9.500 Euro staatliche Investitionszuschüsse für Erdwärmepumpe

30April2015

Die populäre Idee eines Steuerbonus für Dämmer und Heizungssanierer ist gescheitert, gleichwohl muss die Energiewende endlich auch im Wärmemarkt ankommen. Von vielen unbemerkt hat die Bundesregierung des-halb im Schatten der Steuerdebatte mit der Novellierung des Marktanreizprogramms (MAP) ein großzügiges Förderprogramm für regenerative Heizungen aufgelegt. Wer seine Heizung auf regenerative Energien umstellt, erhält seit dem 1. April 2015 deutlich höhere Investitionszuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Aus-fuhrkontrolle (BAFA).

Erdwärmepumpen erhalten bis zu 9.500 Euro

Erneuerbare Heizungsanlagen, wie Pellets, Solarthermie und Wärmepumpen sollen in den Fokus der Sanierer rücken. Eine effiziente Erdwärmepumpe, die vom ausgewiesenen Fachmann installiert wurde, wird mit 4.500 Euro Investitionszuschuss gefördert, Luftwärmepumpen erhalten bis zu 1.500 Euro. Diese Basisförderung kann zusätzlich mit diversen Varianten kombiniert werden, beispielsweise dem Kombinationsbonus bei gleichzeitiger Errichtung einer weiteren regenerativen Heizung (+500 Euro) oder Lastmanagement-Bonus mit SG Ready Label (+500 Euro). Für Optimierungsmaßnahmen wie einem Heizkörpertausch bekommen Sanierer nochmals 2.250 Euro extra. Schlussendlich kann der tatkräftige Sanierer bis zu 9.500 € erhalten.

Innovationsförderung auch im Neubau möglich

Sogar im Neubau können Wärmepumpen, Solarthermie und Pellets gefördert werden, mit dem sogenannten Innovationsbonus. Denn auch hier dominieren nach wie vor die fossilen Heizungen. Das Förderprogramm verfolgt dabei die Maxime „Qualität vor Schnellschuss“. So müssen Bohrunternehmen über eine spezielle Zertifizierung verfügen und eine verschuldensunabhängige Versicherung für eventuelle Schäden abschließen. Auch der von Energieexperten empfohlene Heizungscheck nach dem ersten Betriebsjahr wird gefördert.

Jetzt liegt es in der Hand des bauwilligen Sanierers, die Fördergelder abzurufen, die Bedingungen sind so günstig wie lange nicht. Das MAP stellt eine attraktive Finanzierungsunterstützung dar. Das ewige Warten und Ausharren auf steuerliche Geschenke muss ein Ende haben.