Baden-Württemberg: Förderprogramm 'Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien' neu aufgelegt

10April2010

Tanja Gönner: Rund drei Millionen Euro stehen zur Verfügung

"Wir wollen auch in diesem Jahr Hauseigentümer bei der Umsetzung des Erneuerbaren Wärmegesetzes mit Zinsverbilligungen unterstützen", erklärten Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner und Dr. Manfred Schmitz-Kaiser, Mitglied des Vorstands der L-Bank, anlässlich der Neuauflage des Förderprogramms "Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien" am 1. April 2010 in Stuttgart. Gefördert werden der Einbau von heiztechnischen Anlagen auf der Basis erneuerbarer Energieträger in Wohnimmobilien mit bis zu drei Wohneinheiten. Moderne Umwelttechnologien und neue Heiztechniken seien der Wegbereiter, die Energieversorgung in den eigenen vier Wänden zu revolutionieren. Dazu ist eine entsprechende Finanzierung mit kompetenter Beratung erforderlich. Es gebe vielfältige Möglichkeiten erneuerbare Wärme zu nutzen wie beispielsweise Solarthermie, feste Biomasse oder Wärmepumpen, deren Einbau mit dem Förderprogramm unterstützt würden.

"Die Potenziale bei der Energieversorgung von Wohngebäuden Energie einzusparen oder auch erneuerbare Energien zu nutzen sind sehr groß", betonte Gönner. "Die Energiekosten können so gesenkt und gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden." Das Land schreibe deshalb seit Beginn diesen Jahres beim Austausch einer Heizungsanlage in einem Wohngebäude den Umstieg auf erneuerbare Energien vor: Mindestens zehn Prozent der für Heizung und Warmwasserbereitung benötigte Wärmeenergie muss danach aus Ökoenergien erzeugt werden. Alternativ könne auch die Wärmedämmung an Fassade oder Dach verbessert werden. "Es geht darum den Energieverbrauch und damit auch den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu senken", erläuterte die Ministerin. So könnten bei älteren Gebäuden durch eine verbesserte Wärmedämmung teilweise 50 Prozent und mehr der Heizenergie eingespart und damit der CO2-Ausstoß gesenkt werden."

"Das Institut für Management und Wirtschaftsforschung hat ermittelt, wie hoch die Einsparungen durch das L-Bank-Programm sind", ergänzte Schmitz-Kaiser. "2009 haben wir rund 2.000 Maßnahmen gefördert und damit den jährlichen CO2-Ausstoß um 78 Prozent oder rund 5.812 Tonnen reduziert. Um eine vergleichbare Einsparung über einen Zeitraum von zehn Jahren zu erreichen, müsste man 581.200 Quadratmeter zusätzlichen Wald anpflanzen - eine Fläche so groß wie die Insel Mainau." Die ehrgeizigen Klimaschutzziele können nur erreicht werden, wenn die Möglichkeiten Energie einzusparen und erneuerbare Energien zu nutzen, konsequent ausgeschöpft werden. Dazu kann jeder Einzelne einen Beitrag leisten." Haus- und Wohnungseigentümer werden durch Informations- und Beratungsangebote sowie eine Vielzahl von Förderprogrammen der öffentlichen Hand unterstützt.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg