Allgemeine Informationen zu Erdwärme

Sie planen ein neues Haus oder möchten Ihre alte Heizung austauschen? Sie möchten Energie sparen und das Klima schonen? Dann ist Erdwärme womöglich das Richtige für Sie!

Die Nutzung von Erdwärme ist energieeffizient, erneuerbar und darum klimaschonend. Denn die im Boden gespeicherte Energie wird durch die Sonne und die vom Erdkern aufsteigende Hitze ständig erneuert – und steht damit quasi unendlich zur Verfügung. Mithilfe einer Wärmepumpe kann diese Energie für Ihr Haus nutzbar gemacht werden.

Wo kommt die Erdwärme her?

Als Geothermie - oder Erdwärme - bezeichnet man die unterhalb der Erdoberfläche vorhandene Wärmeenergie. Diese Energie stammt aus unterschiedlichen Quellen: Der flüssige Kern unseres Planeten ist etwa 6000°C heiß, diese Energie ist ein Relikt aus der Entstehungsphase der Erde und stammt letztlich aus den unvorstellbaren Energiemengen, die bei der Entstehung unseres Sonnensystems gewirkt haben. Der natürliche radioaktive Zerfall von langlebigen radioaktiven Elementen im Erdmantel produziert ebenfalls Wärme in nach menschlichem Ermessen unerschöpflichen Mengen.


Durch Wärmeleitung, aber auch durch zirkulierende Gase und Flüssigkeiten wird diese Wärme an die Oberfläche transportiert. Per Saldo strahlt die Erde Tag für Tag etwa das 2,5-fache des weltweiten Energiebedarfs der Menschen ungenutzt in den Weltraum ab. Hinzu kommt die Energie der Sonneneinstrahlung mit 165 W/m2, was weltweit etwa dem 5000-fachen des menschlichen Bedarfs entspricht. Ein Teil dieser Sonnenenergie trägt direkt oder indirekt durch versickerndes Oberflächenwasser ebenfalls zur Erwärmung der oberflächennahen Schichten bei: Bis zu einer Tiefe von ca. 15m schwanken die Temperaturen in unseren Breiten je nach der Jahreszeit, unterhalb von 15m herrschen unabhängig von der Jahreszeit konstante Temperaturen, die mit zunehmender Tiefe um ca. 3°C je 100m steigen.

Ansprechpartner Erdwärme

Referent Geothermie

Dr. Martin Sabel
Stellv. Geschäftsführer & Referent Erdwärme
Telefon: 030 208 799 722
E-Mail: sabel@waermepumpe.de

Wie kann man Erdwärme nutzen?

Bei der Nutzung von Erdwärme unterscheidet man zwischen oberflächennaher und tiefer Geothermie. Von oberflächennaher Geothermie spricht man, solange die Energie aus Tiefen bis 400m stammt. Durch verschiedene Systeme kann die oberflächennahe Geothermie gewonnen und mit einer Wärmepumpe nutzbar gemacht werden. Dabei wird grundsätzlich zwischen geschlossenen (Erdwärme-Kollektoren, Erdwärme-Sonden) und offenen Systemen (Brunnensysteme) unterschieden.

Einen guten Überblick über die Nutzung Oberflächennaher Geothermie in den einzelnen Bundesländern Deutschlands können Sie den Ranglisten und Projektbeispielen der erdwärmeLIGA einsehen.

Tiefe Geothermieprojekte, die auch die Energie aus größeren Tiefen als 400m nutzen, werden zur Wärmeversorgung ganzer Ortschaften und Stadtteile eingesetzt bzw. in einigen Fällen sogar zur Erzeugung von Strom. Als Wärmequelle dienen die in großen Tiefen vorhandenen Thermalwässer oder das Energiepotential des Tiefengesteins. Die Nutzung dieser Ressourcen ist jedoch technisch sehr viel aufwendiger als in der oberflächennahen Geothermie und wird im Wesentlichen im Rahmen von Großprojekten realisiert. Mehr Informationen zur tiefen Geothermie finden Sie auf www.geothermie.de.

Wärmequelle Erde

Erde als Wärmequelle für Wärmepumpen.

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