zeit ist als eher unkritisch anzusehen.  

In der Praxis tritt dieser Fall jedoch selten auf, da sich bei Bohrlöchern in der beschriebenen Tiefe häufig Grundwasser ansammelt und so ein Gegendruck entsteht, welcher dem Innendruck der Sonde entgegenwirkt. Im Falle eines trockenen Bohrlochs kann die ungefüllte Sonde mit einem Gewicht am Fuß versehen werden, welches Sie in die Tiefe zieht. Später sorgt die Verfüllung des Ringraums mit der Verpresssuspension für einen Gegendruck.

Weitere Informationen finden Sie in einer Publikation des Fachverbands der Kunststoffrohr-Industrie unter folgendem Link http://www.krv.de/images/stories/docs/publikationen/Einbauanleitung_Geothermie.pdf

 

Im Zweifel können Sie sich für weitere Auskünfte auch direkt an das Bohrunternehmen bzw. den Sondenhersteller wenden, insbesondere wenn es um den Bereich Gewährleistung geht.


Weiterführende Links

 

BAFA Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet Bauherren und Sanieren wertvolle Fördermöglichkeiten beim Einbau einer effizienten Wärmepumpe.


KfW Die KfW Bankengruppe bietet Bauherren und Sanieren Tilgungszuschüsse bei energieeffizienten Bau- und Sanierungsvorhaben.


co2online co2online ist eine gemeinnützige Beratungsgesellschaft und Informationsplattform für Endkunden, die sich über Energiesparthemen und energieeffzientes Bauen und Sanieren informieren wollen. Teil der Plattform sind ein Modernisierungs- und Fördermittelcheck. Unterstützt wird das Projekt von der EU und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.


enbausa Umfassendes Portal zum energetischen Bauen und Sanieren: Infos zu Dämmung, Fassade, Heizung, Lüftung, Solar und Geothermie.


Energieförderung Die Förderdatenbank des Bine Informationsdienstes ist ein Wegweiser durch die Vielzahl der Förderprogramme in Deutschland. Bine realisiert das Projekt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur (dena)


foerderdata Auf foerderdata.de finden Sie eine umfassende Förderdatenbank, die auch regionale Förderprogramme berücksichtigt.


Die Hauswende Informationen und Beratung zu energieeffizientem Sanieren und Fördermöglichkeiten. Die Hauswende ist eine Kampagne der Deutsche Energie-Agentur (dena) und wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.


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