Innovationspreis für Klima und Umwelt: Zwei BWP-Mitglieder unter den Preisträgern

21Januar2016

Das Bundesumweltministerium und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben am 20. Januar gemeinsam den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) verliehen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung zeichneten Preisträger in sechs Kategorien aus.

(v.l.n.r) Jörg zu Dohna (geoKOAX GmbH) und Dr. Andreas Detig (aqua concept) erhalten den Innovationspreis für Klima und Umwelt 2015 von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.

Prämiert wurden herausragende Umwelt-Innovationen von deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. In der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz“ wurden die beiden Unternehmen Geokoax und Aqua-Concept für ihre gemeinsame Entwicklung einer innovativen Erdwärmesonde ausgezeichnet. Diese ermöglicht die Nutzung von Erdwärme auch in bohrtiefenbegrenzten Regionen.  In der Kategorie „Umweltfreundliche Technologien“ wurde die RWE Deutschland AG ausgezeichnet. Das Unternehmen integrierte ein 1 Kilometer langes supraleitendes 10-Kilovolt Kabel in der Innenstadt von Essen, um dadurch Material, Übertragungs- und Umwandlungsverluste einzusparen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Der Erfindergeist und die Innovationsbereitschaft der deutschen Industrie gehören zu den größten Trümpfen unserer Umwelt- und Klimapolitik. Gemeinsam werden wir zeigen, dass wir beim Klimaschutz vorangehen und trotzdem ein starkes Industrieland bleiben können. Die heute prämierten Innovationen zeigen, dass ambitionierter Umweltschutz die deutsche Industrie stärker macht." 

BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski: „Jede Erdwärmepumpe ist aktiver Klimaschutz. Sie reduziert die CO2-Emissionen gegenüber einem alten Ölkessel um 60 Prozent. Die Verbreitung von Wärmepumpen muss deshalb Ziel einer ernstgemeinten Umwelt- und Klimaschutzpolitik sein“.

Dr. Martin Sabel, Referent Geothermie beim BWP: „Das Potential der Erdwärme für den Klimaschutz  ist fantastisch, wird aber noch viel zu wenig genutzt.  Haupthemmnis ist der hohe Strompreis. Hier muss die Politik umdenken. Die alte Gleichung, je teurer der Strom, desto besser für den Umweltschutz, geht im Zeitalter der Erneuerbaren Energien und angesichts hocheffizienter Wärmepumpen nicht mehr auf“. Hoffnung verbindet der BWP mit den neuen finanziellen Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen durch das Marktanreizprogramm (MAP) und das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Der IKU ist eine renommierte Auszeichnung, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal gemeinsam von Bundesumweltministerium und BDI vergeben wird. Das Preisgeld beträgt 25.000 Euro. Ausgewählt wurden die Preisträger von einer hochrangig besetzten Jury unter Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer.