MAP (BAFA-Förderung)

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) belohnt den Einbau einer effizienten Wärmepumpe mit attraktiven Fördersummen aus dem Marktanreizprogramm (MAP).

Die seit 2012 geltenden Förderbedingungen wurden zum 1. Januar 2016 nochmals verbessert.

NEU sind vor allem...

... die Aufstockung der Förderung um weitere 20 Prozent, wenn ein besonders altes Heizgerät ausgetauscht wird

... die Bezuschussung von Optimierungsmaßnahmen in Höhe von 600 Euro.

 

Zum BAFA

Ansprechpartner Förderung

Michael Koch
Referent Politik
Telefon: 030 208 799 719
E-Mail: koch@waermepumpe.de

Allgemeines & Förderbedingungen

  • 1. Welche Wärmepumpen werden gefördert?

    1. Welche Wärmepumpen werden gefördert?

    Neben solarthermischen und Biomasseanlagen fördert das BAFA effiziente elektrische sowie gasbetriebene Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung:

    • Luft/Wasser-Wärmepumpen
    • Sole/Wasser-Wärmepumpen
    • Gas-Wärmepumpen
    • Direktverdampfung (Direktübertragung)/Wasser-Wärmepumpen
    • Wasser/Wasser-Wärmepumpen
    • Sonderformen (z. B. Abwärmenutzung; solare oder solarunterstützte Wärmepumpensysteme)

    Darüber hinaus dürfen nur Wärmepumpen, die einen Mindest-COP-Wert aufweisen und diesen durch einen unabhängigen Prüfbericht nachweisen können gefördert. Eine Liste förderfähiger Wärmepumpen finden Sie bei der BAFA. 

    Nicht gefördert werden…

    • … selbst gebaute Anlagen und Prototypen,
    • … gebrauchte Anlagen,
    • … Luft/Luft- und Brauchwasser-Wärmepumpen

  • 2. Welche allgemeinen Fördervoraussetzungen gibt es?

    2. Welche allgemeinen Fördervoraussetzungen gibt es?

    Gefördert werden Wärmepumpen, wenn sie zur…

    • … kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden (außer, wenn die Warmwasserbereitung durch andere erneuerbare Energien erfolgt, s. Kombinationsbonus),
    • … Raumheizung von Nichtwohngebäuden (hier muss die Wärmepumpe keine Warmwasserbereitung übernehmen!),
    • … Bereitstellung von Prozesswärme oder
    • … Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze

    eingesetzt werden.

    Bivalente Systeme sind ebenfalls förderfähig, müssen aber die allgemeinen und Effizienzvoraussetzungen erfüllen.

    Wärmepumpen, die in Wohngebäuden nur zur Raumheizung bzw. nur zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden, werden nicht gefördert!

    Darüber hinaus muss…

    • … ein Wärmemengen- und ein Stromzähler eingebaut,
    • … ein hydraulischer Abgleich durchgeführt (außer bei Direktkondensationswärmepumpen),
    • … ein Nachweis über die Anpassung der Heizkurve an das entsprechende Gebäude erbracht,
    • … mindestens eine Umwälzpumpe mit Mindest-Effizienzklasse A oder Energieeffizienzindex EEI gemäß Ökodesign-Richtlinie von 0,27 eingebaut werden.

    Die Erfüllung der Anforderungen ist nachzuweisen.

  • 3. Wie effizient muss die Wärmepumpe sein, um gefördert zu werden?

    3. Wie effizient muss die Wärmepumpe sein, um gefördert zu werden?

    Um gefördert zu werden, muss die Wärmepumpe

    1. auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen des BAFA verzeichnet sein und
    2. bei elektr. Wärmepumpen eine Mindest-Jahresarbeitszahl erreichen, die anhand VDI 4650 Blatt 1 (in der jeweils aktuellen Fassung) berechnet wird
    3. bei Gas-Wärmepumpen eine Mindest-Jahresheizzahl nach VDI 4650 Blatt 2 (Ausgabe 2013)

    Hier gelten folgende Mindestwert:

    Förderung Marktanreizprogramm

  • Die Jahresarbeitszahl kann unkompliziert mit unserem JAZ-Rechner ermittelt werden.
    Eine Ausnahme bilden Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz, die in der Innovationsförderung bezuschusst werden. Hier gilt es, Mindestwerte bei der sogenannten System-Jahresarbeitszahl (SJAZ) zu erfüllen.

    MAP Effizienzwerte

  • 4. Werden auch Wärmepumpen im Neubau gefördert?

    4. Werden auch Wärmepumpen im Neubau gefördert?

    Seit dem 1. April 2015 kann für Wärmepumpen in neu errichteten Gebäuden die sogenannte Innovationsförderung beantragt werden. Hier gelten verglichen mit bestehenden Gebäuden allerdings verschärfte Anforderungen. Darüber hinaus müssen die Gebäude natürlich auch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes (EEWärmeG) erfüllen.

    Neben dem MAP kann auch das KfW-Programm "Energieeffizienz Bauen" (Programmnummer 153), mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 16.875 EUR, in Anspruch genommen werden.

    WICHTIG: Im Neubau muss die Förderung unbedingt VOR der Erteilung des Auftrages für die Wärmepumpe gestellt werden!

  • 5. Können auch Anlagen gefördert werden, die schon länger als neun Monate in Betrieb sind?

    5. Können auch Anlagen gefördert werden, die schon länger als neun Monate in Betrieb sind?

    Nein. Beginnend mit dem Datum der Inbetriebnahme einer Anlage muss der Förderantrag spätestens neun Monate danach beim BAFA eingegangen sein. Wird diese Frist versäumt, muss der Antrag abgelehnt werden.

    Wichtig: Es gilt zu beachten, dass die nachträgliche Antragstellung bei der Basisförderung, also dem Austausch einer alten Heizung durch eine neue Wärmepumpe, möglich ist. Bei der Innovationsförderung ist immer die Antragstellung VOR Vorhabensbeginng verpflichtend, dies gilt damit für sämtliche Neubauvorhaben.

  • 6. Warum muss der hydraulische Abgleich durchgeführt werden?

    6. Warum muss der hydraulische Abgleich durchgeführt werden?

    Hydraulischer Abgleich bei Wärmepumpen

    Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs ist Voraussetzung für die Förderung einer Wärmepumpenanlage. Ohne den hydraulischen Abgleich bzw. ohne den entsprechenden Nachweis kann das BAFA den Zuschuss nicht bewilligen und auszahlen. Auch wenn die Durchführung des hydraulischen Abgleichs einerseits zusätzlichen Aufwand und zusätzliche Kosten verursacht und so die Investition in „erneuerbare“ Heizungstechnik zunächst zusätzlich verteuert, führen andererseits abgeglichene Systeme zu einem geringeren Energieverbrauch.

  • 7. Wer darf Förderanträge stellen?

    7. Wer darf Förderanträge stellen?

    Antragsberechtigt sind folgende Zielgruppen:

    • Privatpersonen
    • Freiberufler
    • Unternehmen
    • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
    • sonstige juristische Personen des Privatrechts (insbes. gemeinnützige Organisationen und Genossenschaften)
    • Hersteller förderfähiger Anlagen, insofern sie Anlagen als Contractoren zur Nutzung durch Dritte betreiben

    Zu beachten sind die verschiedenen Antragsverfahren. Unternehmen und Freiberufler müssen grundsätzlich vor dem Vorhabensbeginn ihren Förderantrag einreichen. Privatpersonen können dies bis zu 9 Monate nach Inbetriebnahme bzw. Durchführung der Optimierungmaßnahme tun (Ausnahme: Innovationsförderung!)

    Wer muss denn Antrag stellen, wenn ein Neubau von einem Generalunternehmer oder Fertighaushersteller errichtet wird?

  • 8. Welche besonderen Voraussetzungen gibt es für die Erdwärme-Nutzung?

    8. Welche besonderen Voraussetzungen gibt es für die Erdwärme-Nutzung?

    Soll eine Erdsonde installiert werden, müssen besondere Qualitätskriterien beachtet werden:

    1. Das Bohrunternehmen muss ein W120-2-Zertifikat vorweisen oder zumindest beauftragt haben. Ein Zertifikat nach DVGW W120 oder W120-1 ist nicht ausreichend.
    2. Für die Bohrung muss eine verschuldensunabhängige Versicherung abgeschlossen werden.

    Entsprechende Nachweise sind bei der Antragstellung vorzulegen. Eine Versicherungslösung wird vom BWP in Kooperation mit der Dr. Friedrich E. Hörtkorn GmbH angeboten.

    Für die Verlegung von Erdwärme-Kollektoren bestehen keine gesonderten Anforderungen.

  • 9. Werden auch Wärmepumpen mit PV-Anlagen gefördert?

    9. Werden auch Wärmepumpen mit PV-Anlagen gefördert?

    PV-Verbrauch mit Wärmepumpe

    In vielen Fällen ist die Kombination einer Wärmepumpe mit einer PV-Anlage sinnvoll. Auf diese Weise kann ein Teil des PV-Ertrags im eigenen Haus verbraucht und der Bezug teureren Netzstroms vermieden werden. Eine mit PV-Strom betriebene Wärmepumpe arbeitet vollkommen klimaneutral.

    Natürlich können auch Wärmepumpen, die von der BAFA gefördert werden, mit einer PV-Anlage betrieben werden. Hierfür gibt es jedoch keine zusätzliche Förderung und trotz der besseren Energie- und Klimabilanz gelten dieselben Anforderungen.

    Nur durch die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage, die die Sonnenenergie zur Bereitstellung von Wärme und nicht zur Stromerzeugung nutzt, kann für die zusätzliche Förderung herangezogen werden.

    1. Wird im Zusammenhang mit der Wärmepumpe eine förderfähige Solarthermie-Anlage installiert, kann für diese eine Solarthermie-Förderung beantragt und der Kombinationsbonus in Anspruch genommen werden. Übernimmt die Solarthermie-Anlage die Warmwasser-Bereitung, entfällt die Anforderung, dass die Wärmepumpe zur kombinierten Raumheizung und Warmwasserbereitung eingesetzt werden muss.
    2. Wird eine förderfähige Solarthermie-Anlage installiert, die einen Beitrag zur Wärmequelle leistet, kann eine Innovationsförderung für Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz beantragt werden. Hierzu gelten eigene Anforderungen.
    3. Wird mit der Wärmepumpe eine nicht-förderfähige Solarthermie-Anlage mit mind 7m² Kollektorfläche installiert, die einen Beitrag zur Wärmequelle leistet, kann der Kombinationsbonus beantragt werden.

  • 10. Werden auch Kälte-/Klimaanlagen gefördert?

    10. Werden auch Kälte-/Klimaanlagen gefördert?

    Nein, das Marktanreizprogramm fördert nur Wärmepumpen, die zu Zwecken der Raumheizung (Nichtwohngebäude) bzw. kombinierte Raumheizung und Trinkwasserbereitung (Wohngebäude) eingesetzt werden. Anlagen zur Kälteerzeugung/Klimatisierung werden nicht bezuschusst.


    Es gibt allerdings neben dem MAP ein Förderprogramm bei der BAFA speziell für Kälte-/Klimaanlagen. Hier gelten allerdings spezielle Förderbedingungen und Anforderungen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Förderratgeber Wärmepumpe

Wärmepumpen Förderratgeber

Der Förderratgeber gibt einen Überblick über die vielfältigen Fördermaßnahmen für effiziente und klimafreundliche Wärmepumpen seitens des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

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Fördersätze & Boni

  • 11. Wie hoch sind die Zuschüsse (Basisförderung)?

    11. Wie hoch sind die Zuschüsse (Basisförderung)?

    Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach den Nennwärmeleistungen der Wärmepumpen und ist in einer Förderrichtlinie (Stand: 1. April 2015) festgelegt, die vom zuständigen Bundeswirtschaftsministerium erlassen wurde.

    Zusätzlich zur Basisförderung können noch Boni und Zuschüsse für Optimierungsmaßnahmen beantragt werden. Bei besonders effizienten Wärmepumpen ist die sog. Innovationsförderung (s. Frage 12) möglich, in der höhere Fördersätze gelten.

    Im Neubau (s. Frage 4) gibt es dieselben Fördersätze, hier gelten allerdings die Anforderungen der Innovationsförderung.

    NEU seit dem 01.01.2016:

    Ersetzt die geförderte Wärmepumpe einen besonders ineffizienten Kessel (Öl/Gas, kein Brennwert, außerhalb gesetzliche Austauschpflicht), wird der Förderbetrag noch einmal um 20% aufgestockt! In diesem Fall muss gleichzeitig die gesamte Heizungsanlage optimiert werden. Für die Optimierung gibt es einen pauschalen Zuschuss von 600 EUR.

    Folgende Zuschüsse werden in der Basisförderung für den Gebäudebestand gewährt:

    Tabelle mit Fördersätzen der Basisförderung für Bestandsgebäude
    Basisförderung Marktanreizprogramm

  • 12. Was ist die Innovationsförderung?

    12. Was ist die Innovationsförderung?

    Mit der Innovationsförderung sollen besonders effiziente Wärmepumpen – sowohl in Bestandsgebäuden als auch in Neubauten – gefördert werden. Auch die Prozesswärmebereitstellung wird einbezogen.

    Hier müssen die Wärmepumpen entweder…

    … eine JAZ ? 4,5 (elektr. Wärmepumpen) bzw. ? 1,5 (Gas-Wärmepumpen) vorweisen

    ODER

    … eine besonders hohe Systemeffizienz aufweisen. Damit sind Anlagen gemeint, die durch die Einbindung weiterer Bauteile besonders effizient sind. Dazu zählen derzeit

    1. erdgekoppelte Wärmepumpen mit ergänzender Wärmequelle Luft oder Solarstrahlung,
    2. Luft/Wasser-Wärmepumpen mit ergänzender Wärmequelle Solarstrahlung,
    3. Wärmepumpen mit Eisspeicher,
    4. Wärmepumpen mit Wärmequelle "kalte Nahwärme".

    Die Optionen und die technischen Anforderungen sind auf einer Liste beim BAFA aufgeführt. Bei diesen Konzepten ist die Effizienz über die sog. System-Jahresarbeitszahl (SJAZ) mithilfe einer Simulationsrechnung nachzuweisen. Mit dem JAZ-Rechner des BWP ist dies nicht möglich.

    Weiterhin verpflichtend sind…

    • … die Verwendung von Flächenheizungen und
    • … ein Qualitätscheck nach einem Jahr inkl. Messung der Jahresarbeitszahl

    In der Innovationsförderung gelten folgende Fördersätze:

    • Bestand: 150% der Höhe der Basisförderung
    • NEU seit dem 01.01.2016:

      Ersetzt die geförderte Wärmepumpe einen besonders ineffizienten Kessel (Öl/Gas, kein Brennwert, außerhalb gesetzliche Austauschpflicht), wird der Förderbetrag noch einmal um 20% aufgestockt! In diesem Fall muss gleichzeitig die gesamte Heizungsanlage optimiert werden. Für die Optimierung gibt es einen pauschalen Zuschuss von 600 EUR.
    • Neubau: Förderung in Höhe der Basisförderung

    WICHTIG: Für die Innovationsförderung muss der Antrag VOR Projektbeginn gestellt werden!

    Folgende Zuschüsse werden in der Innovationsförderung für den Gebäudebestand gewährt:

    Tabelle mit Fördersätzen der Innovationsförderung im Neubau und Bestand
    Innovationsförderung Marktanreizprogramm

  • 13. Wie wird die Prozesswärmebereitstellung gefördert?

    13. Wie wird die Prozesswärmebereitstellung gefördert?

    In Abgrenzung zu Raumwärme und Warmwasser ist hier Wärme gemeint, die in Betrieben zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredlung von Produkten oder zur Erbringung einer Dienstleistung mit Prozesswärmebedarf genutzt wird. Eine Liste mit Anwendungsfällen gibt es bei der BAFA.

    Die Anlage darf anteilig auch Raumwärme und Warmwasser bereitstellen, der überwiegende Teil muss aber für o.g. Zwecke verwendet werden.

    Der Förderbetrag liegt bei max. 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestition. Diese wiederum ist bei 60.000 EUR gedeckelt. Maximal werden also 18.000 EUR ausbezahlt.

  • 14. Was ist der Kombinationsbonus?

    14. Was ist der Kombinationsbonus?

    Zusätzlich zu der Basisförderung für eine effiziente Wärmepumpe kann ein Bonus von 500 EUR gewährt werden, sofern gleichzeitig…

    • …eine förderfähige Solarkollektoranlage oder Biomasseanlage zur Raumheizung und Warmwasserbereitung errichtet wird,
    • …eine Solarkollektoranlage zur reinen Warmwasserbereitung angeschlossen wird,
    • …eine nicht förderfähige Solarkollektoranlage (mind. 7 m²) eingebunden, die einen Beitrag als Wärmequelle für die Wärmepumpe leistet, wird oder
    • … die Wärmepumpe an ein Wärmenetz angeschlossen wird.

    Gleichzeitigkeit der Maßnahmen bedeutet, dass sowohl die Solarthermieanlage als auch die Wärmepumpe innerhalb eines maximalen Zeitrahmens von 9 Monaten in Betrieb zu nehmen sind. Innerhalb dieser Frist muss der Antrag beim BAFA eingegangen sein. Für beide Maßnahmen ist ein separater Antrag zu stellen. Der Bonus wird nur einmal gewährt.

  • 15. Was ist der Effizienzbonus?

    15. Was ist der Effizienzbonus?

    Effizienzbonus MAP

    Wird die Wärmepumpe in einem Gebäude eingebaut, das den Anforderungen des KfW-Effizienzhaus 55 erfüllt (Programmnummern 151/152), kann eine zusätzliche Förderung in Höhe von 50 Prozent der Basisförderung beantragt werden. Dies gilt allerdings nicht für Neubauten und Nichtwohngebäude.

    Die Effizienz eines Gebäudes ist durch Vorlage der für die KfW-Förderung notwendigen Online-Bestätigung eines zugelassenen Sachverständigen nachzuweisen.

    Falls ein Gebäude die Voraussetzungen für den Effizienzbonus erfüllt, ist der Bonus zusammen mit der Basisförderung einer effizienten Wärmepumpe zu beantragen. Der Effizienzbonus ist mit dem regenerativen Kombinationsbonus kumulierbar / kombinierbar.

  • 16. Was ist der Lastmanagement-Bonus?

    16. Was ist der Lastmanagement-Bonus?

    Lastmanagement-Bonus

    Wärmepumpen, die den Anforderungen eines intelligenten Stromnetzes genügen, können einen Bonus von 500 EUR erhalten. Um diesen zu erhalten muss…

    • … ein Pufferspeicher mit einer Größe von mind. 30 Liter/kW Nennwärmeleistung installiert werden (das Volumen des Trinkwasserspeichers darf hier angerechnet werden),
    • … die Wärmepumpe eine Schnittstelle entsprechend der Regularien des „SG Ready“-Labels vorweisen.

    Welche Wärmepumpen für den Lastmanagement-Bonus infrage kommen, wird auf der Liste förderfähiger Wärmepumpen des BAFA vermerkt. Eine Liste aller Wärmepumpen mit SG Ready-Label ist auf der BWP-Website verfügbar.

  • 17. Welche Optimierungsmaßnahmen werden gefördert?

    17. Welche Optimierungsmaßnahmen werden gefördert?

    Übersicht Optimierungsmaßnahmen

    Seit 01.04.2015 werden verschiedene Optimierungsmaßnahmen gefördert, um die Effizienz der geförderten Anlagen in der Praxis sicherzustellen.

    Folgende Maßnahmen können gefördert werden:

    • Ausbau Gas-/Öltank einschl. Entsorgung des alten Tank und Wiederherstellung der Außenanlagen bei erdbedeckten Tanks
    • Ausbau Altheizung einschl. Entsorgung
    • Austausch oder erstmaliger Einbau von Flächenheizsystemen und Heizleisten (System-Vorlauftemperaturen unter 35°C) inkl. Anpassung oder Erneuerng von Rohrleitungen
    • Austausch von Heizkörpern durch NT-Heizkörper (Vorlauftemperatur unter 60°C)
    • Austausch "kritischer"Heizkörper zur Systemtemperaturreduzierung
    • Einbau zusätzlicher Wärmetauscher zur Aufrüstung eines NT- zu einem BW-Kessel einschl. notwendiger Schornsteinanpassungen
    • Einbau sowie Ersatz von zur Heizungsanlage zugehöriger Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Nutzerinterface
    • Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern
      zusätzliche Dämmung des bestehenden Verteilnetzes und des Speichers
    • Umstellung des Warmwassersystems, d.h. Integration in die Heizungsanlage inkl. notwendiger Sanitärarbeiten wie Austausch der Armaturen, Einsatz wassersparender Maßnahmen, Abwasser-Wärmerückgewinnung)
    • Nutzerinterface u nd Smart Metering-Systeme für Wärme, auch als Mulsti-Sparten-Systeme inkl. Strom, Gas und Wasser
    • Einbau einer hocheffizienten Zirkulationspumpe
    • notwendige Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten
    • Herstellung notwendiger Wand- und Deckendurchbrüche inkl. Dämmmaßnahmen
      Erneuerung des Schornsteins oder Erstellung von Steigsträngen inkl. Verkleinerung
      Einrichtung oder Neubau eines Heizraums bzw. Bevorratungsbehälters für Biomasse
    • notwendiger bauliche Maßnahmen am Heiz- und Kesselraum
    • in Einrohrsystemen Maßnahmen zur Volumenstromregelung
    • Umbau von Ein- in Zweirohrsysteme
    • Ersatz und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern (sofern nicht gefordert oder extra gefördert)
      Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung
    • bei Biomasseanlagen: Errichtung eines integrierten oder nachgerüsteten Staubabscheiders, insofern nicht extra gefördert

    NEU seit dem 01.01.2016:

    Ersetzt die geförderte Wärmepumpe einen besonders ineffizienten Kessel (Öl/Gas, kein Brennwert, außerhalb gesetzliche Austauschpflicht), wird der Förderbetrag noch einmal um 20% aufgestockt! In diesem Fall muss gleichzeitig die gesamte Heizungsanlage optimiert werden:

    • Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes (z.B. nach DIN EN 15378)
    • Durchführung des hydraulischen Abgleichs
    • Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Effizienzverbesserung des Heizungssystems (z.B. Anpassung der Heizkurve Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Einsatz von Einzelraumreglern)

    Für die Optimierung gibt es einen pauschalen Zuschuss von 600 EUR, allerdings nur im Paket mit der 20-prozentigen Aufstockung.

    ACHTUNG: Die Förderung von Optimierungsmaßnahmen bei Errichtung der Anlage (s.o.) sind nicht mit dem Paket des 20-prozentigen Zuschlags und den 600 EUR für Optimierungsmaßnahmen kombinierbar!

  • 18. Was ist der APEE-Bonus?

    18. Was ist der APEE-Bonus?

    Seit dem 01.01.2016 können Antragsteller zusätzlich zur Basis-/Innovationsförderung und den genannten Boni einen 20-prozentigen Zuschlag auf ihre Gesamtfördersumme erhalten. Diese Maßnahme ist des sog. Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) der Bundesregierung.

    Der Bonus kann in Anspruch genommen werden, wenn ein alter Heizkessel ausgetauscht wird, der...

    • fossile Brennstoffe (Gas oder Heizöl) nutzt,
    • nicht auf Brennwert- oder Brennstoffzellentechnik beruht und
    • nicht von der Austauschpflicht der EnEV erfasst wird

    Darüber hinaus müssen neben dem reinen Tausch des Wärmeerzeugers Optimierungsmaßnahmen an der Heizungsanlage durchgeführt werden, die es einen Pauschalzuschuss von 600 EUR gibt:

    • Bestandsaufnahme und Analyse des IST-Zustandes (z.B. nach DIN EN 15378)
    • Durchführung des hydraulischen Abgleichs
    • Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Effizienzverbesserung des Heizungssystems (z.B. Anpassung der Heizkurve Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Einsatz von Einzelraumreglern)

    Der Zuschlag und der Optimierungszuschuss sind nur im Paket antragsfähig. Eine Nutzung des Bonus für Optimierungsmaßnahmen bei Errichtung der Anlage ist in diesem Fall ausgeschlossen!

    Anbei finden Sie die Mindestfördersätze bei Inanspruchnahme des APEE-Bonus. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 1,2 x Mindestfördersumme (Basis/Innovation) + 600 EUR. Werden zusätzlich Boni (z.B. Lastmanagement-Bonus) in Anspruch genommen, wird deren Summe ebenfalls mit 1,2 multipliziert.

    Tabelle mit APEE-Fördersätzen für Bestandsgebäude
    Fördersätze der Basisförderung und Innovationsförderung im Vergleich

  • 19. Wann gelten welche Fördersätze?

    19. Wann gelten welche Fördersätze?

    Die neuen Förderbedingungen treten am 1. April 2015 in Kraft. Diese gelten für alle Anträge, die ab diesem Tag gestellt werden. Demzufolge werden auch Anlagen, die bis zu 9 Monate vor diesem Tag in Betrieb genommen wurden, entsprechend der neuen Förderrichtlinien behandelt. Für Anträge, die bis einschließlich 31. März 2015 gestellt werden, gelten nach wie vor die alten Förderbedingungen.

    NEU: Seit 01.01.2016 gibt es einen zusätzlichen Bonus, wenn die neue Wärmepumpe einen besonders ineffizienten fossilen Kessel ersetzt und gleichzeitig die Heizungsanlage optimiert wird. Dieser Bonus wird nur für Wärmepumpen gewährt, die ab dem 01.01.2016 in Betrieb genommen werden! Es gelten weiterhin die verschiedenen Antragsverfahren in der Basis- (nachträgliche Beantragung) und Innovationsförderung (Beantragung vor Vorhabensbeginn.)

  • 20. Ist eine gleichzeitige Förderung über das MAP und ein KfW-Programm möglich?

    20. Ist eine gleichzeitige Förderung über das MAP und ein KfW-Programm möglich?

    KfW- und MAP-Förderung

    Für die Kumulierung - also die die Inanspruchnahme mehrerer Förderprogramme für dieselbe Maßnahme - von MAP und KfW-Programmen sind enge Grenzen gesetzt. Grundsätzlich gilt ein sogenanntes Kumulierungsverbot
    Folgende KfW-Programme sind jedoch ohne Einschränkungen mit dem MAP kumulierbar:

    Andere KfW-Programme dürfen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die neue Wärmepumpe nicht über das jeweils beantragte KfW-Programm finanziert wird. In diesem Fall würden die verschiedenen Förderprogramme lediglich kombiniert, nicht jedoch kumuliert. Dies gilt vor allem für folgende KfW-Programme:

JAZ-Rechner

Nutzen Sie unseren Jahresarbeitszahl-Rechner, um die zukünftige JAZ Ihrer Wärmepumpe oder die der Wärmepumpe Ihres Kunden zu errechnen. Im Anschluss können Sie den BAFA-Förderantrag über unser Tool direkt ausfüllen lassen.

JAZ-Rechner

Antragsverfahren

  • 21. Woraus besteht ein Antrag?

    21. Woraus besteht ein Antrag?

    Bei nachträglicher Förderung, d. h. wenn ein Antrag nach Inbetriebnahme der Anlage zu stellen ist, sollte ein Antrag folgende Dokumente beinhalten:

    • das ausgefüllte und eigenhändig unterschriebene Antragsformular
    • die vom Fachunternehmer / Installateur unterschriebene Fachunternehmererklärung
    • Rechnung des Fachunternehmers in Kopie

    Wenn die Antragstellung vor Vorhabensbeginn vorgeschrieben ist, verlangt das BAFA in der Basisförderung außer dem eigentlichen Antragsformular keine Nachweise oder Dokumente. Technische Angaben, wie z.B. Hersteller, Typ und Nennwärmeleistung sind im Antrag anzugeben.

    Unternehmen, Freiberufler und in der Innovationsförderung müssen Anträge grundsätzlich vor Vorhabensbeginn gestellt werden.

  • 22. Wann ist ein Förderantrag zu stellen?

    22. Wann ist ein Förderantrag zu stellen?

    In der Basisförderung müssen Privatpersonen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Organisationen den Antrag innerhalb von 9 Monaten nach Inbetriebnahme bzw. Durchführung der Optimierungsmaßnahme beim BAFA einreichen. Maßgeblich ist stets der Tag des Antragseingangs beim BAFA. Verfristet eingehende Anträge muss das BAFA aus zwingenden haushaltsrechtlichen Gründen ablehnen.

    Unternehmen (ebenso Contractoren, KMU, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind, freiberuflich Tätige) müssen den Antrag immer vor Vorhabensbeginn (damit ist der Abschluss des Vertrages gemeint, Planungsleistungen dürfen im Vorfeld jedoch erbracht werden) stellen.

    In der Innovationsförderung müssen ebenso alle Anträge VOR Vorhabenbeginn gestellt werden. Dies gilt auch für Privatpersonen und insbesondere bei Neubauvorhaben.

    Bei erdgekoppelten Wärmepumpen gilt der Zeitpunkt der Beauftragung/Bestellung der Wärmepumpe als Kriterium - nicht der Termin der Beauftragung bzw. Durchführung der Bohrung für der Erdwärmesonde. Hintergrund ist, dass die Sonde häufig lange vor dem Einbau der Wärmepumpe errichtet wird. Gleichwohl ist für die volle Förderung auf die Einhaltung der Förderkriterien für Erdwärmesonden zu achten!

  • 23. Wo bekomme ich die Förderanträge und wo muss ich sie einreichen?

    23. Wo bekomme ich die Förderanträge und wo muss ich sie einreichen?

    Die Förderanträge bekommen Sie auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dort finden Sie zusätzlich viele weitere Informationen zur Förderung von Wärmepumpen.

    Die Formulare können auch per Post bestellt werden. Hierzu ist eine Anfrage an folgende Adresse zu schicken:

    Bundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleFörderung erneuerbarer EnergienFrankfurter Straße 29-3565760 Eschborn

    Hier ist auch der Antrag einzureichen.

  • 24. Nach welcher Fassung der VDI 4650 muss die JAZ berechnet werden?

    24. Nach welcher Fassung der VDI 4650 muss die JAZ berechnet werden?

    VDI

    Die Jahresarbeitszahl (JAZ)  muss grundsätzlich gemäß VDI 4650 (in der jeweils gültigen Fassung) ermittelt werden. Dies ist über den JAZ-Rechner des BWP problemlos möglich. Der Ausdruck wird vom BAFA als Nachweis anerkannt

    Die VDI 4650 wird derzeit überarbeitet. Mit einer abschließenden Neufassung ist jedoch nicht vor dem Herbst zu rechnen. Das BAFA akzeptiert nach wie vor Nachweise auf Basis der jetzigen und nach wie vor gültigen Fassung. Prinzipiell ist auch die Anwendung der im Gründruck niedergelegten Fassung gestattet. Der JAZ-Rechner wird allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt umgestellt.

  • 25. Was passiert, wenn die berechnete JAZ im Förderantrag von der gemessenen JAZ abweicht?

    25. Was passiert, wenn die berechnete JAZ im Förderantrag von der gemessenen JAZ abweicht?

    In der Innovationsförderung und bei der Förderung von Optimierungsmaßnahmen nach einem Betriebsjahr müssen die berechnete JAZ im Förderantrag und die tatsächlich erreichte JAZ verglichen werden.

    Bei der tatsächlichen JAZ spielen aber neben der Qualität der Anlage auch das Nutzerverhalten eine nicht unerhebliche Rolle. Dieses kann während der Ermittlung der berechneten JAZ nur begrenzt berücksichtigt werden. Abweichungen sind also durchaus normal. Der gewährte Zuschuss wird nicht im Nachhinein zurückgefordert.

    Der Vergleich soll bei erheblichen Abweichungen nach unten einen Anlass dafür bieten, die Anlage noch einmal zu überprüfen, ggf. Optimierungsmaßnahmen vorzunehmen bzw. den Nutzer über Effizienzpotenziale aufzuklären.

    Zum BWP-JAZ-Rechner

  • 26. Wie werden Inbetriebnahme und Vorhabensbeginn definiert?

    26. Wie werden Inbetriebnahme und Vorhabensbeginn definiert?

    Anträge müssen innerhalb von 9 Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden. Eine Wärmepumpe gilt als in Betrieb genommen, wenn sie arbeitet und dauerhaft eingeschaltet bleibt. Ein bloßer Probelauf stellt noch keine Inbetriebnahme dar. Es ist grundsätzlich unerheblich, ob nach der Inbetriebnahme Mängel an der Anlage aufgetreten sind. Das Inbetriebnahmedatum ist auf den Tag genau anzugeben.

    Bei Unternehmen und für die Innovationsförderung hingegen ist eine Antragstellung vor dem Vorhabensbeginn verpflichtend (Ausnahme: Optimierungsmaßnahmen). Als Vorhabensbeginn gilt der rechtsverbindliche Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden.

    Sobald der Antrag beim BAFA eingegangen ist, darf ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag abgeschlossen werden. Der Antragsteller muss nicht den Zugang des Bewilligungsbescheides abwarten.

  • 27. Wird der Zuschuss immer ausbezahlt oder nur solange die Fördergelder reichen?

    27. Wird der Zuschuss immer ausbezahlt oder nur solange die Fördergelder reichen?

    Die Gewährung der Zuwendung steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel. Es besteht kein Rechtsanspruch des Antragstellers auf die Förderung.

  • 28. Was ist beim Einbau von Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzählern zu beachten?

    28. Was ist beim Einbau von Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzählern zu beachten?

    Stromzähler bei MAP

    Strom- (bzw. Gas-) und Wärmemengenzähler sind so einzubauen, dass die Jahresarbeitszahl im praktischen Betrieb ermittelt werden kann. Das bedeutet:

    • Alle in den Heizungskreislauf und an die Warmwasserbereitung abgegebenen Wärmemengen müssen erfasst werden. Dies kann gegebenenfalls den Einbau mehrerer separater Zähler erforderlich machen.
    • Der Stromzähler muss so installiert sein, dass die eingesetzte Strommenge einschließlich der Strommenge für den Betrieb der peripheren Verbraucher, insbesondere der Grundwasserpumpe, der Soleumwälzpumpe, des Notheizstabes und der Regelung ermittelt werden kann. Es wird jedoch auch akzeptiert, wenn der Stromverbrauch für die Regelung nicht von dem Stromzähler der Wärmepumpe erfasst wird. Dies gilt ebenso für Gaswärmepumpen, bei denen die Ermittlung der Jahresarbeitszahl eigentlich auch unter Berücksichtigung des Stromverbrauchs für die Regelung erfolgen soll.

     

     

  • 29. Was passiert, wenn mein Bohrunternehmen noch kein Zertifikat nach W 120-2 hat?

    29. Was passiert, wenn mein Bohrunternehmen noch kein Zertifikat nach W 120-2 hat?

    Generell gilt, dass Bohrunternehmen ein Zertifikat nach DVGW W 120-2 besitzen müssen, damit die Förderung ausbezahlt wird. Für Bohrfirmen, die dieses Zertifikat noch nicht haben, gibt es eine Übergangsfrist.

    Die Bohrunternehmen müssen den Nachweis erbringen, dass Sie die Zertifizierung nach dem DVGW-Arbeitsblatt W120-2 bei einer akkreditierten Zertifizierungsstelle in Auftrag gegeben haben. Das Zertifikat ist bis spätestens zum 31.12.2015 nachzureichen. Die Auszahlung erfolgt nach erfolgreicher Zertifizierung.

  • 30. Was passiert, wenn meine Sonde bereits vor dem 1. April gebohrt wurde?

    30. Was passiert, wenn meine Sonde bereits vor dem 1. April gebohrt wurde?

    Sondenbohrung MAP

    Häufig werden Erdwärme-Sonden einige Zeit vor dem Einbau der Wärmepumpe installiert. Wurde die Sonde vor Inkrafttreten des Marktanreizprogrammes am 1. April 2015 verlegt, ohne dass die Qualitätskriterien (W 120-2-Zertifikat, verschuldensunabhängige Versicherung) eingehalten wurden, ist eine Förderung dennoch möglich.

    In einem solchen Fall erhalten Sie die Fördersumme für Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Kollektoren in Höhe von 4.000 EUR. Voraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung der Vertrag über die Lieferung der Wärmepumpe noch nicht abgeschlossen wurde.

    Wärmepumpe mit Erdwärmesonden, die seit dem 1. April 2015 gebohrt wurden, die Vorgaben für die Sondenerrichtung aber nicht erfüllen, erhalten keine Förderung.

  • 31. Wer muss den Antrag stellen, wenn ein Neubau von einem Generalunternehmer oder Fertighaushersteller errichtet wird?

    31. Wer muss den Antrag stellen, wenn ein Neubau von einem Generalunternehmer oder Fertighaushersteller errichtet wird?

    Hat man ein Fertighaus-Unternehmer oder einen Generaltunternehmer mit der Errichtung eines Neubaus beauftragt, so gilt die Wärmepumpe selbst noch nicht als beauftragt, insofern der Vertrag mit dem Unternehmer nicht explizit ein förderfähiges Wärmepumpen-Modell benennt. Erst, wenn ein entsprechender Vertrag mit Nennung des Wärmepumpen-Modells geschlossen wurde, gilt dies als Auftragsbeginn , z.B. für die Innovationsförderung. Das heißt, der Vertrag mit dem Fertighaus-/Generalunternehmen darf schon vor der Beantragung der Förderung geschlossen werden, insofern er die o.g. Bedingungen erfüllt.

    Generell dürfen auch Unternehmen, also Fertighaushersteller oder Generalunternehmer, selbst die Förderung beantragen. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, die Förderung an den Käufer des Gebäudes weiterzugeben. Dies sollte ggf. vertraglich geregelt werden.

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Rechenbeispiele

  • Gewächshaus

    Förderung für Gewächshäuser

    Gewächshaus

    Projekt: Errichtung Wasser/Wasser-Wärmepumpe (JAZ 4,5) mit Brunnenanlage zur Beheizung eines Gewächshauses

  • Hocheffiziente Erdwärme-Anlage im KfW-55-Bestandshaus

    Fördersatz für Sole/Wasser-Wärmepumpe im KfW-55-Bestandshaus

    Hocheffiziente Erdwärme-Anlage im KfW-55-Bestandshaus

    Ersatz Niedertemperatur-Ölheizung (20 Jahre) mit einer SG-Ready-fähigen Sole/Wasser-Wärmepumpe, Gebäudeeffizienzmaßnahmen, Pufferspeicher, Optimierungsmaßnahmen

  • Intelligente Erdwärme mit Sonden

    Förderung für eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Sonde

    Intelligente Erdwärme mit Sonden

    Projekt: Ersatz einer Niedertemperatur-Gasheizung (20 Jahre) mit einer SG-Ready-fähigen Sole/Wasser-Wärmepumpe (15 kW, JAZ 4,5) mit Erdsonde, Pufferspeicher (500L), Flächenheizung und Optimierung der Heizungsanlage

  • Intelligente Luft-Wärmepumpe mit Inverter

    Fördersätze Luft-Wärmepumpe mit Inverter

    Intelligente Luft-Wärmepumpe mit Inverter

    Projekt: Ersatz einer Ölheizung (20 Jahre) mit einer leistungsgeregelten Luft/Wasser-Wärmepumpe (15 kW, berechnete JAZ 3,5) mit SG-Ready-Schnittstelle, Pufferspeicher (500 Liter)

    Achtung: In diesem Fall konnten durch die Inanspruchnahme der Förderung für Optimierungsmaßnahmen bei Anlagenerrichtung keine APEE-Zuschüsse beantragt werden!

  • Erdwärme (Kollektor) im Neubau

    Erdwärme (Kollektor) im Neubau

    Förderung einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Kollektor

    Projekt: Einbau einer 10 kW Sole/Wasser-Wärmepumpe (JAZ 4,5) mit Erdwärme-Kollektor in einem neuen Gebäude mit 500 L Pufferspeicher und SG-Ready Schnittstelle

    Achtung: In Neubauten kann kein APEE-Bonus beansprucht werden. Dieser wird nur im Falle des Ausbaus eines alten konventionellen Kessels gewährt.

  • Luft-Wärmepumpe + Pelletofen

    Fördersätze für eine Luft-Wärmepumpe mit Pelletofen

    Luft-Wärmepumpe + Pelletofen

    Projekt: Ersatz Niedertemperatur-Ölheizung (20 Jahre) mit einer SG-Ready-fähigen Luft/Wasser-Wärmepumpe (10 kW, JAZ 3,5), 5 kW Pelletofen mit Wassertasche, Optimierungsmaßnahmen

  • Wärmepumpe mit Eisspeicher

    Fördersätze Eisspeicher

    Wärmepumpe mit Eisspeicher

    Projekt: Ersatz einer Öl-Heizung (20 Jahre) mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe (15 kW, JAZ 4,0), Eisspeicher, der von einer solarthermischen Anlage (7 m²) befüllt wird.