Wissenschaft und Verbände fordern Wärmewende

08September2014

Die Erneuerbare-Energie-Branche verlangt von der Politik stärkere Anstrengungen für eine Wärmewende. Anlass ist eine Studie des renommierten Energieexperten Dr. Joachim Nitsch. Zentrales Ergebnis: Die Politik der Großen Koalition führt zu einer Stagnation der Energiewende im Wärmesektor. Zusätzliche Impulse für mehr Energieeffizienz und Erneuerbare Wärme seien daher vonnöten.

Die Studie im Auftrag von BEE, BWP und anderen Fachverbänden wurde bei einem Pressegespräch des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) in Berlin vorgestellt. Als ein wirksames Instrument empfiehlt das Papier u.a. einen deutlich stärkeren Einsatz von Wärmepumpen. Vor diesem Hintergrund warnt die Studie auch davor, Strom- und Wärmemarkt gegeneinander auszuspielen. BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski kommentiert die Ergebnisse: „Strom und Wärme müssen miteinander verzahnt werden. Die Nutzung von Erd- und Umweltwärme ist umso klimaschonender, je grüner der verwendete Strom ist. Nur durch eine integrierte Strategie lässt sich die Energiewende bewältigen.“

DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert hob die positiven volkswirtschaftlichen sowie vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise sicherheitspolitischen Vorteile der Wärmewende hervor. So können vor allem Importkosten vermieden und die heimische Wertschöpfung gestärkt werden, so die Wissenschaftlerin.

Den Volltext der Studie finden Sie hier.