Auswertung der KfW-Förderung 2014

11Januar2016

Ein Großteil der Erneuerbare-Energien-Förderung in Deutschland erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), davon profitiert auch die Wärmepumpe. In einem Monitoringbericht und einem Gutachten wurde nun untersucht, welche Wirkung die Programme im Jahr 2014 entfaltet haben.

Die Untersuchungen wurden von renommierten Forschungsinstituten im Auftrag der KfW unternommen und beleuchten die Programme "Energieeffizient Sanieren", "Energieeffizient Bauen" und "Erneuerbare Energien - Premium". Insgesamt gab es 2014 knapp 171.000 Förderzusagen, bei rund 34.000 Projekten kam eine neue Wärmepumpe zum Einsatz.

Durch die Programme werden jährlich rund 1.700 GWh an Endenergie und 600.000 Tonnen Treibhausgase eingespart. Die Nutzer sparen pro Jahr zusätzlich rund 197 Mio. EUR an Heizkosten. Anbei finden Sie eine genauere Aufschlüsselung.

Informationen zu den Konditionen der wärmepumpen-relevanten KfW-Programme finden Sie hier.

Energieeffizient Sanieren

  • Ca. 97.000 Förderzusagen für 230.000 Wohnungen
  • Erneuerung der Heizungsanlage in 63% der Fälle
  • Endenergieeinsparung 1.400 GWh pro Jahr
  • Primärenergieeinsparung 1.900 GWh pro Jahr
  • Treibhausgasvermeidung 514.000 Tonnen pro Jahr
  • Heizkostenersparnis 155 Mio. EUR pro Jahr
  • Investitionen in Höhe von 5,9 Mrd. EUR

Der Großteil der Förderzusagen (87%) entfiel auf Einzelmaßnahmen, der Rest auf die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus. Über die Hälfte (51%) der Mittel floss in die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Der Großteil der Förderzusagen (87%) entfiel auf Einzelmaßnahmen, der Rest auf die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus. Über die Hälfte (51%) der Mittel floss in die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

In Fällen, in denen der Wärmeerzeuger ausgetauscht wurde, entschieden sich die meisten Hausbesitzer (65%) für einen Gaskessel, gefolgt von Öl- (13%) und Biomasse-Kesseln (7%) sowie Wärmepumpen (6%).

Bei den Wärmepumpen überwiegen bivalente Systeme (ergänzender Kessel oder Heizstab) mit 71%. Von den geförderten Wärmepumpen nutzen 77% die Außenluft als Wärmequelle, 14% Erdreich/Grundwasser, 10% die Abluft einer Lüftungsanlage. Der Anteil erneuerbarer Heizungssysteme ging leicht zurück.

Besonders häufig werden Wärmepumpen in sog. KfW70- und KfW55-Häusern genutzt, dort haben sie einen Anteil von 37% unter den ausgetauschten Heizsystemen.

Ergänzungskredit

Das Programm „Erneuerbare Energien – Ergänzungskredit“ kann als Ergänzung zur BAFA-Förderung für den Einbau einer Wärmepumpe genutzt werden.

  • 1.239 Förderzusagen für 2.339 Wohnungen
  • Endenergieeinsparung ca. 4 GWh pro Jahr
  • Primärenergieeinsparung ca. 43 GWh pro Jahr
  • Treibhausgasvermeidung ca. 13.100 Tonnen pro Jahr

Bei 91% der Förderungen erfolgte eine Erneuerung der Heizungsanlage. Von den neu eingebauten Heizsystemen beruhen die meisten (76% auf Biomasse), 13% sind elektrische Wärmepumpen.

Energieeffizient Bauen

  • Ca. 73.000 Neubauvorhaben für 108.000 Wohnungen (= 44% des gesamten Wohnungsneubaus in Deutschland)
  • 41% beheizt durch elektrische Wärmepumpen, 35% durch Erdgas, 13% Fernwärme, 10% durch Biomasse
  • Endenergieeinsparung 331 GWh pro Jahr (verglichen mit EnEV-Standard)
  • Primärenergieeinsparung (nicht-erneuerbar) 393 GWh pro Jahr
  • Treibhausgasminderung 101.000 Tonnen
  • Heizkostenersparnis 42,5 Mio. EUR pro Jahr
  • Investitionen in Höhe von 26,4 Mrd. EUR

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Von den geförderten Bauvorhaben entsprachen 82% dem KfW70-Standard, der Rest entfiel auf KfW55- (15%) und KfW40-Häuser (3%).

Die meisten Förderzusagen entfielen auf die großen Flächenländer Bayern (24,8%), Baden-Württemberg (10,8%), Nordrhein-Westfalen (19,5%) und Niedersachsen (10,7%).

Bei der Beheizung der Gebäude wird in 41% der Fälle auf den Energieträger Strom gesetzt, der fast immer von elektrischen Wärmepumpen genutzt wird. Gas (35%), Fernwärme (13%) und Biomasse (10%) kommen dahinter. Da Wärmepumpen v.a. in Ein- und Zweifamilienhäusern eingesetzt werden, ist ihr Anteil an den neu gebauten Wohnungen geringer (25%). In dieser Betrachtungsweise dominieren weiterhin die Gas-Heizungen (41%).

Der Anteil der Wärmepumpe ist seit 2010 allerdings rückläufig, hingegen werden auch in effizienten Gebäuden vermehrt konventionelle Kessel eingebaut, v.a. Gas.

Kommt eine Wärmepumpe zum Einsatz, so nutzt diese zu 68% die Außenluft als Wärmequelle, zu 24% das Erdreich und zu 7% Ab- oder Fortluft.

Beim Vergleich der Gebäudestandards fällt auf, dass Wärmepumpen mit steigenden Effizienzstandards immer häufiger eingesetzt werden: In KfW40-Häusern haben sie einen Anteil von 57%, in KfW55-Häusern von 47% und bei KfW70-Häuser von 39%. Letzteres ist insbesondere bemerkenswert, als dieser Standard mit den seit 01.01.2016 geltenden EnEV-Anforderungen vergleichbar sind.

Den vollständigen Monitoring-Bericht finden Sie hier. Beachten Sie insbesondere S. 1-4, 28-34, 37-38, 66-69 sowie 81-93.

Erneuerbare Energien Premium

Über das Programm werden Groß-Wärmepumpen über 100 kW Leistung gefördert. 2013 wurde durch dieses Programm Investitionen in Groß-Wärmepumpen in Höhe von 1,2 Mio. EUR ausgelöst, 2014 nur noch 0,6 Mio. EUR. Damit wurden 0,9 bzw. 0,6 MW an thermischer Leistung bereitgestellt. Der Anteil von Großwärmepumpen an dem Programm ist mit 0,3 bzw. 0,2% ausgesprochen niedrig. Die meisten Mittel flossen in Wärmenetz-Projekte. Die geförderten Wärmepumpen sparen pro Jahr rund 2 GWh fossiler Primärenergie ein.

Die vollständige Evaluierung finden Sie hier. Beachten Sie insbesondere S. 19-31.