Optimal auf die EnEV-Verschärfung vorbereiten

07Dezember2015

Häuslebauer müssen oft viele Entscheidungen auf einmal treffen. Nicht nur die Größe des Hauses, Anzahl der Zimmer und die Bodenbeläge bedürfen einiger Überlegungen, verzwickt wird es häufig auch bei der Wahl des Heizsystems. Ab dem 1. Januar 2016 dürfte zumindest letztere leichter fallen, denn dann treten die Vorteile von Häusern mit Wärmepumpen noch deutlicher hervor. Wärmepumpen erfüllen problemlos die Anforderungen der Energieeinsparvordnung (EnEV).

Die EnEV-Verschärfung stellt Fachhandwerker, Architekten und Energieberater sowie ihre Kunden vor eine anspruchsvolle Planungsaufgabe, denn die fossile Standardlösung genügt dann erstmals nicht mehr den Anforderungen. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. hat deswegen den "Ratgeber Energieeinsparverordnung" herausgegeben, der praxisnah und verständlich in das Thema einführt.

Ab 2016 gelten verschärfte primärenergetische Anforderungen an Neubauten. Um 25 Prozent reduziert sich der erlaubte Primärenergiebedarf der Gebäude gegenüber der aktuell geltenden EnEV. Dies kann eine moderne Brennwerttherme alleine in Verbindung mit solarer Trinkwassererwärmung nicht mehr leisten. Zusätzlich wären entweder eine extreme Dämmung oder die Installation von Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung und einer solaren Heizungsunterstützung notwendig – das ist aufwendig und teuer. Als alleinige Technologie und ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen erfüllt die Vorgaben die Wärmepumpe, die in ihrer Effizienz praktisch unübertroffen ist. Grund dafür ist unter anderem der zunehmend regenerativere Strom, den sie nutzt, um Umweltwärme in angenehme Raumwärme zu verwandeln.

Ratgeber Energieeinsparverordnung

Im "Ratgeber Energieeinsparverordnung" erklärt der BWP anhand von Beispielrechnungen, warum die Wärmepumpe bei der EnEV so gut abschneidet. Als Hintergrund erläutert er, was Energieeffizienz bedeutet, die Systematik der EnEV und was neu gegenüber der EnEV 2009 ist. Das Kapitel „Zusatznutzen“ dient als Argumentationshilfe gegenüber Kunden. Abschließend stellt der Ratgeber dar, wie Häuser mit Wärmepumpe im Gebäudeenergieausweis abschneiden.

Der Ratgeber ist zunächst zum Download auf den Seiten www.waermepumpe.de und www.heizen-im-gruenen-bereich.de verfügbar. In Kürze können Interessierte ihn dann auch als Broschüre im handlichen DIN A5-Format in der Geschäftsstelle des BWP bestellen.