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BWP-inform 06/2016
 

Editorial

Liebes BWP-Mitglied,

Die Rekorde mehren sich, aber sie sind kein Grund zur Freude: Der vergangene April war der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnung und 2016 hat gute Chancen, zum bisher wärmsten Jahr zu werden. Das wäre der dritte Jahres-Hitzerekord in Folge. Dringlicher könnte der Appell nicht ausfallen, das Pariser Klimaabkommen schnellstmöglich umzusetzen. Einen ersten Aufschlag haben Umweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit dem Klimaschutzplan gemacht: Bereits 2030 sollen fossile Heizungen in Neubauten verboten werden. Das mutet revolutionär an angesichts der Tatsache, dass auch 2015 noch 51,5 Prozent der neuen Wohngebäude mit Gas als primärem Energieträger beheizt wurden. Auf großes Medienecho stieß deshalb auch die Studie von Prof. Quaschning zur Sektorkopplung. Nach Überzeugung des Berliner Wissenschaftlers lässt sich das 1,5 Grad Ziel nur durch eine Elektrifizierung des Verkehrs- und Wärmesektors erreichen. Geheizt werden soll in Zukunft vor allem mit Wärmepumpen, die mit Ökostrom betrieben werden. 

Aber auch die Bedenkenträger lassen von sich hören, Herr Fabricius (WELT) kann und will sich offenbar keine Zukunft ohne Öl- und Gasheizungen vorstellen.

Wie die Energiewende im ländlichen Raum funktionieren kann, zeigten wir 15 Journalisten bei unserer Pressefahrt am 16. und 17. Juni im Allgäu. Besonders eindrucksvoll fand ich das House of Energy, ein Bürogebäude, erbaut als Passivhaus Premium, das als nachhaltigstes Gebäude der Welt ausgezeichnet wurde. Das Objekt schaffte es sogar in die New York Times, in Deutschland berichteten bisher lediglich zwei Lokalzeitungen. Wie war das nochmal mit dem Prophet im eigenen Land? Auf der gesamten Fahrt dabei waren unser Vorstandsmitglied Arno Pöhlmann und Dr. Ulrich Stiebel, die beide in der Region beheimatet sind. Bilder und Texte zu den besichtigten Objekten finden Sie hier

Für eine breite Marktdurchdringung muss selbstverständlich auch die Qualität von Geräten und Installation stimmen. Hier müssen wir uns als verlässlicher Partner für die Energiewende gegenüber der Politik präsentieren. Das Gütesiegel hat sich für Wärmepumpen als Qualitätsauszeichnung bewährt, das Vertrauen von Verbrauchern und Politik in unsere Fachhandwerker möchten wir in Zukunft ebenfalls gerne mit einem dualen Schulungskonzept und Zertifikat stärken. 

Für die Wärmepumpe werben können Sie wieder am 30. September 2016, 14-18 Uhr. Dann findet wieder unser beliebtes Expertentelefon statt. Wer die Aktion unterstützen möchte, meldet sich bitte bei Frau Herbell (herbell@waermepumpe.de).  

Inzwischen konnte ich auch mit dem Agenturchef vom Goldenen Hirschen zur Effizienzkampagne sprechen: Kurzfristig lässt sich kein Plakatmotiv mit Erneuerbaren Energien mehr realisieren, die Kampagne läuft jedoch 3 Jahre. Auch einige Bundestagsabgeordnete äußerten sich bereits unzufrieden über die einseitige Fokussierung auf Effizienz. Hier besteht also noch Hoffnung auf Besserung.

Zum Abschluss noch ein Tipp: Nutzen Sie noch bis Ende Juli unseren günstigen Frühbuchertarif und melden Sie sich zum 14. Forum Wärmepumpe an. Der größte deutschsprachige Wärmepumpenkongress findet am 10. und 11. November 2016 im Ellington Hotel Berlin statt. 

Ihr Karl-Heinz Stawiarski

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