Branche hilft Hochwasser-Geschädigten

12Juni2013

In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten wird mit Schäden in Milliardenhöhe gerechnet. Viele Bewohner in den überfluteten Gemeinden stehen vor den Trümmern ihres Besitzes. Mehrere Hersteller der TGA/SHK-Branche bieten Hilfe an und stellen Geräte, Sonderkonditionen oder Preisnachlässe für die Hochwasser-Geschädigten zur Verfügung.

Wolf, am Firmensitz in Mainburg mit überfluteten Kellern selbst vom Hochwasser betroffen, hat ein Soforthilfeprogramm für hochwassergeschädigte Endverbraucher aufgelegt. Wolf bietet jedem Betroffenen einen Bargeld-Gutschein im Wert von 250 Euro an. Die Hilfe gilt bundesweit für die vom Hochwasser betroffenen Regionen. Die Gutscheine können über Wolf-Fachhandwerker in der jeweiligen Region oder über die Wolf-Website bezogen werden. Auf dem Gutschein muss vom Wolf-Heizungsfachmann die Notsituation und der Einbau eines Wolf-Heizkessels bestätigt werden. Der ausgefüllte Gutschein muss dann gemeinsam mit der Einbaurechnung bei Wolf eingereicht werden. Der Betrag wird dann umgehend über die Bankverbindung ausbezahlt. Darüber hinaus stellt das Unternehmen Luftheizer zur Trocknung von Gebäuden vergünstigt zur Verfügung. Für Fragen zur Wolf-Soforthilfe wurde unter (01 80) 674 50 00 (20 ct/pro Gespräch aus dem dt. Festnetz) eine Verbraucher-Hotline eingerichtet.

MHG Heiztechnik bietet bis September 2013 Endkunden, die einen Heizungsschäden in Überschwemmungsgebieten erlitten haben, einen Sonder-Nachlass auf Heizungsanlagen in Höhe von 250 Euro und auf Öl- und Gasbrenner in Höhe von 100 Euro an. Auf dem Soforthilfe-Gutschein muss der Heizungsfachbetrieb den Einbau und die Gemeinde den Flutschaden bestätigen. Der Sondernachlass wird dann von MHG Heiztechnik an den Kunden ausgezahlt. Die Gutscheine können über den Heizungsfachbetrieb bezogen werden. Fragen beantwortet auch die MHG-Service-Hotline (0 41 81) 235 50.

Stiebel Eltron unterstützt alle Hochwasser-Geschädigten beim Kauf eines neuen Stiebel-Eltron-Gerätes in den nächsten sechs Monaten (bis 30. November 2013) mit einem Sondernachlass in Höhe von 10 % vom Bruttowarenwert. Der Sondernachlass wird nach Vorlage der Rechnung eines Installateurs per Scheck direkt an die Flutopfer geschickt. Fragen zur Stiebel-Eltron-Hochwasserhilfe werden unter Telefon (08 00) 7 02 07 00 beantwortet.

Die Bosch-Thermotechnik-Marke Junkers stellt insgesamt zehn Heizgeräte mit Gas-Brennwerttechnik zur Verfügung für die Hochwasser-Opfer in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Verfügung. Zusätzlich zur Spende der Heizgeräte hat Junkers einen Hilfsfonds eingerichtet: Hochwasser-Opfer aus Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erhalten für eine neue Junkers-Heizungsanlage einen Wertscheck in Höhe von 250 Euro. Weitere Informationen finden Betroffene unter www.junkers.com/endkunde/hochwasser_aktion. Zudem können sie sich direkt an ihren Heizungsfachmann oder unter der kostenfreien Telefonhotline (08 00) 300 03 13 an Junkers wenden.

Die Bosch-Thermotechnik-Marke Buderus spendet für besonders hart von der Flut betroffene Hauseigentümer 13 moderne Heizkessel. Damit die Hilfe direkt ankommt, sollen Handwerkspartner die Namen der betroffenen Hauseigentümer ihrer zuständigen Buderus Niederlassung nennen. Von dort aus werden alle weiteren Maßnahmen koordiniert. „Wir wissen nicht, wo die Not am größten ist, und vertrauen deshalb auf die Heizungsfachfirmen vor Ort", so Buderus-Vertriebsleiter Stefan Thiel. Darüber hinaus hat Buderus weitere Maßnahmen zur Soforthilfe eingeleitet: Durch die Flutkatastrophe geschädigte Anlagenbetreiber, die ihr Heizsystem austauschen müssen, erhalten 250 Euro Endverbraucher-Hochwasser-Bonus oder eine Null-Prozent-Finanzierung über zwei Jahre plus kostenfrei den Buderus Förderservice. Zusätzlich gewährt Buderus den Heizungsfachfirmen einen Sondernachlass von 10 % auf alle Ersatzteile mit der Bitte, diesen Rabatt an die vom Hochwasser betroffenen Endkunden weiterzugeben.

Hilfe durch gespendete Geräte

Mitsubishi Electric, Living Environment Systems, hat auf die Flutkatastrophe mit einer Spende von 25 Entfeuchtungsgeräten reagiert. Initiiert wurde die Aktion von einer Mitarbeiterin des Herstellers, die aus dem betroffenen Kreis Wurzen stammt. Zusätzlich hat das Unternehmen seine Mitarbeiter zur Spende nicht mehr benötigter Elektro- und Haushaltsgeräte aufgerufen und kümmert sich um den Transport und die Übergabe vor Ort.

Remko hat der Stadt Grimma zehn mobile Luftentfeuchter zum Trockenlegen von Gebäuden gespendet. Hierbei handelt es sich um fünf Geräte der Serie ETF 320, die durch ihre kompakte und leichte Bauweise schnell an jeden Einsatzort gebracht werden können. Bis zu 30 l Feuchtigkeit bei einer Luftleistung von 190 m3/h können mit ihnen täglich aus der Luft entfernt werden. Weitere fünf Geräte stammen aus der Reihe ETF 550. Sie erreichen eine Tagesentfeuchtungsleistung von 55 l bei 600 m3/h Luftleistung.