BWP kooperiert bei Wärmepumpen-Schulungen mit Herstellern und ZVSHK

07März2012

Der Bundeverband Wärmepumpe (BWP) e. V. hat heute auf der SHK Essen das neue duale Kurssystem für die Qualifizierung von Wärmepumpen-Installateuren vorgestellt. Fachhandwerker mit Wärmepumpen-Erfahrung können sich nun nach einem zweitägigen Grundlagenkurs beim Hersteller und einem dreitägigen Aufbaukurs in fünf bundesweiten Schulungszentren zum EUCERT-qualifizierten Wärmepumpen-Installateur prüfen lassen.

Ziel des dualen Systems ist es, das EUCERT-Programm noch stärker an die Bedürfnisse der Fachhandwerker anzupassen, indem Herstellerschulungen integriert werden. Bislang unterstützen vierzehn namhafte Wärmepumpen-Hersteller das duale Konzept im Rahmen einer gemeinsamen Qualitätsoffensive: „Wir wollen mit der Unterstützung des dualen Systems ein Zeichen für Qualität im Handwerk setzen“, sagt Klaus Ackermann, Geschäftsführer der NIBE Systemtechnik GmbH und BWP-Vorstand. Dies unterstützen seine Kollegen von Alpha-InnoTec GmbH, Glen Dimplex Deutschland GmbH, Hautec GmbH, ITEC Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft mbH – König Wärmepumpen, Mitsubishi Electric Europe B.V., Remko GmbH & Co. KG, ROTEX Heating Systems GmbH, SmartHeat Deutschland GmbH, Stiebel Eltron GmbH & Co. KG, tecalor GmbH, Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG, Waterkotte GmbH, Wolf GmbH.

Kooperation mit dem ZVSHK

Ebenfalls im Rahmen der Qualitätsoffensive wollen BWP und der ZVSHK kooperieren. BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski und der stellvertretende ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Müller unterzeichneten dazu heute eine Absichtserklärung. Ziel beider Verbände ist es, durch ihre Kooperation den Fachhandwerkern eine maßgeschneiderte Lösung für die Weiterbildung zu bieten, die auch den politischen Anforderungen entspricht.

Damit übernehmen die Verbände Verantwortung für die Umsetzung der europäischen Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RES-Direktive). Bis Ende des Jahres müssen alle EU-Mitgliedsstaaten ein Schulungsprogramm für Wärmepumpeninstallateure vorweisen. „Bereits seit über drei Jahren qualifizieren wir Fachhandwerker im Rahmen des EUCERT-Programms nach den Anforderungen der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie“, sagt BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski.

„Wir setzen uns jetzt gemeinsam dafür ein, dass die Politik die Weiterbildung für Wärmepumpen-Installateure unterstützt“, ergänzt Andreas Müller, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Das Fachhandwerk ist für die Energiewende im Wärmemarkt die entscheidende Größe. Als die wirklichen Hersteller von Energieeffizienz in Gebäuden müssen die Betriebe entsprechend qualifiziert sein“, so Müller weiter.