Wirtschaftliches Heizen für kühle Rechner

14Juni2011

Der weltweit wachsende Energiebedarf sowie die endlichen Ressourcen an fossilen Energieträgern wie Öl und Gas führen zu starken Preisschwankungen. Damit steigt auch das Interesse an alternativen Heizsystemen in Eigenheimen, Mehrfamilienhäusern, Büro- und Gewerbegebäuden.

Mittlerweile sind laut Bundesverband Wärmepumpe e. V. (BWP) rund 400.000 Wärmepumpen in Deutschland in Betrieb. 2010 konsolidierte sich der Wärmepumpenabsatz bei über 50.000 verkauften Geräten pro Jahr, im Neubau lag der Marktanteil bei rund 24 Prozent. „Die hohe Zahl zufriedener Wärmepumpen-Nutzer sowie die gestiegenen Verkaufszahlen zeigen, dass Wärmepumpen eine technisch ausgereifte und wirtschaftlich sinnvolle Alternative darstellen“, so Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V.

Wärmepumpen punkten durch geringe Betriebskosten, da sie bis zu drei Viertel der Energie aus kostenloser Umweltwärme beziehen. Nur rund ein Viertel der Energie bezahlt der Kunde– und profitiert dabei meist von günstigen Wärmepumpen-Stromtarifen. Zudem ist der Wartungsaufwand für die Wärmepumpe ist verschwindend gering. Kosten für Schornsteinfeger und Emissionswerteprüfung fallen nicht an. Durch die Unabhängigkeit von Öl und Gas liefert die Wärmepumpe auch in Zukunft sparsame und sichere Wärme. Sie kann aber noch mehr: Viele Wärmepumpen können sehr energie- und kosteneffizient kühlen, indem sie die Wärme aus dem Haus im Erdboden speichern. Das spart im Vergleich zu Klimaanlagen nicht nur Stromkosten, sondern auch die Kosten für zusätzliche Geräte.

Die Ökonomie und Multifunktionalität der Wärmepumpe nutzen mittlerweile auch viele Firmen. Der Modekonzern s. Oliver setzte beim Neubau der Firmenzentrale konsequent auf Umweltwärme. Heute heizen und kühlen acht Wärmepumpen und 60 Sonden die 14.000 m² große Bürofläche in Rottendorf und sorgen für eine kontrollierte Raumlüftung. Das Unternehmen berichtet von positiven Erfahrungen mit der Wärmepumpenanlage: Neben den ökologischen Vorteilen, die auch dem Image des Konzern zugute kommen, ist das Gebäude äußerst sparsam im Gesamtenergieverbrauch.

Da die Wärmepumpe einen nachhaltigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leistet, kann ein Antrag auf staatliche Förderung gestellt werden. Auskunft über die Bedingungen, verschiedene Fördermöglichkeiten sowie Fragen rund um das Thema Wirtschaftlichkeit sind auf der Website www.waermepumpe.de nachzulesen.

 

<address>Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP)</address>

<address class="Abbinder">Der Bundesverband Wärmepumpe e. V. (BWP) ist ein Branchenverband mit Sitz in Berlin, der die gesamte Wertschöpfungskette umfasst: Im BWP sind rund 700 Handwerker, Planer und Architekten sowie Bohrfirmen, Heizungsindustrie und Energieversorgungsunternehmen organisiert, die sich für den verstärkten Einsatz effizienter  Wärmepumpen engagieren. Unsere Mitglieder beschäftigen im Wärmepumpen-Bereich rund 5.000 Mitarbeiter und erzielen über 1,5 Mrd. Euro Umsatz. Zurzeit sind 95 Prozent der deutschen Wärmepumpen-Hersteller, rund 45 Versorgungsunternehmen sowie rund 500 Handwerksbetriebe und Planer Mitglieder im Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.</address>