Schaufensterregionen gesucht für intelligente Energieversorgung der Zukunft

04Februar2015

Wind und Sonne dominieren die Stromproduktion - die Stromleitungen halten stand. Wie diese zukünftige Herausforderung schon heute zu meistern ist, will das Bundeswirtschaftsministerium mit einem neuen Förderprogramm herausfinden.

 „Wir werden mindestens zwei großflächige Schaufensterregionen mit insgesamt bis zu 80 Millionen Euro fördern, um Wissen, Erfahrungen und Aktivitäten systemübergreifend zu bündeln“, bewirbt Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel das Programm „Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“.

In den SINTEG-Modellregionen sollen intelligente Netze (Smart Grids) mit zeitweise bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien Systemsicherheit gewährleisten und ein verbessertes Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Netz demonstrieren. Innerhalb eines Schaufensters können beispielsweise Lastzentren mit hoher Bevölkerungs- und Industriedichte und einer innovativen Flexibilisierung des Verbrauchs mit Regionen intelligent vernetzt werden, in denen es temporäre Überschüsse an erneuerbaren Energien gibt.

Das Schaufenster soll dabei auch demonstrieren, wie sich ohne den bei der Bevölkerung unbeliebten Netzausbau eine hohe Anzahl an PV-Anlagen im Niederspannungsbereich integrieren lasse. Lastverschiebung auf Verbraucherseite mit Hilfe von Wärmepumpen komme dafür in Frage. Die Modellregion müsse deshalb über mindestens 1 000 steuerbare Verbrauchseinrichtungen, wie z. B. Industrie/Gewerbe, größere Kühl- und Wärmeeinrichtungen, Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge, u. Ä. verfügen, um die Flexibilität der Nachfrage untersuchen zu können.

Die Förderbekanntmachung kann mit freundlicher Genehmigung des Bundesanzeiger-Verlags hier (PDF: 121 KB) heruntergeladen werden.