EU will Energielabel neu gestalten

16Juli2015

Im Rahmen der Vorstellung ihres „Sommerpakets“ zur Verwirklichung der Energieunion hat die EU-Kommission vorgeschlagen, die Energieeffizienzlabel zu überarbeiten. Die Kommission verspricht sich dadurch mehr Transparenz für Verbraucher und zusätzliche Energieeinsparungen.

Kernpunkte der geplanten Überarbeitung sind…

… einheitliche Effizienzkennzeichnungen mit einer Skalierung von A bis G.

… eine digitale Datenbank, in der für mehr Transparenz alle neuen Produkte registriert werden sollen. Auch die Marktaufsicht soll so vereinfacht werden.

… Hinzufügung von Informationen über Energieverbrauch und Lebenszykluskosten.

Hintergrund der Kommissionspläne sind v.a. Markentwicklungen bei elektrischen Haushaltsgeräten, bei denen es die Effizienzlabel bereits seit längerer Zeit gibt. Aufgrund des technischen Fortschritts mussten hier mehrere Klassen (A++, A+) hinzugefügt werden. In manchen Produktgruppen gibt es jedoch keine Geräte mehr, die unter z.B. A+ fallen. Kunden könnten als glauben, ein effizientes Gerät zu erwerben, kaufen aber faktisch das schlechteste. Daneben werden zwar heute zunehmend effiziente, aber dafür größere Geräte gekauft, die absolut gesehen mehr Energie verbrauchen. Diesen Phänomenen will die EU-Kommission entgegenwirken.

Die Vorschläge der Kommission müssen nun vom Europäischen Parlament und dem Ministerrat (der Versammlung der zuständigen Minister aus den EU-Mitgliedsstaaten) beraten werden. Die Verabschiedung einer neuen Verordnung ist nicht vor Sommer 2016 zu erwarten.

Der Zeitplan für die Einführung des Energielabels für Wärmeerzeuger ab 26.09.2015 bleibt von dieser EU-Initiative allerdings unberührt!

Link zur Pressemitteilung der EU-Kommission.

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