Verbändebündnis fordert: Wärme muss elektrisch werden!

21April2016

Ein breites Bündnis aus Umwelt- und Entwicklungsverbänden hat einen „Klimaschutzplan 2050 der deutschen Zivilgesellschaft“ vorgestellt. In dem Papier stellen die Organisationen Forderungen zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens. Die Autoren fordern u.a., den Wärmesektor weitgehend zu elektrifizieren.

Logo des Klimaschutzplans der deutschen Zivilgesellschaft

Zu den Unterzeichnern des Papieres gehören z.B. der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der WWF, Greenpeace und Brot für die Welt. Sie kritisieren, dass die Bundesregierung die in Paris getroffene Vereinbarung, die Erderwärmung möglichst auf 1,5°C zu begrenzen, nicht durch nationale Maßnahmen umsetze. Sie fordern daher stärkere Anstrengungen zur Einsparung von Treibhausgasen. 

Der Klimaschutzplan sieht u.a. vor, dass der Wärmesektor weitgehend elektrisch werden muss, um fossile Brennstoffe einzusparen. Gleichzeitig müsse der Wärmebedarf in den Gebäuden deutlich reduziert werden. Die Wärmepumpe wird zwar nicht explizit erwähnt, in der Fachwelt ist man sich jedoch weitgehend einig, dass die Nutzung von Strom im Wärmemarkt v.a. durch Wärmepumpen erfolgen muss. 

Als zentrale Maßnahmen schlägt das Verbände-Bündnis u.a. eine stärkere Orientierung der Energieträgerbesteuerung an den CO2-Emissionen sowie eine verlässliche und effektive Förderpolitik hervor. Außerdem dürfe der Ausbau von Wind und PV nicht eingeschränkt werden, da auch für Wärme und Verkehr künftig sauberer Strom gebraucht werde. 

Derzeit erarbeitet auch die Bundesregierung einen Klimaschutzplan 2050 unter der Federführung des Bundesumweltministeriums. Dieser soll im Sommer vom Bundeskabinett verabschiedet werden. An der Erarbeitung des Plans waren Bürger, Länder, Kommunen sowie Verbände beteiligt, auch der BWP hat aktiv am Erarbeitungsprozess teilgenommen. 

Den Klimaschutzplan 2050 der deutschen Zivilgesellschaft können Sie hier herunterladen.