Moderne Heiztechnik für den Freistaat – Das bayerische Energiekonzept setzt auf Wärmepumpen

09August2011

Bundesverband Wärmepumpe e.V. lobt Bayerns geplante Verbesserung der Wärmepumpenförderung. Verbesserte marktgerechte Anreize, finanzielle Förderung und Information über die Wärmepumpen-Technologie sollen den Anteil von Wärmepumpen in den kommenden Jahren verdoppeln.

Am 24. Mai 2011 hat die Bayerische Staatsregierung das Energiekonzept „Energie innovativ“ beschlossen.  Das ambitionierte Programm sieht vor, den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmebereich bis 2050 um 50 Prozent zu steigern.

Wärmepumpen-Heizungen zählen zu den erneuerbaren Energien im Wärmebereich. Sie nutzen die kostenlose Umweltwärme aus Erde, Wasser und Luft und benötigen nur etwa 25 Prozent Antriebsenergie in Form von Strom. So gewährleistet die Wärmepumpen-Technologie einen weitgehend klimaneutralen Gebäudebestand und erreicht dadurch eine maximale CO2-Einsparung.

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel betont: „Mit dem Umbau der Energieversorgung setzen wir auch auf erneuerbare Energien im Wärmebereich. Die Wärmepumpe ist eine der nachhaltigen Heiztechniken. Um die Verbreitung der Wärmepumpen in Bayern weiter voran zu treiben, informieren wir die Verbraucher umfassend und setzen uns beim Bund für bessere Förderbedingungen ein.“

Die intensiven Bemühungen des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. (BWP) zur Verbreitung der Wärmepumpen als nachhaltiges und klimafreundliches Heizsystem haben sich in Bayern schon gelohnt, wie Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des BWP betont: „Das Bayerische Energiekonzept sieht in der Wärmepumpe eine zukunftsfähige Heiztechnologie und setzt sich für die Verbesserung der Förderbedingungen ein mit dem Ziel, die Anzahl der Wärmepumpen in Bayern zu verdoppeln. Ein wirklich vorbildliches Programm“, kommentiert er.

Neben dem jüngst beschlossenen Energiekonzept ist auch das Sonderprogramm „Energetische Sanierung staatlicher Gebäude“ ein wichtiger Bestandteil des Klimaprogramms Bayern 2020. Die Bayerische Staatsregierung will mit gutem Beispiel voran gehen und die Energieeffizienz im staatlichen Gebäudebestand deutlich verbessern.

Mit Hilfe dieses Sonderprogramms wurde ein neues Energiekonzept für die Bayerische Staatsoper in München umgesetzt. Als Maßnahme wurde eine zentrale Kälteversorgung in Kombination mit einer Wärmepumpe in die zentrale Liegenschaft eingebaut. Das Heizkonzept ist innovativ: So nutzt die Wärmepumpe der Oper die Abwärme der Rechenzentren, der Scheinwerfer und der Zuschauer, um das Haus zu beheizen.

„Fachmännisch eingebaute Wärmepumpen können im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen etwa 50 Prozent CO2-Emissionen einsparen. Das macht die Wärmepumpe zu einem sehr umweltschonenden Heizungssystem“, erklärt Karl-Heinz Stawiarski.  Die Bayerische Staatsoper spart mit Hilfe der Wärmepumpe jährlich etwa 290 Tonnen klimaschädliches CO2 ein. Zum Vergleich: Im Durchschnitt verursacht jeder Deutsche etwa 11 Tonnen CO2 jährlich.

Derzeit werden in Bayern etwa 80.000 Wärmepumpen in Gebäuden betrieben, jährlich kommen etwa 3000 weitere Wärmepumpen im Gebäudebestand hinzu. Ein Großteil der Gebäude des Landes verfügt außerdem über die technischen Voraussetzungen, Wärmepumpen zu installieren, um ebenso ihre klimafreundlichen Vorzüge nutzen zu können.